Ressourceneffizienz

Fünf Jahre Förderprogramm zur Ressourceneffizienz

Berechne Lesezeit
  • Teilen
Der Innenraum eines Konzeptfahrzeugs, das in besonderer Leichtbauweise gebaut ist (Symbolbild) (Bild: © dpa).

Seit fünf Jahren fördern das Land und die L-Bank Investitionen zum effizienten Energie- und Materialeinsatz in mittelständischen Unternehmen. Insgesamt hat das Programm bisher Investitionen in Effizienzmaßnahmen von über 4,3 Milliarden Euro angestoßen. Im vergangen Jahr ist das Kreditvolumen um über ein Drittel gestiegen.

Seit dem Jahr 2012 fördern das Umweltministerium und die L-Bank Investitionen von mittelständischen Unternehmen zum effizienteren Energie- und Materialeinsatz. Mit den günstigen Darlehen finanzieren Unternehmen zum Beispiel in neue und sparsamere Maschinen, sie optimieren damit ihre Produktionsprozesse hinsichtlich des Einsatzes von Ressourcen oder sanieren ihre Betriebsgebäude so, dass diese weniger Energie zum Heizen oder zur Kühlung verbrauchen. Auch Investitionen in emissionsarme gewerblich genutzte Fahrzeuge, in eine verbesserte Abwasserreinigung sowie zur Verringerung von Luftverschmutzung oder Geruchsemissionen unterstützt das Programm.

Der Vorsitzende des Vorstands der L-Bank, Dr. Axel Nawrath, erklärte zur Fünf-Jahres-Bilanz des Förderprogramms: „Bis Ende 2016 haben kleine und mittlere Unternehmen über 4.200 vergünstigte Darlehen in Höhe von insgesamt knapp 2,9 Milliarden Euro in Anspruch genommen. Hiermit wurden Investitionen in Effizienzmaßnahmen von über 4,3 Milliarden Euro angestoßen und CO2-Emissionen von geschätzt knapp 130.000 Tonnen im Jahr eingespart.“

Verbrauch von Energie und Rohstoffen optimieren

Umwelt- und Energieminister Franz Untersteller wies auf das stetig zunehmende Interesse der mittelständischen Betriebe in Baden-Württemberg an dem Förderprogramm hin: „Das Kreditvolumen ist von knapp 500 Millionen Euro im Jahr 2015 auf über 670 Millionen Euro in 2016 angewachsen. Die starke Zunahme um rund 35 Prozent unterstreicht, dass immer mehr Firmen ihren Verbrauch von Energie und Rohstoffen optimieren wollen. Das ist gut für die Wirtschaft in Baden-Württemberg, weil die Unternehmen damit dauerhaft Energie- und Materialkosten einsparen und so ihre Wettbewerbschancen verbessern, und es ist gut für unsere Umwelt und das Klima.“ Das Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft werde das Programm daher auch weiterhin finanziell unterstützen und zunächst in diesem Jahr 2,5 Millionen Euro hierfür zur Verfügung stellen.

Wirtschafts- und Arbeitsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut betonte die wichtige Rolle der L-Bank als starker Partner für die heimische Wirtschaft: „Die Landesregierung hat sich zum Ziel gesetzt, Baden-Württemberg zum weltweiten Technologieführer bei intelligenten, ressourcensparenden Technologien zu machen. Gerade kleine und mittlere Unternehmen profitieren daher besonders von einem starken und verlässlichen Ansprechpartner, um leichter wichtige Investitionen beim Zukunftsthema Energie- und Materialeffizienz anstoßen zu können. Das verschafft ihnen nachhaltige Wettbewerbsvorteile. Die ausgelösten Investitionen tragen aber auch entscheidend dazu bei, hochwertige Industriearbeitsplätze im Land zu sichern und damit den Standort zu stärken.“

Die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten des Ressourceneffizienzprogramms und das damit verbundene Innovationspotenzial werden an konkreten Förderfällen besonders deutlich. Beispielhaft hierzu die Finanzierung der race result AG.

L-Bank: Aktuelle Eckdaten zum Förderprogramm

Weitere Meldungen

Das Thermostat einer Heizung.
Energie

Energieberatung für einkommens­schwache Haushalte verlängert

Logo des Dr.-Rudolf-Eberle-Preises: Der Stauferlöwe in einem gelben Kreis steht vor dem Schriftzug „INNOVATION BW – Innovationspreis Baden-Württemberg – Dr.-Rudolf-Eberle-Preis“ auf weißem Hintergrund
Innovation

Ausschreibung für den Innovationspreis 2026 gestartet

Kabinettssitzung in der Villa Reitzenstein in Stuttgart
Landesregierung

Bericht aus dem Kabinett vom 20. Januar 2026

Ein Mitarbeiter einer Biogasanlage von Naturenergie Glemstal befüllt die Anlage mit Biomasse.
Bioökonomie

Grand Est und Land mobilisieren für Zukunft der Bioökonomie

von links nach rechts: Abteilungsleiter „Landwirtschaft" Dr. Konrad Rühl, Ministerialdirektorin Isabel Kling, Minister Peter Hauk und Abteilungsleiterin „Markt und Ernährung“ Petra Mock
Landwirtschaft

Spitzengespräch zu Erzeugerpreisen

Ein Logo des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT).
Forschung

Baden-Württemberg tritt Allianz zur Fusionsforschung bei

Freiflächen-Photovoltaik-Anlage im Solarpark Kuchen
Erneuerbare Energien

Photovoltaik-Boom setzt sich auch 2025 fort

Ein Prüfstandshandwerker begutachtet am Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt ein Raketen-Triebwerk
Wirtschaftsnahe Forschung

9,7 Millionen Euro für Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt

Logo und Schriftzug der „Agentur für Arbeit“ an einem Gebäude.
Arbeitsmarkt

Zum Jahreswechsel keine Entspannung am Arbeitsmarkt

Wort-Bild-Logo der Kampagne Start-up BW. (Bild: Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus Baden-Württemberg)
Start-up BW

Innovationsgutschein „Mittelstand trifft Start-ups“ startet

Geldscheine mit dem Wert von 100 und 50 Euro und Münzen liegen auf einem Tisch.
Wirtschaft

Austausch mit Vertretern der Kreditwirtschaft und der L-Bank

Ein Mitarbeiter des Fraunhofer Instituts, führt bei der Eröffnung des neuen "Future Work Lab" des Fraunhofer Instituts in Stuttgart einen Roboterarm. (Foto: dpa)
Wirtschaftsnahe Forschung

38,1 Millionen Euro für die Fraunhofer-Gesellschaft

Rauch steigt aus einem Schornstein in einen wolkenlosen sonnigen Himmel auf. (Foto: © dpa)
Klimaschutz

Engmaschig überwachter Testbetrieb mit Solvay vereinbart

Hinter einem Hinweisschild „Kernkraftwerk“ erheben sich die Kühltürme des Kernkraftwerks Philippsburg. (Foto: © dpa)
Meldepflichtiges Ereignis

Meldepflichtiges Ereignis im Kernkraftwerk Philippsburg, Block 2

Eine Forscherin arbeitet im AI Research Buildung der Universität Tübingen, das zum „Cyber Valley“ gehört, an einem Code.
Wirtschaft

Mit Künstlicher Intelligenz gegen Fachkräftemangel