Soziales

Land prämiert Ideen gegen Einsamkeit

Die Gewinner des Ideenwettbewerbs gegen Einsamkeit stehen fest: 35 Projekte werden mit insgesamt 875.000 Euro unterstützt, um Menschen wieder stärker miteinander zu verbinden.

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Die Bewohnerin (r) einer Wohngemeinschaft für Senioren unterhält sich bei Kaffee und Kuchen mit ihren Gästen (Bild: © dpa).
Symbolbild

Einsamkeit ist oft unsichtbar, aber sie betrifft viele Menschen in Baden-Württemberg. Das Ministerium für Soziales, Gesundheit und Integration setzt deshalb ein klares Zeichen: 35 Projekte aus dem ganzen Land werden mit insgesamt 875.000 Euro unterstützt, um Menschen wieder stärker miteinander zu verbinden. Minister Manne Lucha prämierte die Sieger des landesweiten Ideenwettbewerbs gegen Einsamkeit.

„Einsamkeit darf kein Tabuthema sein. Wer sich zurückzieht, braucht Mitmenschen, die hinschauen, aufeinander zugehen und einen nicht im Stich lassen“, sagte Lucha bei der Veranstaltung. „Die ausgezeichneten Projektideen zeigen: Es gibt bei uns im Land viele gute Ideen, um vor Ort Gemeinschaft zu stärken.“ Dies geschehe kreativ, nah an den Menschen und mit viel Engagement und Herzblut. Lucha weiter: „Es braucht Kommunen, Vereine und soziale Träger – und natürlich auch Menschen, die genau hinschauen, wer vielleicht gerade den Anschluss verliert.“

Große Resonanz: 323 Bewerbungen aus dem ganzen Land

Der landesweite Ideenwettbewerb stieß auf überwältigende Resonanz. Insgesamt gingen 323 Bewerbungen ein. Gemeinnützige Organisationen und Initiativen sowie Kommunen und Vereine aus ganz Baden-Württemberg beteiligten sich mit vielfältigen Ansätzen, um dem Problem Einsamkeit zu begegnen. Eine 16-köpfige Fachjury wählte daraus 35 Projekte aus, die besonders innovative und wirksame Strategien bieten. Sie erhalten Preisgelder zwischen rund 4.000 und 30.000 Euro.

Einsamkeit betrifft ganze Breite der Gesellschaft und alle Generationen

Grundlage des Ideenwettbewerbs war die erste Landesstudie „Einsamkeit und gesellschaftlicher Zusammenhalt – Baden-Württemberg“, die im November 2025 veröffentlicht wurde. Sie zeigt: Rund 30 Prozent der Menschen im Land fühlen sich einsam, etwa acht Prozent davon sogar besonders stark. Einsamkeit betrifft dabei nicht nur ältere Menschen. Betroffen sind auch junge Menschen, Eltern in besonderen Lebenslagen, Personen mit chronischen Erkrankungen, Menschen mit Behinderungen sowie Menschen mit Migrationsgeschichte.

„Einsamkeit kann jede und jeden treffen, unabhängig vom Alter oder der Lebenssituation. Umso wichtiger sind passgenau Angebote, die Menschen wieder zusammenzubringen“, sagte Minister Lucha. Die prämierten innovativen und vielfältigen Ansätze reichen von Begegnungsformaten im Quartier über digitale Vernetzungsangebote bis hin zu kreativen und sportlichen Aktivitäten. Viele setzen bewusst niedrigschwellige Zugänge, um auch schwer erreichbare Gruppen einzubinden.

Geförderte Projekte

Menschen mit Migrationsgeschichte

Junge Menschen

Ältere Menschen

Menschen mit chronischen Erkrankungen/Behinderungen und deren Angehörige

Eltern in besonderen Lebenslagen

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