Forst

Ausstellung „Wälder mit Charakter“ eröffnet

Berechne Lesezeit
  • Teilen

Anlässlich der Eröffnung der Ausstellung „Wälder mit Charakter“ im Haus des Waldes würdigte Staatssekretärin Friedlinde Gurr-Hirsch den Wald als wesentlichen Wirtschaftsfaktor im Ländlichen Raum. Im Rahmen der Eröffnung wurde der Bildband „Wälder in Baden-Württemberg“ vorgestellt.

„Der Wald ist ein wesentlicher Wirtschaftsfaktor im Ländlichen Raum. Die zunehmende Inanspruchnahme für Freizeit, Erholung, Gesundheit und Naturschutz zeigt, wie wichtig ein fairer Ausgleich zwischen den Interessen der Waldbesitzer und der Gesellschaft ist“, sagte die Staatssekretärin für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Friedlinde Gurr-Hirsch anlässlich der Eröffnung der Ausstellung „Wälder mit Charakter“ im Haus des Waldes. Im Rahmen der Eröffnung, die noch bis 3. Juni im Haus des Waldes zu sehen ist, wurde der Bildband „Wälder in Baden-Württemberg“ zusammen mit der Waldfotografin Ulrike Klumpp vorgestellt.  „Waldwirtschaft und Waldnaturschutz schließen sich nicht aus, sondern finden selbstverständlich auf derselben Waldfläche statt. Dass diese Bereiche erfolgreich zusammenwirken, einen Mehrwert für Waldfunktionen bedeuten und wunderschöne Wald-Typen hervorbringen, die unsere Heimat prägen, stellt der Landesbetrieb ForstBW in seinem neuen Bildband unter Beweis“, betonte Gurr-Hirsch.

„In Baden-Württemberg erholen sich täglich mehr als zwei Millionen Menschen im Wald. Dabei stellt unsere Gesellschaft hohe Ansprüche an ihn. Er bietet Raum für individuelle Erholung, ist Arbeitsplatz in der Region und ein wichtiger Lebensraum für Pflanzen und Tiere. Wald ist zudem unverzichtbar als Luft- und Wasserfilter und bedeutend für das regionale Klima“, erklärte die Staatssekretärin. Gleichzeitig versuche die Forstwirtschaft, die vielen Ansprüche aus Umwelt und Gesellschaft auszubalancieren. „Der Wald in Baden-Württemberg prägt mit einem Anteil von fast 40 Prozent unsere Landschaft. Das Land hat bundesweit den höchsten Anteil naturnah aufgebauter Wälder. Über 70 Prozent sind Mischwälder. Sie sind eine gute Grundlage für die Herausforderungen, die der Klimawandel an den Wald stellt. Naturnah gemischte und gepflegte Mischwälder reagieren widerstandsfähiger gegenüber klimatischen und anderen Veränderungen“, sagte Gurr-Hirsch. Damit Baden-Württemberg zukunftsfähig bleibe, spiele der nachwachsende Rohstoff Holz und die Wohlfahrtswirkungen des Waldes wie Boden-, Wasser- oder Lärmschutz eine entscheidende Rolle.

Für die Landesregierung von Baden-Württemberg sei die Forstwirtschaft einer der wesentlichen Wirtschaftsfaktoren im Ländlichen Raum. ForstBW bewirtschafte den Wald des Landes vorbildlich. Die Balance ökonomischer, ökologischer und sozialer Belange spiele dabei eine zentrale Rolle neben dem Ziel, alle Waldfunktionen dauerhaft für heutige und künftige Generationen zu gewährleisten. „ForstBW bewirtschaftet den Wald nachhaltig. Dafür stehen beispielhaft die zertifizierte Waldbewirtschaftung nach PEFC- und FSC®- Standard oder die Gesamtkonzeption Waldnaturschutz. Der vorliegende Bildband zeigt, dass naturnah bewirtschafteter Wald fasziniert und dass die Produktion des begehrten und nachwachsenden Rohstoffes Holz mit hohen ökologischen Wertigkeiten zusammen gehen kann“, betonte die Staatsekretärin.

