Coronavirus

Immer mehr Corona-Patienten auf Intensivstationen im Land

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Ein Arzt bedient eine Beatmungsmaschine auf einer Intensivstation.

Fast doppelt so viele Menschen in Baden-Württemberg wie noch vor einer Woche müssen wegen eines schweren Verlaufs einer Corona-Erkrankung in den Krankenhäusern behandelt werden. Die meisten Intensivpatienten sind zwischen 35 und 59 Jahre alt, 95 Prozent von ihnen sind nicht geimpft.

Fast doppelt so viele Menschen in Baden-Württemberg wie noch vor einer Woche müssen wegen eines schweren Verlaufs einer Corona-Erkrankung in den Krankenhäusern behandelt werden. 537 Patientinnen und Patienten sind zurzeit stationär aufgenommen (Stand 1. September). Am Dienstag vergangener Woche (24. August) waren es noch 321 Menschen. 116 Menschen davon liegen derzeit auf den Intensivstationen, vorige Woche waren das noch 95 Patientinnen und Patienten – das bedeutet eine Steigerung von 22 Prozent. 106 Patientinnen und Patienten müssen beatmet werden, das sind 43 mehr als vor einer Woche. Die meisten Intensivpatientinnen und Intensivpatienten sind zwischen 35 und 59 Jahre alt, 95 Prozent von ihnen sind nicht geimpft.

„Wir sind mitten in der vierten Welle, die Lage ist ernst“

„Wir sind mitten in der vierten Welle, die Lage ist ernst. Wir müssen jetzt alles daransetzen, dass wir das Gesundheitssystem nicht überlasten“, sagte die Staatssekretärin im Ministerium für Soziales, Gesundheit und Integration, Dr. Ute Leidig. „Wenn unsere Intensivstationen voll sind, müssen wir schwer kranke Menschen abweisen – ein solches Szenario müssen wir unbedingt verhindern. Der wirksamste Schutz dagegen ist das Impfen. Alle, die jetzt noch nicht geimpft ist, sollten sich mit diesem Thema beschäftigen. Aber auch die anderen etablierten Vorsichts- und Hygienemaßnahmen – wie das Tragen der Maske – sind vor diesem Hintergrund weiterhin dringend notwendig.“

Unter den Patientinnen, die auf den Intensivstationen wegen Corona behandelt werden müssen, sind auch Schwangere. Auf etwa fünf Prozent schätzt das Ministerium für Soziales, Gesundheit und Integration nach Rückmeldungen der Kliniken ihren Anteil. Staatssekretärin Dr. Ute Leidig: „Für Schwangere gibt es noch keine Impfempfehlung. Aber auch beispielsweise Kinder unter 12 Jahre sind noch nicht geimpft, weil es für sie keinen zugelassenen Impfstoff gibt. Gerade um sie zu schützen, ist es wichtig, dass sich möglichst viele Menschen impfen lassen und an die bekannten Hygienemaßnahmen wie die Maskenpflicht halten.“

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