Forschung

Neuer Wettbewerb zu Quantentechnologien

Quantentechnologien für konkrete Herausforderungen: Mit dem neuen Wettbewerb „Challenge the Quantum Technologies“ bringt das Land Baden-Württemberg Anwender und Forschungsteams zusammen.

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Symbolbild Quantencomputer
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Wie können Quantentechnologien ganz konkrete Probleme in Wirtschaft und Gesellschaft lösen? Mit dem neuen Wettbewerb „Challenge the Quantum Technologies“ bringt das Land Baden-Württemberg Anwender und Forschungsteams zusammen.

Erstmals bilden dabei konkrete Herausforderungen aus der Praxis den Ausgangspunkt für neue Forschungs- und Entwicklungsprojekte. Unternehmen, Kliniken und weitere Akteure können Herausforderungen aus der Praxis einreichen, für die anschließend technologische Lösungen entwickelt werden. Das Land stellt dafür insgesamt drei Millionen Euro bereit.

Baden-Württemberg gehört in der Quantenforschung zur Spitze. Jetzt wollen wir noch mehr von diesem Wissen in die Anwendung bringen.
Wissenschaftsministerin Petra Olschowski

Wissenschaftsministerin Petra Olschowski sagte: „Baden-Württemberg gehört in der Quantenforschung zur Spitze. Jetzt wollen wir noch mehr von diesem Wissen in die Anwendung bringen. Deshalb drehen wir die Perspektive um: Konkrete Herausforderungen aus der Praxis stehen am Anfang – unsere Forscherinnen und Forscher entwickeln dafür neue technologische Lösungen. So bringen wir exzellente Forschung und tatsächlichen Bedarf zusammen und schaffen die Voraussetzungen dafür, dass aus wissenschaftlichen Erkenntnissen Innovationen entstehen, die Wirtschaft und Gesellschaft voranbringen.“

Praxis gibt die Herausforderung vor – Forschung entwickelt die Lösung

Der Wettbewerb läuft in zwei Schritten. Zunächst können Unternehmen, Kliniken, Akteure aus Infrastruktur und öffentlicher Hand sowie weitere Interessierte konkrete Herausforderungen – sogenannte „Nutzer-Challenges“ – einreichen. Gesucht werden Aufgaben, für deren Lösung Quantensensorik oder Quantennetzwerke einen entscheidenden Beitrag leisten könnten. Die Challenges können bis zum 30. September 2026 eingereicht werden. Mitmachen können auch Akteure außerhalb Baden-Württembergs und Deutschlands. Anfang Oktober werden die ausgewählten Herausforderungen auf der Website von QuantumBW veröffentlicht. 

Anschließend sind Forschungsteams gefragt: Förderberechtigte Antragsteller können bis zum 8. November 2026 Forschungs- und Entwicklungsprojekte einreichen, die eine der veröffentlichten Herausforderungen aufgreifen und dafür eine konkrete Lösung entwickeln.

Die ausgewählten Projekte starten am 1. März 2027 und laufen maximal zwölf Monate. In dieser Zeit sollen Machbarkeitskonzepte, Prototypen und Demonstratoren entstehen oder bestehende Prototypen für die jeweilige Anwendung weiterentwickelt werden. Einzelne Vorhaben können mit bis zu 500.000 Euro gefördert werden.

Forschung schneller in die Anwendung bringen

Quantensensoren und Quantennetzwerke haben das Potenzial, in den kommenden Jahren zunehmend in realen Anwendungen eingesetzt zu werden. Der Weg vom erfolgreichen Ansatz im Labor bis zur praktischen Nutzung ist jedoch anspruchsvoll. Genau hier setzt der Wettbewerb an: Von Beginn an sollen sich Forschung und Entwicklung an einem konkreten Bedarf orientieren. So können technologische Ansätze gezielt erprobt und schneller für mögliche Anwendungen weiterentwickelt werden.

„Challenge the Quantum Technologies“ ist die zweite Transfer-Booster-Ausschreibung innerhalb der QuantumBW -Programmlinie „Anwendungsdemonstratoren“. Ziel der Programmlinie ist es, vielversprechende Ansätze aus Forschung und Labor in praktische Anwendungen und relevante Märkte zu überführen.

QuantumBW

QuantumBW bündelt seit 2023 die Kompetenzen Baden-Württembergs im Bereich der Quantentechnologien. Mit Unterstützung des Wissenschaftsministeriums und des Wirtschaftsministeriums arbeiten dabei Universitäten, Forschungseinrichtungen und Unternehmen zusammen. Das Land stärkt damit bestehende Netzwerke und macht die baden-württembergische Quantenforschung und -wirtschaft national und international sichtbarer.

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