Berufliche Gymnasien

Schüler präsentieren ihre Arbeiten zu „Stadt – Land – Future“

Schüler von 30 Beruflichen Gymnasien haben gemeinsam Lösungsansätze zur Landwirtschaft der Zukunft entwickelt. Auf dem Landwirtschaftlichen Hauptfest in Stuttgart haben sie ihre Arbeiten präsentiert.

Berechne Lesezeit
  • Teilen
Ein Mähdrescher erntet in Langenenslingen-Andelfingen ein Getreidefeld mit Wintergerste ab. (Bild: picture alliance/Thomas Warnack/dpa)

Mit diesen und vielen weiteren Fragen haben sich rund 30 Berufliche Gymnasien aus Baden-Württemberg im Schuljahr 2025/2026 beim Projekt „Stadt – Land – Future“ des Kultusministeriums und des Ministeriums für Ländlichen Raum, Landwirtschaft und Heimat auseinandergesetzt. Auf dem Landwirtschaftlichen Hauptfest in Stuttgart haben sie am 28. September 2026 ihre Arbeiten präsentiert.

„Die Schülerinnen und Schüler haben uns mit ihrer fachlichen Tiefe, ihrer Kreativität und ihrer Begeisterung beeindruckt“, sagte Kultus-Staatssekretär Andreas Deuschle. „Sie haben gezeigt, dass an den Beruflichen Gymnasien anspruchsvolle Fragen nicht nur theoretisch auf hohem Niveau behandelt, sondern mit konkretem Praxisbezug bearbeitet werden. Daher ist für mich wichtig: Diese Leistungen sollen einen besonderen Rahmen bekommen. Ich freue mich sehr darauf, die jungen Menschen heute zu treffen und ihre Projekte erleben zu dürfen.“

Für das Ministerium für Ländlichen Raum, Landwirtschaft und Heimat betonte Staatssekretärin Sarah Schweizer: „Landwirtschaft, Ernährung und Biodiversität sind zentrale Zukunftsthemen für unser Land. Es ist deshalb von großer Bedeutung, dass junge Menschen sich frühzeitig mit den damit verbundenen Fragen auseinandersetzen. Mit ihren Projektarbeiten haben die Schülerinnen und Schüler gezeigt, dass sie bereit sind, Verantwortung für die Zukunft zu übernehmen.“

Vom Burger bis zum Moor

Das Projekt „Stadt – Land – Future“ greift eine zentrale Zielsetzung des Strategiedialogs Landwirtschaft der Landesregierung auf. Themen wie Landwirtschaft, Biodiversität und Ernährung sollen stärker in Bildungsprozesse integriert werden. Das gemeinsame Projekt beider Ministerien verbindet dabei landwirtschaftliche Fragestellungen mit naturwissenschaftlichen, technischen, wirtschaftlichen und gesellschaftswissenschaftlichen Perspektiven.

Für die teilnehmenden Schulen wurden vier fachlich aufbereitete Themenpakete entwickelt: „Der Burger im Fokus – Genuss, Herkunft und Verantwortung“, „Milch – Weißer Klassiker in aktueller Diskussion“, „Regionale Besonderheiten am Beispiel Apfel, Wein und heimischer Fisch“ sowie „Moor is more – Was das Jahr 2045 mit Biokräutern zu tun hat“.

Beeindruckende Vielfalt der Projekte

Die Schülerinnen und Schüler entwickelten auf dieser Grundlage eigene Untersuchungen und Produkte: Sie führten Experimente und Interviews durch, bauten Modelle, produzierten Filme, entwickelten eine Website oder erstellten ein Magazin.

