Arten- und Klimaschutz

Wettbewerb „Straßenoasen“ geht in die nächste Runde

Baden-Württemberg sucht wieder die schönsten Straßenoasen: Kommunen können sich mit umgestalteten Straßenbegleitflächen bewerben. Gesucht werden Projekte für mehr Arten- und Klimaschutz. Bewerbungsschluss ist der 14. Oktober 2026.

Berechne Lesezeit
  • Teilen
Salbei-Glatthafer-Wiese auf einer Böschung im Frühsommer (Foto: © Dr. Tillmann Stottele)
Symbolbild

Wo vorher vor allem versiegelte Flächen oder Rasen zu finden waren, können heute Blühflächen, heimische Gehölze oder Bäume wachsen: Mit dem Wettbewerb „Straßenoasen“ zeichnet das Ministerium für Verkehr bereits zum achten Mal Kommunen aus, die Straßenbegleitflächen neu denken und aufwerten.

Aus Verkehrsflächen werden Lebensräume

Verkehrsministerin Nicole Razavi sagte: „Verkehrsflächen müssen nicht nur funktional sein – sie können gleichzeitig einen wichtigen Beitrag für unseren Lebensraum leisten und Städte und Gemeinden attraktiver machen. Mit den Straßenoasen zeigen wir, dass moderne Infrastruktur und Artenschutz zusammengehören. Viele Kommunen machen bereits vor, wie aus kleinen Flächen blühende und attraktive Orte entstehen. Ich lade deshalb alle Städte, Gemeinden und Landkreise ein: Zeigen Sie uns Ihre Straßenoasen und machen Sie sichtbar, wie Sie vor Ort Verantwortung für unsere Umwelt übernehmen.“

Straßenbegleitflächen bieten großes Potenzial für mehr Artenvielfalt. Mit heimischen Pflanzen und einem passenden Pflegekonzept können sie Nahrung und Lebensraum für Insekten schaffen und als grüne Verbindung zwischen bestehenden Lebensräumen dienen. Gerade für Wildbienen und andere Insekten sind blütenreiche Flächen wichtige Nahrungsquellen. Vor dem Hintergrund aktueller Hitzeereignisse können derartige Umgestaltungen einen wichtigen Beitrag zum Hitzeschutz in Städten leisten.

Bewerbung in zwei Kategorien möglich

In der Kategorie „Artenschutz“ werden Flächen ausgezeichnet, die in besonderem Maße zum Schutz von Insekten beitragen. Blühstreifen, heimische Wildpflanzen und Gehölze können dabei aus einer vermeintlichen Restfläche einen wertvollen Baustein für den Biotopverbund machen.

Die Kategorie „Klimaschutz“ legt den Fokus auf die klimatische Wirkung der umgestalteten Flächen. Entsiegelungen, eine verbesserte Versickerung von Regenwasser oder die Pflanzung klimarobuster Bäume können beispielsweise dazu beitragen, Flächen anpassungsfähiger zu machen und das Mikroklima zu verbessern.

Kommunen und Städte können sich pro Kategorie mit einer Fläche am Wettbewerb beteiligen. Die ausgezeichneten Projekte erhalten die öffentlichkeitswirksame Auszeichnung „Straßenoase“. Damit werden nicht nur die Kommunen für ihr Engagement gewürdigt: Die prämierten Flächen sollen auch andere Städte und Gemeinden sowie Bürgerinnen und Bürger zum Nachmachen anregen. Bewerbungsschluss ist der 14. Oktober 2026. Die Preisverleihung findet im Dezember in Stuttgart statt. Der Wettbewerb ist Teil der Aktivitäten des Verkehrsministeriums im Rahmen des „Sonderprogramms zur Stärkung der biologischen Vielfalt“.

Weitere Meldungen

Mehrere Erwachsene und Kinder fahren Fahrrad in einer Fahrradstraße.
Mobilität

Mehr und bessere Rad-Stellplätze entlang der Filstalbahn

Bio-Aktionsplan Baden-Württemberg
Ernährung

Öko-Aktionswochen 2026 eröffnet

Symbolbild: Ein Auto steht neben einem Baustellenschild am Neckartor. (Bild: Sebastian Gollnow / dpa)
Straße

L 600a bei Heidelberg wieder vollständig befahrbar

Zwei Grundschüler stehen an einer Straße vor einer Schule.
Verkehrssicherheit

Landesweite Aktion „Sicherer Schulweg“

Eine Trachtengruppe beim Landesfestumzug der Heimattage 2018 in Waldkirch (Bild: © picture alliance/Achim Keller/dpa).
Kunst und Kultur

Land ehrt zehn Bürgerinnen und Bürger mit Heimatmedaille

Ein Thermometer zeigt fast 36 Grad Celsius an.
Klimaschutz

KLIMA.LÄND.TAGE in Baden-Württemberg

Ein Windrad ist auf der Holzschlägermatte bei Freiburg zu sehen.
Windenergie

Mehr Windenergie im Süden

Heimat

Höhepunkt der Heimattage 2026: Landesfesttage in Oberkirch

Drohnen Wald Aufnahme
Biotechnologie

Mikroorganismen für nach­haltige Produktionsprozesse

Bio-Musterregion Freiburg
Weinbau

Weinbauland Baden-Württemberg stärken

Ein Ausbilder im Garten- und Landschaftsbau (r.) erklärt einem angehenden Gärtner (l.) das Einpflanzen einer Dachbegrünung. (Foto: © dpa)
Landwirtschaft

Staatsschule für Gartenbau bietet attraktive Weiterbildungsplätze

Gewächshaus
Landwirtschaft

Obst- und Gemüsebau im Klimawandel

Luchs_Nero
Forst

Luchskuder Nero im Schwarzwald ausgewildert

Startbildschirm der Warn-App NINA.
Bevölkerungsschutz

Bundesweiter Warntag am 10. September 2026

Ministerin Theresa Schopper spricht auf der Pressekonferenz anlässlich der landesweiten Eröffnung des Tages und der Nacht des offenen Denkmals 2026 in Rottweil.
Denkmalpflege

Nacht und Tag des offenen Denkmals 2026