Energie

Land ist auf kommenden Winter gut vorbereitet

Berechne Lesezeit
  • Teilen

Die Monitoring-Gruppe Energiewende hat sich intensiv mit der Versorgungssicherheit mit Gas und Strom befasst und festgestellt, dass Baden-Württemberg wieder gut auf den kommenden Winter vorbereitet ist. 

Die Monitoring-Gruppe Energiewende hat sich gestern, den 20. November 2017, intensiv mit dem Thema Versorgungssicherheit befasst. „Baden-Württemberg ist auf den kommenden Winter wieder gut vorbereitet“, so das Fazit der Vertreter aus Wirtschaft, Industrie, Energiewirtschaft, Handwerk, kommunalen Unternehmen, des Deutschen Gewerkschaftsbunds, des Öko-Instituts und Umwelt- und Energieminister Franz Untersteller.

Versorgungssicherheit mit Gas und Strom gewährleisten

Nachdem die durch Baden-Württemberg verlaufende Gasleitung TENP1 wegen technischer Mängel voraussichtlich bis 2019 nicht zur Verfügung stehen wird, legten die Mitglieder der Monitoring-Gruppe auf die in der kalten Jahreszeit besonders wichtige Versorgung mit Gas ein spezielles Augenmerk. Die Geschäftsführerin des Ferngasleitungsnetzbetreibers terranets bw, Katrin Flinspach, erläuterte hierzu die in die Wege geleiteten Maßnahmen, insbesondere die Absicherung der Gasversorgung über zusätzliche Einspeisekapazitäten. terranets bw gehe daher aktuell davon aus, den zu erwartenden Kapazitätsbedarf auch in diesem Winter wieder decken zu können. Um die Versorgungssicherheit mit Gas auch im Winter 2018/2019 zu gewährleisten, werden auch im kommenden Winter Maßnahmen seitens des Fernleitungsnetzbetreibers erforderlich sein.

Für den Bereich Strom sagte der Geschäftsführer der für das Stromübertragungsnetz in Baden-Württemberg zuständigen TransnetBW, Rainer Joswig, dass die Versorgungssicherheit auch in diesem Winter gewährleistet sei. Der gestiegene Bedarf an Reservekraftwerken sei bereits vertraglich gesichert, aufgrund der geplanten Einführung des Engpassmanagements mit Österreich werde die benötigte Netzreserve im Winter 2018/19 vermutlich deutlich sinken.

Außerdem diskutierte die Monitoring-Gruppe Energiewende mit Professor Frithjof Staiß vom Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoffforschung Baden-Württemberg über die Entwicklung der erneuerbaren Energien und den Energieverbrauch in Baden-Württemberg, den Ausbau der Strom- und Gasinfrastruktur sowie über das Thema Energieeffizienz.

Überrascht zeigten sich die Mitglieder der Monitoring-Gruppe vom Scheitern der Sondierungsgespräche in Berlin. Zur Planungssicherheit müsse Klarheit über die künftige Energie- und Klimapolitik in Deutschland geschaffen werden: „Deutschland muss seine Klimaschutzziele erreichen, gleichzeitig sind die Bürgerinnen und Bürger sowie unser Wirtschaftsstandort auf eine jederzeit sichere und bezahlbare Energieversorgung angewiesen. Hierfür muss eine künftige Bundesregierung verlässliche Rahmenbedingungen schaffen.“

Weitere Meldungen

Elektrischer Zug in schwarz-gelbem Design fährt durch eine grüne Landschaft.
Öffentlicher Nahverkehr

SWEG fährt künftig auch am Hochrhein

Wirtschaftsministerkonferenz 2026
Wirtschaftsministerkonferenz

Mit Wettbewerb und Innovationen den Wirtschaftsstandort stärken

Kernkraftwerk Philippsburg ohne Türme (Aufnahme vom 03.06.2020)
Kernkraft

Beschädigte Brandschutztür im Kernkraftwerk Philippsburg

Kernkraftwerk Neckarwestheim
Tätigkeitsbericht

Kernenergieüberwachung und Strahlenschutz 2025

Logo von Start up BW
Start-up BW

energieleser im Landesfinale des „Start-up BW Elevator Pitch“

BW blüht
Biodiversität

Vorbildliche Projekte für Artenvielfalt ausgezeichnet

Firma WMB Ventilatoren GmbH in Obersontheim
Ländlicher Raum

Vier Millionen Euro für innovative Unternehmen

Umweltministerin Thekla Walker (8. von links) gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern der Unternehmen, die dem Klimabündnis BW neu beigetreten sind.
Klimaschutz

Klimabündnis BW wächst auf 73 Unternehmen

Europa, Deutschland, Schwarzwald
Landwirtschaft

Nachbesserungen bei Wieder­herstellungsverordnung gefordert

Junge Männer auf einer Schwimmplattform in einem Badesee in Plüderhausen
Gesundheitsschutz

Badeseen im Land überzeugen mit sehr guter Wasserqualität

Europa, Deutschland, Schwarzwald
Ländlicher Raum

Kabinettsausschuss Ländlicher Raum 2026-2031 eingesetzt

Wasser läuft aus einem Wasserhahn in ein Glas.
Masterplan Wasserversorgung

Beirat für sichere Wasserversorgung gegründet

von links nach rechts: Prof. Dr. Dr. h.c. Hans-Georg Kräusslich, Präsident der Heidelberger Akademie der Wissenschaften; Prof. Dr. Irena Kogan, Mannheimer Zentrum für Europäische Sozialforschung; Prof. Dr. Largus Angenent, Mathematisch-Naturwissenschaftliche Fakultät der Universität Tübingen; Wissenschaftsministerin Petra Olschowski und Prof. Dr. Robert Zeiser, Medizinische Fakultät der Universität Freiburg
Forschung

Landesforschungspreise 2026 verliehen

Ein Mitarbeiter montiert im Porsche Werk in Stuttgart-Zuffenhausen eine Vorderachse mit Elektromotor. (Foto: © dpa)
Automobilindustrie

Anpassungen bei EU-CO₂-Regulierung gefordert

Einsatzkräfte der Feuerwehr errichten am Nonnenbach in Bad Saulgau im Ortsteil Moosheim einen Damm mit Sandsäcken gegen das Hochwasser.
Klimawandel

Land rüstet sich für Extremwasserereignisse