Wilhelma

Finanzministerin übernimmt Patenschaft für Faultier „Espa“

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Finanzministerin Edith Sitzmann mit Faultier Espa in der Wilhelma

Finanzministerin Edith Sitzmann hat die Patenschaft für ein Faultier „Espa“ in der Wilhelma übernommen. Das Jungtier wurde Ende April geboren und ist der erste Nachwuchs der beiden Zweifinger-Faultiere Edeka und Flash.

Sie sind Spezialisten für effizientes Haushalten mit den Kräften und Ressourcen, die sie zur Verfügung haben: Faultiere. „Faultiere sind sparsam, nicht faul - wie manche meinen“, sagt Finanzministerin Edith Sitzmann. „Sie sparen jede Menge Energie.“ Die Ministerin hat die Patenschaft für ein Faultier-Junges in der Wilhelma übernommen. Die stellvertretende Wilhelma-Direktorin Dr. Marianne Holtkötter überreichte der Finanzministerin die Patenurkunde.

Das Jungtier wurde Ende April geboren, es ist der erste Nachwuchs der beiden Zweifinger-Faultiere Edeka und Flash. „Espa“ ist der Name des Jungtiers, eine Kurzform für Energiesparerin oder Energiesparer. Das Geschlecht des Tieres ist noch nicht bekannt, es kann erst durch eine Genuntersuchung einer Haarprobe festgestellt werden.

„Man kennt Faultiere vor allem, wie sie fast den ganzen Tag hängend oder liegend auf Bäumen verbringen -  ob sie wach sind, fressen oder schlafen. Diese Baumbewohner leben sozusagen ein Gegenmodell zu unserer hektischen Welt. Und so entsteht auch der Eindruck, dass sie faul seien“, stellt Sitzmann fest. „Das sind sie aber nicht. Sie sind effizient und sparsam. Spartiere wäre ein passenderer Name für sie.“

Aufgrund ihrer kalorienarmen Pflanzenkost und des langsamen Stoffwechsels müssen Faultiere mit ihren Kräften haushalten. „Sie fressen vor allem Laub, das lange im Magen verdaut wird“, sagt Wilhelma-Kuratorin Holtkötter. „Daher sind die Tiere sehr gemächlich unterwegs und ruhen bis zu 15 Stunden am Tag.“

Die Finanzministerin dankt allen Patinnen und Paten von Tieren der Wilhelma: „Eine Patenschaft schafft eine besondere Bindung zum Patentier. Zugleich ist sie eine sinnvolle Möglichkeit, die Wilhelma zu unterstützen.“ Die Patenschaftsgelder ermöglichen die Erweiterung und Verbesserung der Anlagen der Wilhelma, darunter beispielsweise die neue Felsenlandschaft für die Schneeleoparden. Im vergangenen Jahr konnten dank der fast 500 Patinnen und Paten rund 100.000 Euro gesammelt werden.

Auch Wilhelma-Direktor Dr. Thomas Kölpin schätzt dieses Engagement: „Jede Spende trägt dazu bei, die einmalige Tier- und Pflanzenwelt der Wilhelma zu erhalten und rückt seltene und bedrohte Arten stärker in den Mittelpunkt. Dass Ministerin Sitzmann ebenfalls Patin wird, freut uns natürlich besonders. Es wäre toll, wenn dadurch noch mehr Menschen auf unsere Arbeit für den Artenschutz aufmerksam werden und sich ebenfalls engagieren.“

Die Faultierfamilie mit den Eltern Edeka und Flash sowie dem Jungtier Espa teilt sich das Gehege im Amazonienhaus mit den Goldkopflöwenäffchen, den Weißkopfsakis und einigen Schildkröten. Zweifinger-Faultiere stammen aus dem nördlichen Amazonasgebiet, wo sie sich hängend durch die Baumkronen der tropischen Regenwälder bewegen. Das Bauchfell der Tiere ist gescheitelt, so dass das Regenwasser gut abfließen kann. Den Schutz der Bäume verlassen Faultiere nur, wenn es zwingend erforderlich ist - zum Beispiel bei einem notwendigen Baumwechsel. Auch wenn sich die Tiere in freier Wildbahn vor allem von Blättern, Knospen und Früchten ernähren, bekommen sie in der Wilhelma auch ausgefallenere Leckereien. Bei Edeka und Flash stehen Möhren besonders hoch im Kurs.

Die Wilhelma ist ein beliebtes Ausflugsziel und überregional bekannt. Die Besucherzahl lag im Jahr 2018 bei annähernd 1,7 Millionen.

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