Digitalisierung

Green Factory an der Gewerblichen Schule Göppingen eingeweiht

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Auszubildende in einer Berufsschule (Foto: © dpa)

An der Gewerblichen Schule Göppingen wurde eine „Green Factory“ eingeweiht. Darin werden Weiterbildungslehrgänge für digitales Energiemanagement angeboten. Es ist ein Pilotprojekt, das intelligente Lösungen für Energieeffizienz und Gebäudetechnik greifbar macht.

Der Amtschef im Wirtschaftsministerium, Ministerialdirektor Michael Kleiner, hat offiziell die an der Gewerblichen Schule Göppingen eingerichtete „Green Factory – Labor für Energie- und Gebäudetechnik“ eingeweiht. In der neuen Green Factory werden Auszubildende und Teilnehmende an Weiterbildungslehrgängen fit für ein digitales Energiemanagement gemacht. „Industrie und Handwerk befinden sich durch die Digitalisierung in einem grundlegenden Transformationsprozess. Damit unser Fachkräftenachwuchs und unsere Beschäftigten am Puls der Zeit bleiben und nicht von dieser Entwicklung abgehängt werden, muss sich der Wandel in der Arbeitswelt auch in Aus- und Weiterbildung niederschlagen“, sagte Kleiner bei der Zeremonie.

Projekt für intelligente Lösungen zu Energieeffizienz und Gebäudetechnik

Mit der Green Factory hat die Gewerbeschule Göppingen, die bereits bei den Lernfabriken 4.0 Vorreiter war, ein neues Modellprojekt für intelligente Lösungen zu Energieeffizienz und Gebäudetechnik geschaffen. Das Wirtschaftsministerium fördert die „Green Factory“ in Göppingen mit rund 264.000 Euro und trägt damit dazu bei, dass die Digitalisierungsstrategie der Landesregierung auch in der beruflichen Bildung greift.

„Die Digitalisierung wird die industrielle Produktion grundlegend ändern, und sie erschließt auch große Potenziale zur Senkung des Energie- und Ressourcenverbrauches“, so Kleiner. Insbesondere kleine und mittlere Unternehmen benötigten bei der Qualifizierung ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und des Fachkräftenachwuchses Unterstützung. „In der Green Factory lernen die Schülerinnen und Schüler an Anlagen auf der Basis aktueller Industriestandards. Es freut mich sehr, dass die berufliche Schule Göppingen mit dieser Erweiterung der bestehenden Lernfabrik 4.0 nun den Fokus auf Themen wie Energieeffizienz und Energierückgewinnung richtet, und sie damit auch handwerkliche Berufe anspricht“, betonte der Ministerialdirektor.

Hochinnovative Technologien

Die Green Factory ist mit hochinnovativen Technologien ausgestattet, die bald an vielen Stellen in der Produktion und der Gebäudetechnik zu finden sein werden. So sind in dem Labor ein Hochregallager mit Energierückgewinnung, mobile Roboter und eine Cloud-Anbindung integriert. Ein „Energy Cube“ für das Energiemanagement größerer Photovoltaik- und Windkraft-Anlagen und eine Brennstoffzelle behandeln speziell erneuerbare Energieformen. Die Green Factory wird in verschiedenen Bildungsgängen der Gewerblichen Schule eingebunden werden.

Weitere Informationen

Neben dem Wirtschaftsministerium bringen der Landkreis als Schulträger, das Berufliche Fort- und Weiterbildungszentrum e.V., Unternehmen und Wirtschaftsorganisationen Finanzierungsbeiträge ein. Das Projekt in Göppingen ist eines von sechzehn Lernfabrik-Konzepten, die nach einer Ausschreibung des damaligen Ministeriums für Finanzen und Wirtschaft im Jahr 2015 für eine finanzielle Förderung ausgewählt wurden. Das Wirtschaftsministerium fördert die über nahezu alle Regionen des Landes verteilten Lernfabriken mit 6,8 Mio. Euro.

Wirtschaftsministerium: Lernfabriken 4.0 in Baden-Württemberg

Gewerbliche Schule Göppingen

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