Polizei

Kooperation mit Polizeirabbinern wird fortgesetzt

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Gruppenbild zur Fortsetzung der Kooperation mit Polizeirabbinern
Hintere Reihe: Vorstandsmitglied der Israelitischen Religionsgemeinschaft (IRG) Baden, Dr. Robert Fritsch, Ministerialdirektor Reiner Moser, Polizeirabbiner Shneur Trebnik und Polizeirabbiner Moshe Flomenmann; Vordere Reihe: Vorsitzender IRG Baden, Rami Suliman, Innenminister Thomas Strobl und Vorstandssprecherin der IRG Württemberg, Prof. Barbara Traub

Vor zwei Jahren wurden die bundesweit ersten Polizeirabbiner in Baden-Württemberg in ihr Amt eingeführt. Nun wird die erfolgreiche Kooperation zwischen dem Land und der Israelitischen Religionsgemeinschaften Baden und Württemberg fortgesetzt.

Vor zwei Jahren haben wir ein klares und unmissverständliches Signal gesetzt: Gemeinsam gegen Hass und Hetze! Hier gehen wir voran, hier haben wir eine klare Haltung. Deshalb haben wir zwei Polizeirabbiner, Moshe Flomenmann und Shneur Trebnik, berufen. Damit waren wir bundesweit Vorreiter und haben in kurzer Zeit Großes bewirkt. Unsere Polizeirabbiner sind Teil des Netzwerks der Polizei im Kampf gegen Antisemitismus geworden. Sie haben ganz erheblich zu einem besseren Verständnis der jüdischen Kultur beigetragen und das gegenseitige Vertrauen gefestigt“, so der stellvertretende Ministerpräsident und Innenminister Thomas Strobl bei der Unterzeichnung der Fortsetzungsvereinbarung am 21. Dezember 2022 in Stuttgart.

Als Innenminister Thomas Strobl für die Polizei Baden-Württemberg im Jahr 2020 eine Vereinbarung über den Einsatz von Polizeirabbinern in der polizeilichen Aus- und Fortbildung schloss, war das bundesweit ein Novum. Nach nunmehr zwei Jahren der Zusammenarbeit sind sich die beteiligten Partner, das Ministerium des Inneren, für Digitalisierung und Kommunen sowie die Israelitischen Religionsgemeinschaften Baden und Württemberg einig: Die Kooperation ist eine Erfolgsgeschichte und die Zusammenarbeit wird fortgesetzt. 

Andere Länder ziehen nach

Rami Suliman, der Vorsitzende der Israelitischen Religionsgemeinschaft Baden, berichtet: „Unsere Polizeirabbiner sind von dem Interesse, auf das sie bei Polizistinnen und Polizisten und Polizeianwärterinnen und Polizeianwärtern stoßen, sehr angetan. Wir freuen uns, dass unsere gemeinsame Idee innerhalb der Polizei so gut aufgenommen wurde und bereits Früchte trägt. Wir setzen unsere erfolgreiche partnerschaftliche Zusammenarbeit fort und stellen erfreut fest, dass andere Länder bereits nachziehen und ebenfalls Landespolizeirabbiner berufen.“

Vielfalt als Stärke

Auch Frau Professorin Barbara Traub, Vorstandssprecherin der Israelitischen Religionsgemeinschaft Württembergs, bewertet die bisherige Zusammenarbeit durchgängig positiv: „Es freut uns, dass das Land Baden-Württemberg als erstes Land die Initiative zur Einführung von Polizeirabbinern ergriffen hat. Wir haben bislang ausschließlich positive Rückmeldungen erhalten und sind auch als jüdische Gemeinde stolz darauf, mit Polizeirabbinern die wichtige Arbeit der Polizeibeamtinnen und Polizeibeamten unmittelbar unterstützen zu können. Für uns als jüdische Bürgerinnen und Bürger ist dies Ausdruck davon, wirklich in der Mitte unserer Gesellschaft angekommen zu sein und zugleich ein starkes Zeichen dafür, wie in Baden-Württemberg Vielfalt als eine Stärke wahrgenommen und gefördert wird.“

„Unser Kurs und unser Kompass sind klar: Wir bekämpfen Antisemitismus, Extremismus und Intoleranz mit aller Konsequenz. Der Weg, den wir eingeschlagen haben, ist richtig – freilich liegt noch viel Arbeit vor uns. Dabei gilt: Nicht nur die Polizei, sondern die gesamte Gesellschaft muss sich extremistischen Tendenzen entschlossen entgegenstellen. Es fängt beim Wegschauen, beim Weghören, beim Verharmlosen an – das sind die bösen Vorboten und der vergiftete Nährboden eines vergifteten gesellschaftlichen Klimas. Jede und jeder von uns hat hier einen klaren Auftrag! Die Demokratie ist keine Selbstverständlichkeit – sie muss täglich erarbeitet und verteidigt werden“, stellte Innenminister Thomas Strobl nochmals klar. 

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