Wirtschaft

Kritik an Einigung bei EU-Lieferkettenrichtlinie

Berechne Lesezeit
  • Teilen
Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut
Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut

Wirtschaftsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut hat die Einigung zur Lieferkettenrichtlinie der Europäischen Union kritisiert. Sie sieht darin eine Gefahr für die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen im Land.

Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut äußerte sich am 14. Dezember 2023 anlässlich der Einigung im Trilog zu einer Lieferkettenrichtlinie der Europäischen Union (EU): „Baden-Württemberg ist das exportstärkste Bundesland. Eine Vielzahl unserer Unternehmen sind in internationale Wertschöpfungsketten eingebunden. Mit der Einigung im Trilog zu einer europäischen Lieferkettenrichtlinie, die in ihren möglichen Auswirkungen deutlich über das bereits bestehende deutsche Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz hinausgeht, gefährdet die EU die Wettbewerbsfähigkeit unserer Unternehmen im Welthandel zu einem denkbar ungünstigen Zeitpunkt. Wir werden uns daher im weiteren Prozess dafür einsetzen, dass die erwartbaren bürokratischen Hürden sich möglichst in Grenzen halten.“ Die Exportquote Baden-Württembergs lag 2022 bei 46 Prozent und somit deutlich über dem Bundesdurchschnitt.

Neustart der EU-Handelspolitik notwendig

Der Welthandel leidet weiterhin unter verschiedenen Einflüssen, wie dem russischen Angriffskrieg auf die Ukraine, Energiepreissteigerungen und weltweit hohen Inflationsraten. Dies wirkt sich auch auf die baden-württembergische Außenwirtschaft aus. „Es ist dringend ein Neustart der EU-Handelspolitik notwendig, die auf weniger Bürokratie und mehr Kompromissbereitschaft beruht. Die EU muss die Chancen für eine Diversifizierung der internationalen Wertschöpfungsketten auch durch konkretes Handeln fördern und zusätzliche und bürokratielastige sowie tendenziell marktabschottende Regulierungen senken“, so Hoffmeister-Kraut. „Die EU-Handelspolitik muss wieder mehr von einem aktiven Zugehen auf unsere Handelspartner in aller Welt geleitet sein, das gilt zum Beispiel in besonderer Weise für die Mercosur-Länder und die stockenden EU-Mercosur-Verhandlungen“, sagte die Wirtschaftsministerin.

Weitere Meldungen

Drohnen Wald Aufnahme
Biotechnologie

Mikroorganismen für nach­haltige Produktionsprozesse

Finanzstaatssekretärin Andrea Lindlohr (rechts) mit Oberfinanzpräsident Bernd Kraft (links) während der Vorstellung der Bilanz der Steuerverwaltung 2025
Steuern

Bilanz der Steuerverwaltung 2025

Bio-Musterregion Freiburg
Weinbau

Weinbauland Baden-Württemberg stärken

Gewächshaus
Landwirtschaft

Obst- und Gemüsebau im Klimawandel

Eine Hand tippt auf einer Tastatur.
Cybersicherheit

Bedrohungslage im Cyberraum verschärft sich weiter

Startbildschirm der Warn-App NINA.
Bevölkerungsschutz

Bundesweiter Warntag am 10. September 2026

Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut
Delegationsreise

Land stärkt Kooperation mit Polen

Ausbilderin mit Lehrling
Ausbildung

Unternehmen setzen auf berufliche Ausbildung

Ein Prüfstandshandwerker begutachtet am Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt ein Raketen-Triebwerk
Finanzen

Land investiert in Raumfahrt­standort Baden-Württemberg

Ein Mitarbeiter der Porsche AG montiert im Porsche-Stammwerk in Stuttgart-Zuffenhausen einen Porsche 718 Cayman.
Automobilwirtschaft

Klares Bekenntnis zu Audi-Werk in Neckarsulm gefordert

Übergabe Tanklöschfahrzeuge Waldbrand
Feuerwehr

Sechs neue Tanklöschfahrzeuge zur Waldbrandbekämpfung

Menschen besteigen ein Flugzeug. Vor dem Fahrzeug der Bundespolizei stehen auf dem Vorfeld am Flughafen Leipzig/Halle.
Migration

Ein Straftäter aus dem Land nach Afghanistan abgeschoben

Logo und Schriftzug der „Agentur für Arbeit“ an einem Gebäude.
Arbeitsmarkt

Sommerpause prägt den Arbeitsmarkt

Bio-Musterregion Bodensee
Landwirtschaft

Der Bodenseeapfel ist weit mehr als ein gesundes Lebensmittel

In einem Büro unterhalten sich zwei Frauen. Eine sitzt an einem Tisch und eine steht neben dem Tisch. Auf dem Tisch steht ein Laptop.
Wirtschaft

Land fördert Beratungen für mittelständische Unternehmen