Öffentlicher Dienst

Wanderausstellung „Vergiss nie, hier arbeitet ein Mensch“ in Stuttgart eröffnet

Bis zum 23. Oktober 2025 ist die Wanderausstellung „Vergiss nie, hier arbeitet ein Mensch“ im Innenministerium zu sehen. Anhand von 32 Motiven zeigt die Ausstellung Erfahrungsberichte von Beschäftigten im öffentlichen Dienst zu Gewaltangriffen.

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von links nach rechts: Vorsitzender des DGB Bezirks Baden-Württemberg, Kai Burmeister; stellvertretende Vorsitzende des DGB Bezirks Baden-Württemberg, Maren Diebel-Ebers und Innenminister Thomas Strobl
von links nach rechts: Vorsitzender des DGB Bezirks Baden-Württemberg, Kai Burmeister; stellvertretende Vorsitzende des DGB Bezirks Baden-Württemberg, Maren Diebel-Ebers und Innenminister Thomas Strobl

Die Wanderausstellung „Vergiss nie, hier arbeitet ein Mensch“ des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) macht die zunehmende Gewalt gegen Beschäftigte im öffentlichen Dienst sichtbar. Bis zum 23. Oktober 2025 ist sie im Atrium des Innenministeriums Baden-Württemberg in Stuttgart zu sehen. Sie wird in dieser Form erstmals in Baden-Württemberg gezeigt.

„Gerade die Menschen, die sich täglich für unser Gemeinwesen einsetzen, die ihre Arbeitskraft in den Dienst an der Gesellschaft stellen, müssen viel zu oft Aggression, Hass und Gewalt ertragen. Ein Angriff gegen die Beschäftigten im öffentlichen Dienst ist immer ein Angriff gegen einen Menschen. Gleichzeitig ist es auch ein Angriff gegen unsere Gesellschaft, unseren Rechtsstaat und unsere Demokratie. Das sind nicht nur Angriffe auf Einzelne – das sind Angriffe auf uns alle und auf unser Zusammenleben. Daher stemmen wir uns entschlossen dagegen, dass unsere Beschäftigten zur Zielscheibe von Gewalt werden“, sagte der stellvertretende Ministerpräsident und Innenminister Thomas Strobl anlässlich der Ausstellungseröffnung „Vergiss nie, hier arbeitet ein Mensch“ am 1. Oktober 2025 im Innenministerium in Stuttgart.

Auch der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) Baden-Württemberg unterstrich die Dringlichkeit: „Ob im Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV), in der Pflege, in Behörden oder an Schulen: Beschäftigte sind zunehmend Anfeindungen ausgesetzt. Als DGB wollen wir Licht ins Dunkel bringen und den Betroffenen ein Gesicht und eine Stimme geben. Als Gesellschaft müssen wir hinschauen – jede und jeder von uns darf nie vergessen: Hier arbeitet ein Mensch.  Besserer Schutz darf kein Zufall sein; dafür braucht es die Anstrengung von Arbeitgebern und uns allen. Unser gemeinsames Ziel ist Respekt für Beschäftigte und Nulltoleranz gegenüber Gewalt“, sagte Maren Diebel-Ebers, stellvertretende Vorsitzende des DGB Baden-Württemberg.

Erfahrungsberichte von Beschäftigten im öffentlichen Dienst

Anhand von 32 Motiven zeigt die Ausstellung Erfahrungsberichte von Beschäftigten im öffentlichen Dienst und macht sichtbar, wie sie Opfer von Übergriffen wurden. Ergänzt wird dies durch Daten und Fakten sowie Hinweise auf notwendige Handlungsfelder.

Die Problematik ist akut: Allein im Jahr 2024 gab es in Baden-Württemberg mehr als 14.000 Angriffe auf Polizeibeamtinnen und -beamte, rund 300 Angriffe auf Feuerwehr- und Rettungskräfte sowie mehr als 1.600 Gewalttaten gegen weitere Beschäftigte des öffentlichen Dienstes – etwa Lehrkräfte, Krankenhauspersonal, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Jobcentern, Bürgerämtern und Führerscheinstellen sowie kommunale Mandatsträgerinnen und -träger.

Die Ausstellung „Vergiss nie, hier arbeitet ein Mensch“ ist eine Initiative des DGB und seiner acht Mitgliedsgewerkschaften.

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