Landwirtschaft

Obst- und Gemüsebau im Klimawandel

Das Land unterstützt die bäuerlichen Familienbetriebe in Baden-Württemberg mit Maßnahmen, die ihre Wasserversorgung und Klimaresilienz verbessern sollen.

Berechne Lesezeit
  • Teilen
Gewächshaus
Symbolbild

„Der außergewöhnliche Hitzesommer 2026 mit Rekordtemperaturen und extremer Trockenheit führt in Baden-Württemberg zu spürbaren Ernteeinbußen und Qualitätsverlusten in nahezu allen Bereichen der Landwirtschaft. Unsere Landwirtinnen und Landwirte sind vom Wetter abhängig und von Extremwettereignissen in Folge des Klimawandels immer stärker betroffen. Der Gewinnung und Speicherung von Wasser sowie seiner klugen Verteilung kommt eine immer größere Bedeutung zu“, sagte die Ministerin für Ländlichen Raum, Landwirtschaft und Heimat, Marion Gentges am 10. September 2026 in Stockach-Wahlwies im Landkreis Konstanz anlässlich des Besuchs auf dem Seeblickhof der Familie Buhl.

Maßnahmen des Landes

Das Land fördert unter anderem gemeinschaftliche Bewässerungsinfrastrukturen sowie einzelbetriebliche Investitionen in Wasserspeicher und wassersparende Bewässerungstechnik. Damit können Obst- und Gemüsebaubetriebe Wasser effizienter nutzen und ihre Kulturen besser vor Trockenheit und Spätfrösten schützen.

Zuschüsse zu Ertragsversicherungen für die Risiken Frost, Sturm, Starkregen und Hagel helfen den Betrieben zusätzlich, die wirtschaftlichen Folgen extremer Wetterereignisse abzufedern.

Darüber hinaus sei es wichtig, gemeinsam mit dem Bundeslandwirtschaftsministerium verschiedene Maßnahmen auf Bundesebene voranzubringen, die den Betrieben das eigenbetriebliche Risikomanagement deutlich erleichtern sollen. Dazu zählt unter anderem die Einführung einer Risikoausgleichsrücklage. „Die Betriebe brauchen ein wirksames Instrument, um in guten Jahren steuerfrei Vorsorge für Krisenjahre treffen zu können.

Außerdem fordert die Ministerin den Bund dazu auf, sich über die Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes“ (GAK) an der Förderung der Mehrgefahrenversicherung zu beteiligten. „Landwirtschaftliche Betriebe müssen sich zukünftig besser und mit Unterstützung gegen unterschiedliche Wetterrisiken absichern können“, betonte Ministerin Gentges.

Apfelernte 2026

In der Europäischen Union wird 2026 eine Apfelernte von rund 9,5 Millionen Tonnen erwartet. Diese Menge liegt rund 16 Prozent unter dem Vorjahr. In Deutschland wird die Apfelernte in diesem Jahr auf 1,01 Millionen Tonnen geschätzt. Sie ist damit voraussichtlich um elf Prozent geringer als im Vorjahr. Die Apfelernte am Bodensee wurde im Juli 2026 auf knapp 220.700 Tonnen und damit rund sieben Prozent weniger als im Vorjahr geschätzt.

Mit Erntebeginn zeigt sich, dass die Früchte durch Sonnenbrand und Fruchtfleischveränderungen stark unter Hitze und Trockenheit gelitten haben. Deshalb berichten die Betriebe aktuell über große Ernteverluste.

Weitere Meldungen

Ein Windrad dreht sich bei Herbolzheim vor einem Strommast.
Energieversorgung

Task Force soll Ausbau des Stromnetzes beschleunigen

Tierschutzpreis
Tierschutz

Tierschutzpreis 2027 ausgeschrieben

Delegationsreise China
Außenwirtschaft

Dörflinger auf Delegationsreise in China

Gruppenfoto der 54. Sportministerkonferenz. V.l.: Klaus Zimmermann, Staatssekretär im Ministerium für Inneres und Sport des Landes Sachsen-Anhalt, Olaf Bull, Staatsrat beim Senator für Inneres und Sport in Bremen, Stefan Gruhner, Chef der Staatskanzlei und Thüringer Minister für Bundes- und Europaangelegenheiten, Sport und Ehrenamt, Florian Birkmeyer, Ministerialdirektor im Ministerium für Bundes- und Europaangelegenheiten, Sport, Ehrenamt und Medien des Landes Rheinland-Pfalz, Andrea Milz, Staatssekretärin für Sport und Ehrenamt des Landes Nordrhein-Westfalen, Reinhold Jost, Minister für Inneres, Bauen und Sport im Saarland, Franziska Becker, Staatssekretärin für Inneres und Sport in Berlin, Nils Thiede, Leiter der Abteilung Jugend, Familie und Sport im Ministerium für Soziales, Gesundheit und Sport Mecklenburg-Vorpommern, Sandro Kirchner, Staatssekretär im Bayerischen Staatsministerium des Innern, für Sport und Integration, Magdalena Finke, Ministerin für Inneres, Kommunales, Wohnen und Sport des Landes Schleswig-Holstein, Ulf Bandiko, Amtschef im Ministerium des Inneren und Sport von Sachsen, Theresa Schopper, die für den Sport zuständige Ministerin für Landesentwicklung und Wohnen Baden-Württemberg und Vorsitzende der Sportministerkonferenz, Daniela Behrens, Ministerin für Inneres und Sport von Niedersachsen, Thomas Weikert, Präsident des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB), Diana Stolz, hessische Ministerin für Familie, Senioren, Sport, Gesundheit und Pflege, Andy Grote, Senator für Inneres und Sport in Hamburg, und Ronald Rauhe, Staatsminister für Sport und Ehrenamt im Bundeskanzleramt.
Sportministerkonferenz

Mehr Bewegung für Kinder und Jugendliche in Deutschland

Ein Prüfstandshandwerker begutachtet am Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt ein Raketen-Triebwerk
Förderung

9,7 Millionen Euro für Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt

Forschende im Forschungszentrum M3 des Universitätsklinikums Tübingen
Bundesrat

Bundesrat ändert Wissenschaftsfreiheitsgesetz

Kisten mit Gemüse und Obst.
Welternährungstag

Ernährungssouveränität bedeutet Sicherheit

Eine junge Frau wird geimpft.
Ärztliche Versorgung

Auswahlverfahren zur Landarztquote 2026 abgeschlossen

Vertragsunterzeichnung "Programm Flächendeckung" beim BMDS
Digitalisierung

Digitale Verwaltungsleistungen in die Fläche bringen

Schematische Darstellung von CCS-Prozessen zur on-shore-Speicherung (links) und off-shore-Speicherung (rechts).
Klimaschutz

Bürgerforum zur CO2-Speicherung

Logo des Wettbewerbs „Unser Dorf hat Zukunft“
Ländlicher Raum

29. Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ gestartet

Kuh friss Gras
Landwirtschaft

Antragstellung auf Futtermittelhilfe 2026 läuft an

Ein Ausbilder erklärt in einem Techniklabor jugendlichen Auszubildenden etwas.
Bildung

Mit MINT- und Begabtenförderung das Land zukunftsfest machen

Tag der Nationalhymne in Rumänien
Handwerk

Wirtschaftsministerin reist nach Rumänien

Streuobst
Streuobst

Land fördert Streuobst-Projekte mit 500.000 Euro