Bundesrat

Land treibt Bürokratieabbau voran

Berechne Lesezeit
  • Teilen
Ein Stempel mit der Aufschrift "Bürokratie" liegt auf Papieren.
Symbolbild

Baden-Württemberg hat sich im Bundesrat mit Forderungen für mehr Maßnahmen zum Bürokratieabbau durchgesetzt. Wirtschaftsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut sieht darin ein wichtiges Signal für die Wirtschaft.

Im Rahmen der Bundesratsbefassung zum Vierten Bürokratieentlastungsgesetz (BEG IV) hat sich Baden-Württemberg mit 13 Anträgen für mehr Bürokratieabbau durchgesetzt. „Die heutigen Beschlüsse sind gute Nachrichten für unsere Wirtschaft. Wir kommen bei dem für unsere Unternehmen so wichtigen Thema Bürokratieabbau voran. Jetzt muss aber auch die Bundesregierung mitziehen“, sagte Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut, Ministerin für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus, anlässlich der Bundesratssitzung am 26. April 2024.

„Lamentieren war gestern. Jetzt geht es darum, die Aufgaben zu lösen. Ganz klar ist: Wir müssen mehr wirtschaftliche Dynamik erzeugen, um im globalen Wettbewerb mithalten zu können. Die Unternehmen von überbordender Bürokratie zu entlasten, ist dabei einer der wichtigsten Aufgaben. Kleinteilige Bedenken, Gerechtigkeitsfragen in Einzelfällen, der Hang alles bis ins Kleinste zu regeln – davon müssen wir uns verabschieden. Das muss nun auch endlich die Bundesregierung einsehen.“ Hoffmeister-Kraut betonte: „Gerade von vereinfachten Regelungen im Arbeits- und Sozialrecht können Unternehmen aller Branchen profitieren. Es gibt ja nicht wenige kleine und mittlere Unternehmen, die nicht zuletzt deshalb auf eine Erweiterung ihres Unternehmens über gewisse Schwellenwerte hinaus verzichten, um nicht in eine Regulierungsdynamik hinzugeraten, die unternehmerisches Handeln lähmt. Wir brauchen jetzt Beschleuniger, keine Bremser.“

13 Änderungsanträge Baden-Württembergs beschlossen

Der Bundesrat hat in seiner heutigen Plenarsitzung zahlreiche Änderungsanträge zum Vierten Bürokratieentlastungsgesetz beschlossen, darunter 13 der insgesamt 15 Anträge, die vom baden-württembergischen Wirtschaftsministerium eingebracht worden waren.

Die erfolgreichen Änderungsanträge Baden-Württembergs beinhalten unter anderem Forderungen an die Bundesregierung, die Änderungspraxis der Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) und die Antragsverfahren zur Elternzeit zu vereinfachen sowie dafür zu sorgen, dass Arbeitgeber von der Pflicht befreit werden, Gesetzestexte in Papierform im Betrieb aushängen zu müssen. Außerdem fordert der Bundesrat auf Anregung Baden-Württembergs die Bundesregierung auf, in allen Ressorts Dokumentations- und Berichtspflichten auf Streichpotenzial zu überprüfen. Zudem soll sich die Bundesregierung auf Ebene der Europäischen Union (EU) mit Nachdruck für eine Vereinfachung der Anforderungen für kleine und mittlere Unternehmen im Rahmen der Nachhaltigkeitsberichterstattung einsetzen.

Im weiteren Gesetzgebungsverfahren wird es nun darauf ankommen, die zusätzlichen Maßnahmen zum Bürokratieabbau in Umsetzung zu bringen.

Weitere Meldungen

Eine Krankenpflegerin schiebt ein Krankenbett durch einen Flur.
Gesundheitssystem

Hildenbrand kritisiert Umsetzung der GKV-Reform

Ein Mitarbeiter scannt den Barcode eines Artikels für den Paketversand. (Bild: © dpa)
Wirtschaft

Hoffmeister-Kraut begrüßt Maßnahmen zum Bürokratieabbau

von links nach rechts: Kanzleramtsminister Thorsten Frei, Ministerpräsident Cem Özdemir und Staatssekretär Rudi Hoogvliet
Politisches Sommerfest

Stallwächterparty 2026 zum Thema Exportschlager

Portrait Dr. Simon Veser Amtsleiter Finanzamt Ludwigsburg
Verwaltung

Neuer Leiter des Finanzamts Ludwigsburg

Ein Landwirt betankt sein Gespann mit Gülle um diese anschließend auf einem Feld auszubringen. (Foto: © dpa)
Landwirtschaft

Gentges fordert Aufstockung des Hilfspakets für Düngerpreise

Ein Mitarbeiter montiert im Porsche Werk in Stuttgart-Zuffenhausen eine Vorderachse mit Elektromotor.
Automobilwirtschaft

Spitzengespräch zur Stärkung des Automobilstandorts

Landgericht Ulm
Justiz

Bekämpfung von sexuellem Kindesmissbrauch auf der Kippe

Ein Ingenieur der Porsche AG vermisst für die Digitalisierung einen Panamera (Bild: © dpa).
Automobilwirtschaft

Wirtschaftsministerin lädt zu Spitzengespräch ein

Forschende im Forschungszentrum M3 des Universitätsklinikums Tübingen
Hochschulen

Schnellbau-Initiative bringt zusätzlichen Investitionsschub

Übergabe des Förderbescheids durch Staatssekretär Thomas Dörflinger (zweiter von rechts)
Wirtschaft

Rund 400.000 Euro für Digitalisierung im Handwerk

Symbolbild: Eine Frau sitzt an einem Dorfbrunnen. (Foto: © dpa)
Baukultur

Land fördert kommunale Gestaltungsbeiräte

BaWü-Labs GO!
Forschung

Zehn Jahre Reallaborförderung in Baden Württemberg

Staatssekretär Florian Haßler spricht beim Festakt zum Donauraum
Europa

Der Donauraum gehört zu unserer europäischen Identität

Bio-Musterregion Heidenheim plus
Landwirtschaft

Meisterbriefe für Nachwuchs im Molkereihandwerk

Symbolbild zur Künstlichen Intelligenz mit einem Prozessor und dem Schriftzug "AI Artificial Intelligence Technology"
EU-Donauraumstrategie

Europäische KI-Netzwerke stärken Witschaft