Weitere Informationen

Bildband „Wälder in Baden-Württemberg“: Die Fotografin Ulrike Klumpp machte sich auf den Weg, um die sieben Wuchsgebiete Baden-Württembergs zu besuchen. Begleitet von Gabriele Wicht-Lückge, Waldbauchefin von ForstBW, ging es vom Schwarzwald über das Oberrheinische Tiefland in den Odenwald, das Neckarland, zur Baar-Wutach, auf die Schwäbische Alb bis in das Südwestdeutsche Alpenvorland. Bei ihrer Reise trafen sie auf ganz unterschiedliche Waldtypen mit Charme und Charakter. Ulrike Klumpp portraitierte sie in über hundert einzigartigen Bildmotiven. Sie machen Lust, den Wald im Land neu zu entdecken. Sie zeigen, wie schön der Wald im Ländle ist – bewirtschaftet im Einklang mit der Natur. Gabriele Wicht-Lückge gibt einen Einblick in die Wesensmerkmale der Waldtypen und charakterisiert sie für die jeweilige Region. Sie beschreibt, wie Klimawandel und gesellschaftliche Ansprüche die Forstleute herausfordern.

Der Bildband ist unter anderem im Silberburg-Verlag erscheinen mit der ISBN 978-3-8425-2038-7.

Die buchbegleitende Ausstellung „Wälder mit Charakter“ ist bis 3. Juni im Haus des Waldes zu sehen.

ForstBW

ForstBW: Schriftreihe

Weitere Meldungen

Das beschauliche Dorf Hiltensweiler, ein Teilort von Tettnang, wird von der Abendsonne angestrahlt. Im Hintergrund sind der Bodensee und die Alpen zu sehen.
Ländlicher Raum

Entwicklungsprogramm Länd­licher Raum 2027 ausgeschrieben

Ein älteres Paar wandert bei Sonnenschein auf einem Feldweg bei Fellbach zwischen zwei Rapsfeldern hindurch. (Bild: Christoph Schmidt / dpa)
Flurneuordnung

Bescheidübergaben in drei Flurneuordnungsverfahren

Fluggäste laufen mit ihren Koffern durch ein Flughafenterminal.
Tierseuchen

Keine tierischen Lebensmittel im Reisegepäck

Tags des Wochenmarkts
Ernährung

Kampagne stärkt Bewusstsein für Qualitätsprogramme

Ministerin für den Ländlichen Raum, Marion Gentges MdL
Verwaltung

Amtsübergabe im Ministerium Ländlicher Raum

Ein Mädchen watet durch die überschwemmte Innenstadt von Veringenstadt.
Gesellschaft

Menschen besser auf Krisen vorbereiten

Biosphärengebiet Schwäbische Alb - Blick von Teck
Naturschutz

Erfolgsmodell Biosphärengebiet Schwäbische Alb wächst

Weinreben im Frühling
Flurneuordnung

Land stärkt Weinbau in Brackenheim-Haberschlacht

Landschaft von oben im Neckar-Odenwald-Kreis
Ländlicher Raum

Flurneuordnung Schefflenz-Oberschefflenz (Nord) fortgesetzt

Symbolbild einer Kirche
Ländlicher Raum

Kirchliche Räume als Orte der Zukunft

Eingangspavillon Wilhelma Stuttgart
Vermögen und Bau

Eröffnung des restaurierten Eingangspavillons in der Wilhelma

Maimarkt Mannheim 2026
Landwirtschaft

Mannheimer Maimarkt 2026 eröffnet

Zitterpappel
Forst

Zitterpappel bereichert Wald und Bioökonomie

Streuobstwiese
Streuobst

20. landesweiter Streuobsttag in Hohenheim

Jugendliche halten ein Banner mit der Aufschrift «Ehrenamt» in den Händen.
Ländlicher Raum

Jugendliche fürs Ehrenamt begeistern