Wirtschaft

3,2 Millionen Euro für Ausbildung und Integration

Das Land investiert 2027 und 2028 insgesamt 3,2 Millionen Euro im Rahmen des Förderprogramms „Integration durch Ausbildung – Perspektiven für Zugewanderte“.

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Alaa Abdulhak und Ibrahim Hamada, jugendliche Flüchtlinge aus Syrien, arbeiten in der Metallausbildungswerkstatt bei Siemens in Karlsruhe an einer Drehbank. (Bild: dpa)
Symbolbild

Das Ministerium für Wirtschaft, Handwerk und Tourismus verlängert das Förderprogramm „Integration durch Ausbildung – Perspektiven für Zugewanderte“ („Kümmerer-Programm“) für 2027 und 2028. Gefördert werden 36 Vollzeitstellen bei 20 Kammern, Bildungsträgern und Landkreisen mit rund 3,2 Millionen Euro.

Ministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut betont: „Die wirtschaftliche Dynamik und Innovationskraft Baden-Württembergs hängen unmittelbar von einem starken Ausbildungssystem ab. Gerade angesichts des Fachkräftebedarfs setzen wir seit zehn Jahren konsequent auf das Kümmerer-Programm, um vorhandene Potenziale im Land besser auszuschöpfen. Junge Menschen mit Zuwanderungsgeschichte bringen Talente, Motivation und Leistungsbereitschaft mit – genau das braucht unsere Wirtschaft.“

Erfolgreiche und passgenaue Vermittlung von Zugewanderten

Zur Bedeutung des Programms führt Hoffmeister-Kraut aus: „Die berufliche Ausbildung ist das stärkste Fundament für eine dauerhafte wirtschaftliche und gesellschaftliche Integration. Das Kümmerer-Programm hat seit dessen Einführung im Jahr 2016 eindrucksvoll bewiesen, dass es ein entscheidender Hebel für die erfolgreiche und passgenaue Vermittlung der Zugewanderten in die Betriebe ist. Mit der Verlängerung bis 2028 bauen wir auf dieser zehnjährigen Erfolgsgeschichte und der tiefen Verankerung im Land auf. Wir sichern damit wertvolle Expertise, entlasten unsere Betriebe nachhaltig bei der Nachwuchssicherung und eröffnen motivierten Jugendlichen weiterhin eine verlässliche, zukunftssichere Perspektive in unserem Land.

Flankiert durch die Erleichterungen im Fachkräfteeinwanderungsgesetz begleitet das Projekt seit 2025 auch die Anwerbung von Auszubildenden aus Staaten der Europäischen Union (EU) und Drittstatten. Durch die optimalen Bedingungen können insbesondere kleine Betriebe und Branchen, die mit Schwierigkeiten bei der Nachwuchskräfte-Suche konfrontiert sind, profitieren und somit wirtschaftliche Erfolge erzielen. Fast 83 Prozent der seit Beginn des Programms in Ausbildung vermittelten Zugewanderten nahmen eine Ausbildung in kleinen und mittleren Unternehmen mit bis zu 250 Beschäftigten auf. 39 Prozent begannen ihre Ausbildung im Handwerk. „Das ist ein großer Erfolg. Vor allem, weil die Zugewanderten ihre Ausbildung dort beginnen, wo sie besonders gebraucht werden“, hob Hoffmeister-Kraut hervor. Die Teilnehmenden am Kümmerer-Programm ergreifen zudem oft Ausbildungsberufe, die von deutschen Jugendlichen nicht oder nicht mehr so stark nachgefragt werden, etwa Köchin oder Koch sowie Fachlageristin oder -lagerist.“

Das Kümmerer-Programm

Mit dem Kümmerer-Programm fördert das Wirtschaftsministerium seit 2016 flächendeckend im Land sogenannte regionale Kümmerinnen und Kümmerer. Deren Aufgabe ist es, geeignete junge Menschen passgenau in Praktikum, Einstiegsqualifizierung und Ausbildung zu vermitteln. Dafür bieten die Kümmerinnen und Kümmerer ein umfassendes Unterstützungsangebot. Sie helfen den Zugewanderten bei der Berufswahlentscheidung, unterstützen bei der Erstellung von Bewerbungsunterlagen und bei der Vorbereitung auf Vorstellungsgespräche. Gleichzeitig sind sie Ansprechpersonen für die Betriebe und beraten diese beispielsweise zu Unterstützungsangeboten während der Ausbildung.

Seit 2016 wurden durch das Kümmerer-Programm bereits rund 5.100 Zugewanderte in Ausbildung vermittelt.

Geförderte Kümmerer-Projektstellen 2027 und 2028

Gesamte Fördersumme: 3.124.800 Euro

Gesamte Stellenzahl: 36

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