Jugend

20 Jahre Jugendbegleiter-Programm

Seit 2006 ermöglicht das Jugendbegleiter-Programm ehrenamtliches Engagement an Schulen, das Kindern und Jugendlichen über den Unterricht hinaus wertvolle Lern- und Lebenserfahrungen bietet.

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Kinder jonglieren auf der Bühne mit Tellern
Kinder jonglieren bei der Jubiläumsfeier des Jugendbegleiter-Programms auf der Bühne mit Tellern.

Ob in der Hausaufgabenbegleitung, bei einer Fahrradwerkstatt oder in der Bienen-AG – mit dem inzwischen fest etablierten Jugendbegleiter-Programm profitieren Kinder und Jugendliche über den Unterricht hinaus von wertvollen Lern- und Lebenserfahrungen. Seit 2006 ermöglicht das Jugendbegleiter-Programm des Landes ehrenamtliches Engagement an Schulen. So können täglich an etwa 1.800 Schulen in Baden-Württemberg wertvolle Bildungs- und Betreuungsangebote umgesetzt werden.

Mehr als 17.000 Jugendbegleiter im Land

„Auf den Erfolg der letzten 20 Jahre können alle Menschen, die sich in diesem Programm engagieren, zu Recht stolz sein“, sagte Kultusminister Andreas Jung anlässlich des Jubiläums. „Mit dem Jugendbegleiter-Programm schaffen wir einen verlässlichen Rahmen, der ehrenamtliches Engagement an unseren Schulen finanziell und organisatorisch möglich macht. Fast jede zweite Schule in Baden-Württemberg macht mit – das zeigt, wie beliebt und etabliert das Programm ist. Und das ist vor allem möglich, weil es inzwischen mehr als 17.000 Jugendbegleiterinnen und Jugendbegleiter gibt, die sich tagtäglich für Kinder und Jugendliche einsetzen, sie unterstützen und fördern und ihnen helfen, ihre Ziele zu erreichen.“

Besonders beliebt ist das Programm bei den Grundschulen. Während im Jahr 2006 etwa 3.800 Zeitstunden pro Woche durch das Jugendbegleiter-Programm realisiert werden konnten, sind es inzwischen über 31.000. Inhaltlich bedient das Programm ein breites Themenspektrum: Den größten Anteil macht die Hausaufgabenbegleitung (30 Prozent) aus, gefolgt von Spieleangeboten (15 Prozent) und Sport-AGs (14 Prozent). Angebote in den Bereichen Literatur/ Sprach- und Leseförderung (13 Prozent), Kunst/Kultur (sieben Prozent), Ernährung (sechs Prozent), Technik und Musik (jeweils vier Prozent) oder auch Natur/Umwelt und Prävention/Gesundheit (jeweils drei Prozent) ergänzen die Bandbreite.

Kompetenzen stärken und Schüler fördern

Das Jugendbegleiter-Programm wird vom Ministerium für Kultus finanziert und gemeinsam mit der Jugendstiftung Baden-Württemberg umgesetzt. Petra Densborn, die Vorstandsvorsitzende der Jugendstiftung betonte: „Das Jugendbegleiter-Programm stärkt die lokalen Bildungspartnerschaften und das Ehrenamt. Das sind Kernanliegen der Jugendstiftung und deshalb freuen wir uns sehr, dieses so wichtige Programm seit 2006 begleiten zu können. Die Jugendstiftung ist in den letzten 20 Jahren mit dem Programm gewachsen. Die aktuellen Herausforderungen an den Schulen zeigen, dass das Jugendbegleiter-Programm die richtige Antwort ist, um Kompetenzen zu stärken und Schülerinnen und Schüler in ihrem Potential zu fördern. Als Jugendstiftung freuen wir uns auf die weitere Zusammenarbeit und sind gespannt auf die künftigen Entwicklungen des Programms.“

Ermöglicht wird das durch das breite ehrenamtliche Engagement durch Einzelpersonen, Vereine und Organisationen, die diese Angebote umsetzen. Über 17.000 Jugendbegleiterinnen und Jugendbegleiter gestalten das Schulleben in Baden-Württemberg aktiv mit und schlagen so eine wichtige Brücke zwischen Schulen und ihrem lokalen Umfeld.

Besonders erfreulich: Insbesondere junge Menschen erfahren durch ihr Engagement, wie wertvoll der Einsatz für andere sein kann. Über 8.600 Jugendliche sind derzeit als Junior-Jugendbegleiterinnen und -begleiter tätig und stärken so nicht nur die Schulgemeinschaft vor Ort, sondern auch ihre persönliche Entwicklung und Kompetenzen wie Teamfähigkeit oder Selbstorganisation. Nicht selten setzt das Jugendbegleiter-Programm hier den Startschuss für weiteres ehrenamtliches Engagement – auch außerhalb der Schule.

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