Klimaschutz

Mindestpreis für Kohlendioxid

Berechne Lesezeit
  • Teilen
Abgase kommen aus dem Auspuff eines Autos (Bild: © dpa)

Umweltminister Franz Untersteller fordert einen wirtschaftlichen Anreiz zur Vermeidung von Kohlendioxid. Wer auf erneuerbare Energien und Energieeffizienz setze, sollte entlastet werden.

Gemeinsam mit der Landesvertretung in Berlin veranstaltet das baden-württembergische Umweltministerium eine Veranstaltung mit dem Titel „Fairen Wettbewerb ermöglichen, richtige Investitionsentscheidungen treffen – warum braucht es einen (nationalen) CO2-Mindestpreis?“.

Wirtschaftlicher Anreiz zur Vermeidung von Kohlendioxid

„Wer das Klima mit CO2 belastet, muss dies künftig finanziell deutlich zu spüren bekommen“, sagte Umweltminister Franz Untersteller im Vorfeld der Veranstaltung. Wer dagegen auf erneuerbare Energien und Energieeffizienz setze, sollte entlastet werden. „Wir brauchen einen wirtschaftlichen Anreiz, die Freisetzung von Kohlendioxid in die Atmosphäre zu vermeiden. Nur so können wir unsere Klimaziele erreichen.“

Es sei höchste Zeit darüber zu reden, wie ein solch marktwirtschaftliches Instrument im Detail umgesetzt werden könne, so der baden-württembergische Minister für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft weiter. „Leider ist die Bundesregierung zu sehr mit sich selbst beschäftigt, um dieses zentrale Zukunftsthema endlich anzugehen. Daher wollen wir mit ausgewiesenen Fachleuten aus dem In- und Ausland hierüber diskutieren und das Thema weiter voranbringen“, betonte Franz Untersteller.

Zur Diskussion stünde beispielsweise, die Lenkungsfunktion des Europäischen Emissionshandels zu stärken und einen CO2-Mindestpreis für diesen Bereich einzuführen. „Denn trotz derzeit steigender Zertifikatspreise bietet das System bisher zu geringe Anreize, um die in Paris vereinbarten Klimaziele zu erreichen“, sagte Untersteller.

Umstieg auf die klimafreundliche Energie der Zukunft

Außerdem müsse die Frage geklärt werden, wie die bisher nicht vom Emissionshandel umfassten Bereiche wie Verkehr, Gebäude und Landwirtschaft zu mehr Klimaschutz verpflichtet werden könnten. „Und wir müssen darüber reden, wie wir die aktuelle Schieflage bei Steuern und Umlagen beseitigen können, die erneuerbare Energien verteuert und gegenüber fossilen Energieträgern benachteiligt“, so Umweltminister Untersteller. „Die alte, klimaschädliche Energiewelt muss den Umstieg auf die klimafreundliche Energie der Zukunft finanzieren“, betonte der baden-württembergische Umweltminister.

Weitere Meldungen

Elektrischer Zug in schwarz-gelbem Design fährt durch eine grüne Landschaft.
Öffentlicher Nahverkehr

SWEG fährt künftig auch am Hochrhein

Ein Ingenieur der Porsche AG vermisst für die Digitalisierung einen Panamera (Bild: © dpa).
Automobilwirtschaft

Wirtschaftsministerin lädt zu Spitzengespräch ein

Staatssekretär Raimund Haser steht vor seinem Fahrrad mit einem Fahrradhelm auf dem Kopf und hält ein Handy in die Kamera.
Radverkehr

RadMelder startet auf der Landesgartenschau

Wirtschaftsministerkonferenz 2026
Wirtschaftsministerkonferenz

Mit Wettbewerb und Innovationen den Wirtschaftsstandort stärken

Kernkraftwerk Philippsburg ohne Türme (Aufnahme vom 03.06.2020)
Kernkraft

Beschädigte Brandschutztür im Kernkraftwerk Philippsburg

Ein Mitarbeiter einer Straßenschilderfirma befestigt in Freiburg ein Verkehrsschild, das auf eine Umweltzone in der Innenstadt hinweist (Bild: dpa).
Digitalisierung

Baden-Württemberg startet digitales Verkehrszeichenkataster

Kernkraftwerk Neckarwestheim
Tätigkeitsbericht

Kernenergieüberwachung und Strahlenschutz 2025

Logo von Start up BW
Start-up BW

energieleser im Landesfinale des „Start-up BW Elevator Pitch“

A 6 über das Kochertal. Quelle: Regionalverband Heilbronn-Franken
Mobilitätspakt

Verkehrsmanagement in der Region Heilbronn-Neckarsulm

BW blüht
Biodiversität

Vorbildliche Projekte für Artenvielfalt ausgezeichnet

Firma WMB Ventilatoren GmbH in Obersontheim
Ländlicher Raum

Vier Millionen Euro für innovative Unternehmen

Eine Straße führt unter einer Brücke durch
Stadtentwicklung

Grundstein für lebenswerte Ortsmitte in Eislingen gelegt

Umweltministerin Thekla Walker (8. von links) gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern der Unternehmen, die dem Klimabündnis BW neu beigetreten sind.
Klimaschutz

Klimabündnis BW wächst auf 73 Unternehmen

Europa, Deutschland, Schwarzwald
Landwirtschaft

Nachbesserungen bei Wieder­herstellungsverordnung gefordert

Futuristisches Fahrzeugkonzept U-Shift (Bild: DLR (CC-BY 3.0))
Zukunftstechnologien

Förderprojekt U-Shift denkt Mobilität neu