Coronaimpfung

Zentrale Impfzentren schließen zum 15. August 2021

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Ärztin impft in ihrer Praxis eine Patientin gegen das Coronavirus.

Zum 15. August 2021 schließen die Zentralen Impfzentren in Baden-Württemberg. Die Aufgaben übernehmen dann die jeweiligen Kreisimpfzentren.

Der kommende Sonntag, 15. August 2021, ist der letzte Betriebstag der acht Zentralen Impfzentren (ZIZ) des Landes in Rot am See, Karlsruhe, Freiburg, Heidelberg, Offenburg, Ulm, Tübingen und im Stuttgarter Robert-Bosch-Krankenhaus. Manche werden komplett geschlossen, manche Standorte werden als Kreisimpfzentren weiterbetrieben. Das ZIZ in der Stuttgarter Liederhalle hat bereits Ende Juli geschlossen. Details zu den einzelnen Standorten sind unten dargestellt.

Gesundheitsminister Manne Lucha sagte dazu am Donnerstag, 12. August 2021 in Stuttgart: „Unsere Impfzentren leisten großartige Arbeit. Die sehr unterschiedlichen, teilweise widrigen Bedingungen haben sie stets professionell und hervorragend gemeistert: Vom anhaltenden, frustrierenden Impfstoffmangel in den ersten Monaten und der dadurch notwendigen strikten Priorisierung, die dazu geführt hat, dass immer wieder Menschen ohne Termin oder ohne fehlende Priorisierung abgewiesen werden mussten, bis hin zur Situation in den vergangenen Wochen mit viel Impfstoff und einer deutlich nachlassenden Impfbereitschaft.

Gemeinsam mit ihren Mobilen Impfteams haben die Impfzentren bislang mehr als 7,5 Millionen Impfungen verabreicht. Die Zentralen Impfzentren waren seit 27. Dezember 2020 durchgehend in Betrieb und haben die erste Phase der Impfkampagne gemanagt und einen riesigen Beitrag geleistet, die Impfungen in der Bevölkerung voran zu treiben. Derzeit sind rund zwei Drittel der Baden-Württembergerinnen und Baden-Württemberger mindestens einmal geimpft, mehr als die Hälfte der Menschen ist vollständig immunisiert, sodass wir nun mit gutem Gewissen den Betrieb der Zentralen Impfzentren einstellen können.“

Zweitimpfungen erhält man von kommender Woche an in den Kreisimpfzentren oder bei Vor-Ort-Impfaktion. Vielfach braucht man dafür auch keinen Termin, sondern kann einfach vorbeikommen. Wer das tut, wird gebeten, den Zweitimpftermin im Onlinebuchungssystem abzusagen (einen entsprechenden Link finden Sie auch in Ihrer E-Mail Terminbestätigung). Direkt vor Ort wird informiert, wenn ein Kreisimpfzentrum die Zweitimpftermine übernimmt.

Einfach zugängliche Impfangebote

Die Kreisimpfzentren werden bis zum 30. September 2021 fortgeführt. Die Anzahl der Mobilen Impfteams können wir nun ebenfalls reduzieren, zukünftig werden 18 Mobile Impfteams an neun Standorten für den Einsatz im ganzen Land zur Verfügung stehen und können durch die Kreisimpfzentren angefordert werden. Dazu Gesundheitsminister Manne Lucha: „So können wir allen bisher noch nicht Geimpften bis Ende September weiterhin ein einfach zugängliches Impfangebot machen, an vielen Orten auch mit Vor-Ort-Impfaktionen direkt im eigenen Stadtteil, auf dem Supermarktparkplatz oder bei Freizeiteinrichtungen.

Die Mobilen Impfteams werden ab September auch die ersten Auffrischungsimpfungen für vulnerable Personen, im ersten Schritt die Höchstbetagten in Alten- und Pflegeheimen anbieten. Die niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte sind seit Ostern, die Betriebsärzteschaft seit Sommer in die Impfkampagne eingebunden und werden diese nach der Schließung der Kreisimpfzentren Ende September erfolgreich in der Regelversorgung fortführen und dann noch ausstehende Zweitimpfungen sowie mögliche noch notwendige Auffrischimpfungen übernehmen. Außerdem prüfen wir aktuell, welche Möglichkeiten es gibt, auf einen möglichen kurzfristigen Bedarf an zusätzlichen Impfkapazitäten auch nach dem 30. September 2021 schnell zu reagieren“, so Minister Lucha weiter. 

