Strategiedialog

Land setzt Strategiedialog mit Automobilindustrie und Verbänden fort

Berechne Lesezeit
  • Teilen
Ein Smart Electric Drive erhält im Produktionswerk den letzten Schliff (Bild: © Daimler AG).

Beim „Strategiedialog Automobilwirtschaft“ sollen Vertreterinnen und Vertreter von Autoindustrie, Zulieferfirmen, Verbänden, Kommunen und Forschungsinstituten die Transformation der Automobilwirtschaft gemeinsam gestalten. In Stuttgart fand ein Arbeitstreffen im Themenfeld „Verkehrslösungen und Elektromobilität“ statt.

Das Land setzt den im Mai unter Leitung von Ministerpräsident Winfried Kretschmann begonnenen Strategiedialog mit der Automobilwirtschaft fort. Am Montag kamen dazu Vertreterinnen und Vertreter von Autoindustrie, Zulieferfirmen, Verbänden, Kommunen und Forschungsinstituten in Stuttgart zu einem Arbeitstreffen im Themenfeld „Verkehrslösungen und Elektromobilität“ zusammen. Dabei standen der Klimaschutz und die Transformation der Mobilität im Mittelpunkt.

Verkehrsminister Winfried Hermann sagte: „Diese Diskussion ist ein wichtiger Beitrag zur Verständigung über die Zukunft der Mobilität in Baden-Württemberg. Wir wollen, dass Baden-Württemberg hier gegenüber der EU an einem Strang zieht. Die Klimaschutzziele einer deutlichen Verringerung des CO2-Ausstoßes sind gesetzt. Alle vorliegenden Studien zeigen, dass wir erhebliche Anstrengungen unternehmen müssen, wenn wir diese Ziele erreichen wollen.“

Verkehr muss seinen Beitrag zum Klimaschutz leisten

Nicht nur wegen der Klimaschutzkonferenz und der bindenden Klimaschutzziele von Paris, sei das Thema eine drängende Herausforderung. Ohne den Verkehrssektor könnten die Klimaschutzziele nicht erreicht werden. Doch wie kann man die aktuell stattfindende Transformation im Mobilitätssektor sinnvoll begleiten? Was sind wirkungsvolle Maßnahmen auf dem Weg zum Klimaschutz? Darüber diskutierten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Wirtschaft, Industrie, Verbänden, Verwaltung und Politik.

Der Minister betonte: „Ein Dialog findet bereits auf verschiedenen Ebenen statt und wir freuen uns, nun mit Ihnen nächste Schritte auch bei der Umsetzung von wirkungsvollen Instrumenten und breitenwirksamen Maßnahmen anstoßen zu können, damit die Transformation hin zu einer nachhaltigen Mobilität gelingen kann.“

Der Fokus im Themenfeld Verkehrslösungen liegt im ersten Jahr auf zwei zentralen Fragen:

  • Welche Instrumente erreichen einen wirkungsvollen Klimaschutz im Verkehr?
  • Welche Mobilität wollen wir erreichen und gestalten?

Dabei geht es unter anderem um die klimaschützende Ausgestaltung der Flottengrenzwerte, verschiedene Mobilitätsformen sowie dafür geeignete Energieträger.

Abschließend wurden drei Arbeitsgruppen zu den Themenfeldern „Wirkungsvolle Klimaschutzmaßnahmen“, „Nachhaltige Mobilitätsszenarien“ und „Vom Modellprojekt zum Musterland“ gegründet.

Der Strategiedialog

Der am 19. Mai 2017 gestartete strategische Dialog der Landesregierung mit allen relevanten Akteuren bildet das Dach des „Strategiedialogs Automobilwirtschaft BW“. Dabei kommen Vertreterinnen und Vertreter des Ministerrats, der Leitungsebenen in Unternehmen sowie aus Wissenschaft und Zivilgesellschaft zusammen.

Der Strategiedialog Automobilwirtschaft wird auf Arbeitsebene in sechs strategischen Themenfeldern organisiert.

  • Themenfeld 1: Forschung und Entwicklung, Produktion und Zulieferer
  • Themenfeld 2: Vertrieb und Aftersales
  • Themenfeld 3: Energiepolitische Fragen des Transformationsprozesses
  • Themenfeld 4: Digitalisierung
  • Themenfeld 5: Verkehrslösungen und Elektromobilität (Verantwortlich: Verkehrsministerium und Bosch)
  • Themenfeld 6: Forschungs- und Innovationsumfeld

Jeweils ein Fachministerium und ein Unternehmen übernehmen gemeinsam die Federführung für ein Themenfeld. Der Dialogprozess ist auf mindestens sieben Jahre angelegt. Im Jahr 2020 soll eine Zwischenbilanzkonferenz stattfinden. Innerhalb der Landesregierung wird zur politischen Koordinierung zudem ein Lenkungskreis der Amtschefs gebildet. Der Lenkungskreis kommt drei Mal im Jahr zusammen, um sich über die Arbeit in den verschiedenen Themenfeldern berichten zu lassen.

Weitere Meldungen

Wirtschaftsministerkonferenz 2026
Wirtschaft

Impulse für mehr Wettbewerbsfähigkeit

Ein Mitarbeiter einer Straßenschilderfirma befestigt in Freiburg ein Verkehrsschild, das auf eine Umweltzone in der Innenstadt hinweist (Bild: dpa).
Digitalisierung

Baden-Württemberg startet digitales Verkehrszeichenkataster

Logo und Schriftzug der „Agentur für Arbeit“ an einem Gebäude.
Arbeitsmarkt

Arbeitslosigkeit bleibt trotz leichtem Rückgang auf höherem Niveau

Logo der Wirtschaftsministerkonferenz der Länder
Wirtschaftsministerkonferenz

Wirtschaftsminister der Länder tagen in Konstanz

Logo von Start up BW
Start-up BW

energieleser im Landesfinale des „Start-up BW Elevator Pitch“

Bescheidübergabe Digitalisierungszentrum Ulm | Alb-Donau | Biberach | Neu-Ulm
Wirtschaft

Digitalisierungszentrum mit rund 500.000 Euro gefördert

A 6 über das Kochertal. Quelle: Regionalverband Heilbronn-Franken
Mobilitätspakt

Verkehrsmanagement in der Region Heilbronn-Neckarsulm

Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut (Mitte) mit dem Gewinnerteam „Cover Curtains“ des „Start-up BW Young Talents 2026“-Wettbewerbs.
Start-up BW

Schülerteam „Cover Curtains“ gewinnt „Start-up BW Young Talents“

Firma WMB Ventilatoren GmbH in Obersontheim
Ländlicher Raum

Vier Millionen Euro für innovative Unternehmen

Eine Hand hält einen in augmented Reality illustrierten Kopf.
Wirtschaft

500.000 Euro für Digital Hub Region Stuttgart

Etwa ein Dutzend Besucher der Futorumundo vor Werbefahnen der Veranstaltung.
Futuromundo

Land treibt interdisziplinäre Innovationen voran

Logo des Wirtschaftsgipfels BW-EU
Wirtschaft

„Wirtschaftsgipfel BW-EU on Tour“ in Stuttgart

Eine Straße führt unter einer Brücke durch
Stadtentwicklung

Grundstein für lebenswerte Ortsmitte in Eislingen gelegt

Menschen gehen auf einem Uferweg am Bodensee spazieren.
Tourismus

Tourismusinfrastruktur­programm 2027 startet

Umweltministerin Thekla Walker (8. von links) gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern der Unternehmen, die dem Klimabündnis BW neu beigetreten sind.
Klimaschutz

Klimabündnis BW wächst auf 73 Unternehmen