Wie vielfältig die Ergebnisse sind, wird bei der Feierstunde auf dem Landwirtschaftlichen Hauptfest deutlich. Mehr als 80 Schülerinnen und Schüler aus acht besonders engagierten Projektschulen stellen ihre Arbeiten in Kurzpräsentationen und Filmbeiträgen der Öffentlichkeit vor. „Die Bandbreite der Arbeiten zeigt, was projektorientiertes Lernen leisten kann“, sagt Staatssekretärin Sarah Schweizer. „Gerade ihr Bezug zum Ländlichen Raum macht die Arbeiten so wertvoll.“

Anerkennung für Schülerinnen, Schüler und Schulen

Im Mittelpunkt der Feierstunde steht deshalb die persönliche Würdigung der jungen Menschen. Alle teilnehmenden Schülerinnen und Schüler erhalten eine Urkunde für ihr besonderes Engagement. Zusätzlich werden die acht beteiligten Schulen mit einer eigenen Urkunde ausgezeichnet. „Mit der heutigen Feierstunde wollen wir ein sichtbares Zeichen der Anerkennung setzen“, unterstrich Staatssekretär Andreas Deuschle. „Hinter jedem Projekt stehen viele Stunden Arbeit, Diskussionen und Recherche – und Lehrkräfte, die ihre Schülerinnen und Schüler dabei begleiten und ihnen etwas zutrauen. Dieses Engagement verdient unseren ausdrücklichen Dank.“

Teilnehmende Schulen und ausgewählte Projektumsetzungen

Weitere Meldungen

Skulpturen von Homer (links) und Aristoteles stehen vor dem Haupteingang des Kollegiengebäude I (KG1) der Universität Freiburg während Menschen dazwischen hindurchgehen.
Forschung

Universität Freiburg erhält Exzellenztitel

Wirtschaftsmedaille des Landes Baden-Württemberg für besondere berufliche oder unternehmerische Leistungen, die der baden-württembergischen Wirtschaft dienen.
Auszeichnung

Wirtschaftsmedaille für BeneVit-Gründer Kaspar Pfister

Symbolbild: Eine Studentin liegt bei schönem Wetter auf einer Wiese und liest ein Buch. (Bild: Mohssen Assanimoghaddam / dpa)
Weiterbildung

Zehn Jahre Fachstelle für Grundbildung und Alphabetisierung

Bei der Paneldiskussion „Wie viel Industriepolitik braucht Europa?“ in der Landesvertretung Baden-Württemberg hat sich die Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut (links) mit Anna Cavazzini, Estelle Göger, Freya Lemcke und Daniele Pontarollo ausgetauscht.
Industrie

Bessere Rahmenbedingungen für die Wirtschaft gefordert

Eine Apothekerin verkauft rezeptpflichtige Medikamente.
Wirtschaft

GKV-Reform darf Pharmastandort nicht schwächen

Minister Moritz Oppelt unterzeichnet den Staatsvertrag
Justiz

Mehr Überwachung von Gewalttätern durch elektronische Fußfesseln

Ein Mann hält ein Ringbuch mit Bauplänen, mit dem Zeigefinger deutet er auf ein Baufeld
Flächenmanagement

Land fördert 27 Maßnahmen zur Flächengewinnung durch Innenentwicklung

Wetter in Baden-Württemberg
Kommunen

Zusatzbezeichnung „Mühlendorf“ für Ottenhöfen im Schwarzwald

Logo von Start up BW
Start-up BW

Land bringt Start-up-Ökosystem zusammen

Logo und Schriftzug der „Agentur für Arbeit“ an einem Gebäude.
Arbeitsmarkt

Arbeitsmarkt bleibt unter Druck

von links nach rechts: Thomas Uhl von der Justizvollzugsanstalt Ravensburg, Amtschefin des Ministeriums der Justiz und für Migration Gerda Windey, Kevin Brennecke von der Justizvollzugsanstalt Heimsheim
Justiz

108 neue Vollzugsanwärter

Rückseite eines Fahrkartenautomates.
Schiene

Fahrkartenkauf aus einer Hand

Alaa Abdulhak und Ibrahim Hamada, jugendliche Flüchtlinge aus Syrien, arbeiten in der Metallausbildungswerkstatt bei Siemens in Karlsruhe an einer Drehbank. (Bild: dpa)
Wirtschaft

3,2 Millionen Euro für Ausbildung und Integration

Kinder jonglieren auf der Bühne mit Tellern
Jugend

20 Jahre Jugendbegleiter-Programm

Grafik zum POPLÄND Award
Kunst und Kultur

Gewinner des POPLÄND Awards 2026 stehen fest