Individuelle Lösungen an den einzelnen Standorten

Bei der Planung für die Zeit ab 15. August wurde auf die jeweiligen Bedingungen vor Ort Rücksicht genommen, in Abstimmung zwischen Land und Vor-Ort-Partnern wurden für die einzelnen Standorte der Zentralen Impfzentren jeweils regional zugeschnittene Lösungen gefunden. Einzelne Zentrale Impfzentren werden komplett geschlossen, andere Standorte werden in Form von Kreisimpfzentren (und damit mit geringerer Kapazität) weiter betrieben. An einzelnen Standorten ergeben sich durch Umstrukturierungen auch Veränderungen bei Kreisimpfzentren (KIZ). Die künftige Konstellation in den Landkreisen, in denen bislang Zentrale Impfzentren betrieben wurden, im Einzelnen: 

  • Stuttgart: Das ZIZ Liederhalle Stuttgart wurde bereits zum 30.07. geschlossen. Am Robert-Bosch-Krankenhaus Stuttgart wird an Stelle des ZIZ ein Impfzentrum in der Größe von zwei KIZ weiterbetrieben.
  • Landkreis Schwäbisch Hall: Das ZIZ Rot am See wird geschlossen. Im Kreis Schwäbisch Hall bleibt das KIZ Wolpertshausen bestehen. 
  • Ulm und Alb-Donau-Kreis: Am bisherigen Standort des ZIZ Ulm werden zukünftig zwei KIZ betrieben: das KIZ Ulm wird mit dem KIZ Alb-Donau-Kreis zusammengelegt. Das bisherige KIZ Ehingen im angrenzenden Alb-Donau-Kreis stellt dafür den Betrieb ein. 
  • Landkreis Tübingen: Das ZIZ Tübingen schließt. Dafür öffnet in Tübingen in der Alten Archäologie (Wilhelmstraße 9) ein KIZ.
  • Freiburg: Der Standort des bisherigen ZIZ Freiburg an der Messe wird als KIZ weiterbetrieben. 
  • Ortenaukreis: Am Standort des ZIZ Offenburg werden zukünftig zwei KIZ betrieben: Das bisher schon dort bestehende KIZ Offenburg wird künftig mit dem KIZ Lahr zusammengelegt. Der Standort Lahr wird geschlossen.
  • Karlsruhe: Das ZIZ Karlsruhe wird geschlossen. Das KIZ in der Schwarzwaldhalle bleibt bestehen. 
  • Landkreis Karlsruhe: Die beiden KIZ im Landkreis Karlsruhe werden an den bisherigen Standorten in Sulzfeld und Bruchsal weiterbetrieben. 
  • Heidelberg und Rhein-Neckar-Kreis: Das bisherige ZIZ Heidelberg im Patrick-Henry-Village wird als Impfzentrum Rhein-Neckar weiterbetrieben, dafür werden das KIZ Weinheim und das KIZ Heidelberg geschlossen. Das KIZ in Sinsheim im Rhein-Neckar-Kreis bleibt erhalten.

Die Kreisimpfzentren (KIZ) des Landes Baden-Württemberg werden bis 30. September 2021 weiterbetrieben. Vor dem Hintergrund des guten Impffortschritts wird die Zahl der Mobilen Impfteams reduziert. Bis Ende September stehen noch 18 feste mobile Impfteams an neun Standorten im Land für die Kreisimpfzentren zur Verfügung. Die umliegenden Impfzentren der jeweiligen Region können diese für Einsätze in ihrem jeweiligen Einzugsgebiet anfordern. Darüber hinaus können die Impfzentren zusätzliche mobile Impfteams nach Bedarf flexibel aus den Kapazitäten des eigenen Impfzentrums besetzen und dafür wie bisher Fahrzeuge des Landes nutzen.

Die künftigen Standorte der Mobilen Impfteams

Die künftigen Standorte der Mobilen Impfteams sind die folgenden Impfzentren: 

  • Stuttgart (Robert-Bosch-Krankenhaus)
  • Karlsruhe
  • Mannheim 
  • Aalen 
  • Pforzheim
  • Heilbronn
  • Müllheim (Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald)
  • Friedrichshafen
  • Ulm​​​

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