Ländlicher Raum

Land fördert digitale Teilhabe im Alter mit „Klick & Klar“

Beim Modellprojekt „Klick & Klar“ machen junge Paten Seniorinnen und Senioren mit digitalen Hilfsangeboten vertraut. Die Digitale Teilhabe ist für die Menschen im Ländlichen Raum elementar wichtig, denn sie fördert Nähe und verbindet Generationen.

Berechne Lesezeit
  • Teilen
Eine ältere Dame lernt die Bedienung eines Computers.
Symbolbild

„Das Modellprojekt ‚Klick & Klar‘ soll Seniorinnen und Senioren unterstützen und bestärken, im eigenen Wohnumfeld bleiben zu können. Hierfür werden sie von jungen Paten mit digitalen Hilfsangeboten vertraut gemacht. Das Projekt setzt auf den generationenübergreifenden Zusammenhalt im Dorf auf, indem junge Digitalpaten ältere Mitbürgerinnen und Mitbürger vor Ort unterstützen, ohne bürokratische Hürden oder lange Wege. Die persönliche Begegnung steht im Projekt im Mittelpunkt und bringt die digitale Teilhabe dorthin, wo sie gebraucht wird: zu den Menschen nach Hause“, sagte der Minister für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz, Peter Hauk, anlässlich des Projektstarts.

Digitale Teilhabe verbessert die Lebensqualität sowie Selbstständigkeit älterer Menschen im eigenen Wohnumfeld. Das Projekt orientiert sich an den Bedürfnissen vor Ort, um nachhaltige Strukturen und eine lebensnahe und alltagsorientierte Umsetzung in die Praxis. Alle gewonnene Erkenntnisse werden zum Abschluss des Projekts öffentlich bereitgestellt. So sollen auch andere ländliche Gemeinden von den Erfahrungen profitieren und die die digitale Teilhabe älterer Menschen stärken wollen.

Gelebte Nachbarschaftshilfe im Fokus

Statt klassischer Kursangebote setze das Modellprojekt „Klick & Klar“ auf die Verankerung im konkreten Lebensumfeld und strebe Digitalpatenschaften zwischen älteren mit jüngeren Menschen in den Gemeinden Willstätt im Ortenaukreis und Reute-Gaisbeuren im Landkreis Ravensburg als Pilotgemeinden an. „Im Mittelpunkt des Projektes stehen die sozialen Beziehungen und die gelebte Nachbarschaftshilfe vor Ort. Durch dieses starke lokale Engagement schaffen wir einen niedrigschwelligen Zugang zu digitalen Möglichkeiten der Teilhabe und stellen die aktive Unterstützung im Alltag sicher“, betonte Minister Hauk. Damit leiste das Projekt einen wichtigen Beitrag gegen Vereinsamung und Isolation und stärke das soziale Miteinander in der Gemeinde.

„Klick und Klar – digital leben im Alltag“

Nach einer intensiven Bewerbungsphase mit rund 20 eingegangenen Bewerbungen wurden die beiden Gemeinden Willstätt und Reute-Gaisbeuren als Pilotgemeinden ausgewählt.

Das Projekt wird in den beiden Kommunen bis Ende 2026 durch das Institut für angewandte Sozialwissenschaften in Stuttgart durchgeführt und vom Ministerium für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Baden-Württemberg (MLR) gefördert.

Das Projekt „Klick und Klar – digital leben im Alltag“ wird von Juli 2025 bis Dezember 2026 vom Institut für angewandte Sozialwissenschaften in Stuttgart durchgeführt.

Weitere Meldungen

Eine Hand greift nach einem digitalen Paragrafen
Justiz

Auf dem Weg zur digital vernetzten Justiz der Zukunft

Landkreis Ravensburg
Gemeinsamer Antrag 2026

Ergebnisse des Flächenüber­wachungssystems einsehbar

Eine auf Demenzkranke spezialisierte Pflegerin begleitet eine ältere Frau.
Innovationsprogramm Pflege

2,5 Millionen Euro für die Tagespflege

AzubiCardBW
Ausbildung

AzubiCard für Auszubildende im ersten Lehrjahr

Salbei-Glatthafer-Wiese auf einer Böschung im Frühsommer (Foto: © Dr. Tillmann Stottele)
Arten- und Klimaschutz

Wettbewerb „Straßenoasen“ geht in die nächste Runde

Symbolbild Quantencomputer
Forschung

Neuer Wettbewerb zu Quantentechnologien

Vier Menschen stehen lächeld da und tragen Fahrradhelme.
Radverkehr

Sieger der STADTRADELN-Derbys stehen fest

Links: Prof. Dr. Andreas Gundelwein, rechts: Dr. Jens Bortloff
Kunst und Kultur

TECHNOSEUM erhält neue Doppelspitze

Ein Mitarbeiter des Landeskriminalamts Baden-Württemberg, Abteilung Cyberkriminalität, während der Online-Recherche.
Sicherheit

Organisierte Kriminalität und Wirtschaftskriminalität in 2025

Eine Hebamme führt eine Ultraschalluntersuchung an einer Schwangeren durch.
Gesundheit

Land fördert drei weitere Lokale Gesundheitszentren

Logo Netzwerkkonferenz Baukultur 2026
Baukultur

Netzwerkkonferenz Baukultur in Stuttgart

Digitalfunk BOS
Polizei

Polizei rettet Leben

von links nach rechts: Landespolizeidirektor Carsten Höfler, Polizeipräsident des Polizeipräsidiums Offenburg Andreas Bjedov und Staatssekretär Reiner Moser
Polizei

Neuer Polizeipräsident beim Polizeipräsidium Offenburg

Neuer begrünter Mittelstreifen auf einem Teilstück der Straße „Waldsteige“ in Mosbach
Flächenmanagement

Mosbach erhält Prämie für Maßnahme „Waldsteige“

Forstleute untersuchen, wie gesund die Fichte ist.
Forst

Gesellenbriefe für Forstwirtinnen und Forstwirte