Kulturerbe im Osten

Jahresbilanz 2025 des Landesbeauftragten für Vertriebene und Spätaussiedler

Der Landesbeauftragte für Vertriebene und Spätaussiedler, Innenminister Thomas Strobl, blickt auf ein Jahr im Zeichen besonderer Jahrestage und Jubiläen zurück.

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Gedenkstätte der Heimatvertriebenen in Bad Cannstatt.

Zum Jahresbeginn 2026 zog der Landesbeauftragte für Vertriebene und Spätaussiedler des Landes Baden-Württemberg, Innenminister Thomas Strobl, Bilanz. Das vergangene Jahr war durch besondere Jahrestage historischer Ereignisse aus der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts und Jubiläen landsmannschaftlicher Organisationen geprägt.

„Mit der Unterzeichnung der bedingungslosen Kapitulation Deutschlands am 8. Mai 1945 endeten die nationalsozialistische Unrechtsherrschaft und die Kriegshandlungen. Für Millionen deutschstämmige Menschen in Mittel-, Ost- und Südosteuropa brachte der Frieden zunächst nicht die ersehnte Sicherheit. Vielmehr begann für sie ein Leidensweg, der für die meisten dazu führte, dass sie ihre angestammte Heimat verlassen und an einem anderen Ort neu anfangen mussten. Dieses Kapitel unserer gemeinsamen europäischen Geschichte fand bei den Feierlichkeiten und Gedenkveranstaltungen zum 8. Mai 1945 im vergangenen Jahr einen besonderen Platz. Damit wurde uns erneut bewusst gemacht, dass die freundschaftlichen Beziehungen, die Deutschland heute mit seinen mittel- und osteuropäischen Nachbarländern pflegt, in den zurückliegenden Jahrzehnten erst wieder neu aufgebaut werden mussten. Die Bedeutung, die der Charta der deutschen Heimatvertriebenen‘ dabei zukam, die vor 75 Jahren in Stuttgart unterzeichnet und verkündet wurde, ist nicht zu unterschätzen. Denn der darin erklärte Verzicht auf Rache und Vergeltung sowie die Bereitschaft, sich für ein friedliches und geeintes Europa einzusetzen, ebnete den Weg für die Aussöhnung“, bekräftigte der stellvertretende Ministerpräsident, Innenminister und Landesbeauftragter für Vertriebene und Spätaussiedler Thomas Strobl.

Gelebte Verbundenheit über Grenzen hinweg

Die „Charta der deutschen Heimatvertriebenen“ und die heute von den Landsmannschaften gelebte Verbundenheit über Grenzen hinweg stellte Minister Thomas Strobl auch in den Mittelpunkt seiner Ansprache bei der Festveranstaltung des BdV-Landesverbands zum „Tag der Heimat“ am 14. September 2025. Zu den weiteren Jubiläen, an denen Innenminister Thomas Strobl oder in seiner Vertretung Ministerialdirektor Reiner Moser teilnahmen, gehörten der Festakt zur Übernahme der Patenschaft des Landes für die Volksgruppe der Donauschwaben vor 70 Jahren, die 75-Jahr-Feier des Bundesverbands der Donauschwaben sowie die Jubiläumsfeier im Donauschwäbischen Zentralmuseum in Ulm, das vor einem Vierteljahrhundert seine Türen öffnete.

„Es freut mich sehr, dass die Landsmannschaften und die Kultureinrichtungen in diesem Bereich mit der Zeit gehen. Sie setzen zunehmend auf neue Medien, um gerade auch junge Menschen anzusprechen. Das ist gut und richtig, denn es kommt auf die nachfolgenden Generationen an. Ihre Aufgabe ist es, den Gedanken der Völkerverständigung und eines geeinten und friedlichen Europas in die Zukunft zu tragen“, hob der Landesbeauftragte Thomas Strobl in seiner Jahresbilanz hervor.

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