Hochschulen und Forschung

Resilienz des Wissenschaftssystems braucht Mut und Haltung

Mehr als 200 Teilnehmende haben auf Einladung der Wissenschaftsministerinnen von Brandenburg und Baden-Württemberg an einer Resilienz-Veranstaltung in Potsdam teilgenommen.

Berechne Lesezeit
  • Teilen
Ein Mitarbeiter des Fraunhofer Instituts, führt bei der Eröffnung des neuen "Future Work Lab" des Fraunhofer Instituts in Stuttgart einen Roboterarm. (Foto: dpa)

Brandenburgs Wissenschaftsministerin Dr. Manja Schüle hat am 8. Juli 2026 gemeinsam mit Baden-Württembergs Wissenschaftsministerin Petra Olschowski zur Veranstaltung „Resilienz des deutschen Wissenschaftssystems – Verantwortung gemeinsam übernehmen“ in den Brandenburger Landtag in Potsdam eingeladen.

Neben Bundesforschungsministerin Dorothee Bär nahmen auch Brandenburgs Landtagspräsidentin Prof. Dr. Ulrike Liedtke, Prof. Dr. Wolfgang Wick, Vorsitzender des Wissenschaftsrates, Prof. Dr. Frauke Brosius-Gersdorf, Professorin für Öffentliches Recht an der Universität Potsdam, Dr. Ottmar Edenhofer, Direktor des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung, Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Christoph Markschies, Präsident der Berlin-Brandenburgischen Akademie, Prof. Dr. Ulrike Tippe, Präsidentin der Technischen Hochschule Wildau, sowie Andrea Frank, stellvertretende Generalsekretärin des Stifterverbandes für die Deutsche Wissenschaft, mit Beiträgen an der Veranstaltung teil. Moderiert wurde sie von Dr. Eckart von Hirschhausen.

Insgesamt haben sich mehr als 200 Vertreterinnen und Vertreter von Institutionen, Verbänden, Hochschulen, Forschungseinrichtungen sowie der Politik angemeldet, darunter auch die Wissenschaftsminister und -senatorinnen Dr. Ina Czyborra (Berlin), Timon Gremmels (Hessen), Falko Mohrs (Niedersachsen) und Jakob von Weizsäcker (Saarland).

Stimmen zur Veranstaltung

Die Wissenschaftsministerinnen von Baden-Württemberg und Brandenburg befassen sich im Auftrag der Wissenschaftsministerkonferenz federführend mit dem Thema „Resilienz in der Wissenschaft“. Hintergrund sind die weltweit zunehmenden Angriffe auf die Freiheit von Wissenschaft und Forschung in den vergangenen Jahren. Auch in Deutschland stellen extremistische Kräfte die Grundprinzipien unseres Wissenschaftssystems offen infrage – mit massiven Auswirkungen auf die gesamte Gesellschaft.

Eine demokratische Gesellschaft lebt von ihrer Fähigkeit, Wissen hervorzubringen, einen offenen Erkenntnisaustausch und eine konstruktive Fehlerkultur zu fördern sowie Forschungsergebnisse in verantwortungsvolles politisches und gesellschaftliches Handeln zu übersetzen. Die Stärke eines Wissenschaftssystems zeigt sich dabei nicht nur in seiner Innovationskraft, sondern ebenso in seiner Fähigkeit, auch unter wachsendem gesellschaftlichem und politischem Druck unabhängig, offen und dialogfähig – kurzum: resilient – zu bleiben.

Eine erste Veranstaltung zu dem Thema fand im Februar 2026 in Mannheim statt, ausgerichtet von Baden-Württemberg. Daran anknüpfend wurden am 8. Juli 2026 in Potsdam die nächsten Schritte diskutiert, die notwendig sind, um das Wissenschaftssystem in Deutschland zukunftssicher aufzustellen. Dabei ging es nicht nur um die bestehenden Bedrohungen, sondern auch darum, die Akteure und Kräfte sichtbar zu machen, die das System stützen und tragen.

Weitere Meldungen

Eine Lehrerin mit Schülerinnen und Schülern in einem Klassenzimmer.
Schule

Großteil der Stellen zu Schuljahresbeginn besetzt

Ein Ausbilder im Garten- und Landschaftsbau (r.) erklärt einem angehenden Gärtner (l.) das Einpflanzen einer Dachbegrünung. (Foto: © dpa)
Landwirtschaft

Staatsschule für Gartenbau bietet attraktive Weiterbildungsplätze

Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut
Delegationsreise

Land stärkt Kooperation mit Polen

Ausbilderin mit Lehrling
Ausbildung

Unternehmen setzen auf berufliche Ausbildung

AzubiCardBW
Ausbildung

Startschuss für das neue Ausbildungsjahr

Symbolbild Quantencomputer
Forschung

Neuer Wettbewerb zu Quantentechnologien

von links nach rechts: Prüfungsausschussvorsitzender Gerhard Grams, Till Brückel, Markus Hellebrand, Felicia Rix, Vera Kozel und Marius Gißler
Vermessung

Vermessungsreferendare legen Große Staatsprüfung erfolgreich ab

Ashumi Shroff
Außenwirtschaft

Baden-Württemberg eröffnet neues Auslandsbüro in Mumbai

Eine Ärztin und eine Therapeutin sitzen mit einem medizinischen Stethoskop am Tisch und machen mit einem Laptop und einem Mobiltelefon medizinische Notizen.
Gesundheit

Bundesweit einzigartiges KI-Reallabor für Gesundheits­versorgung startet

Eine Person nimmt einen Telefonhörer ab.
Schule

Gefahr der Zwangsverheiratung in den Sommerferien

Blick in ein Klassenzimmer, in dem Schülerinnen und Schüler an Tischen sitzen. Eine Lehrerin steht neben einem der Tische.
Schule

Höhere Anmeldezahlen bei weiterführenden Schulen

Symbolbild zur Künstlichen Intelligenz mit einem Prozessor und dem Schriftzug "AI Artificial Intelligence Technology"
Technologie

Chipindustrie-Ökosystem in Baden-Württemberg wächst

Ein Logo des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT).
Wissenschaft und Forschung

KIT wird Forschungshub für Fusionstechnologie

An mehreren Tischen sitzen viele Männer und Frauen.
Frühkindliche Bildung

Runder Tisch zum verbindlichen kostenfreien Kita-Jahr

Abiturienten lesen sich kurz vor Beginn der Prüfung die Abituraufgaben im Fach Deutsch durch. (Foto: © picture alliance/Felix Kästle/dpa)
Schule

Rund 100 falsche Abiturzeugnisse