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Hermann besucht eWayBW-Baustelle

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Verkehrsminister Winfried Hermann hat die eWayBW-Baustelle nahe Bischweier besucht. Mit dem Projekt sollen klimaschonendere Lkw-Transporte ermöglicht werden.

Ein wichtiger Meilenstein für das Projekt eWayBW ist erreicht. Im Juni hatten die Arbeiten zum Bau der Oberleitungsinfrastruktur an der B 462 im Murgtal begonnen, die künftig Lkw-Transporte klimaschonender ermöglicht. Anlässlich des Beginns der Oberleitungsmontage hat Verkehrsminister Winfried Hermann die Baustelle nahe Bischweier besucht. Den geladenen Gästen, Abgeordneten, Amts- und Mandatsträgern wurde dabei der Ablauf der Arbeiten dargestellt.

„Ich freue mich, heute die Arbeiten der Oberleitungsmontage aus nächster Nähe verfolgen zu können. Seit Baubeginn im Juni liefen die Arbeiten weitestgehend problemlos. Entgegen vielen Befürchtungen gab es bisher auch keine nennenswerten Verkehrsbehinderungen durch die Baustelle“, betonte der Verkehrsminister. Er fügte hinzu: „Das ist ein guter Auftakt eines Projektes, das klimaschonenden Transport praktisch erprobt. Mein Dank gilt den Planern des Regierungspräsidiums Karlsruhe und der Baufirma, die den Bau des Pilotprojektes schnell und erfolgreich umsetzen.“

Minister Hermann machte auch deutlich, warum der Aufwand für dieses Pilotprojekt betrieben wird: „Neben der Coronakrise gibt es nach wie vor und zunehmend sichtbar die Klimakrise, die sich nicht aufschieben lässt. Wir beteiligen uns deshalb an dem bundesweiten Pilotprojekt, da wir die Suche nach der Technik von morgen unterstützen möchten. Ein klimaschonenderer Straßengüterverkehr wird dringend benötigt. Auch, wenn große Anstrengungen erfolgen, um den Güterverkehr auf die Schiene zu verlagern, wird auf absehbare Zeit der Großteil weiterhin auf der Straße transportiert werden. Wir brauchen also funktionierende Alternativen zum bisher dominierenden Diesel-Lkw, wenn wir die Klimaschutzziele im Verkehr erreichen wollen.“

Jürgen Skarke, Abteilungspräsident aus dem Regierungspräsidium Karlsruhe informierte über den aktuellen Stand zum Bau der Oberleitungsinfrastruktur: „Nach den umfangreichen Vorbereitungen und Verhandlungen laufen nun die Montagearbeiten für die Masten und Ausleger sowie das Ziehen der ersten Fahrdrähte. Auch wenn der Bau der Oberleitungstechnik ein Novum für uns als Straßenbauer ist, so stellen wir uns im Regierungspräsidium Karlsruhe der technischen Herausforderung, dieses Pilotprojekt baulich umzusetzen“, so Skarke.

Am Termin nahmen zahlreiche Abgeordnete sowie Amts- und Mandatsträger aus dem Murgtal sowie Vertreterinnen und Vertreter der Projektpartner von eWayBW teil. Sie zeigten sich beeindruckt von der Oberleitungsinfrastruktur in der Praxis. Mitarbeiter der Baufirma SPL Powerlines Germany GmbH, die zusammen mit Siemens Mobility GmbH die Oberleitungsinfrastruktur an der B 462 umsetzt, führten über die Baustelle und erläuterten die Details zum Bau und zur Anlage selbst.

eWayBW

eWayBW ist ein Pilotprojekt zur Erforschung von elektrisch betriebenen Hybrid-Oberleitungs-Lkw. Auf einer ausgewählten öffentlichen Teststrecke auf der B 462 zwischen Kuppenheim und Gernsbach-Obertsrot werden zwei Abschnitte mit Oberleitungen elektrifiziert. In einer dreijährigen Pilotphase wird der Betrieb von Hybrid-Oberleitungs-Lkw untersucht. Eine wissenschaftliche Forschung begleitet das Projekt. 

Die Pilotstrecke auf der B 462 hat eine Gesamtlänge von etwa 18 Kilometern und verläuft zwischen den Städten Kuppenheim und Gernsbach-Obertsrot. Zwei Abschnitte mit einer Gesamtlänge von knapp vier Kilometern sollen elektrifiziert werden.

Eine durchgängige Elektrifizierung der Strecke ist nicht notwendig. Es werden lediglich einzelne Abschnitte an der Straße mit Oberleitungen ausgestattet, um einen großen Teil der Lkw-Transporte mit Elektrobetrieb abzuwickeln. Da der Lkw zudem über eine Batterie verfügt, die während des Kontakts mit den Oberleitungen aufgeladen wird, können Abschnitte auch ohne Oberleitungen überbrückt werden.

Auf der Teststrecke im Murgtal sollen während der Testphase täglich 128 Lkw-Fahrten mit Hybrid-Oberleitungs-Lkw durchgeführt werden. Dies sind rund zehn Prozent der gesamten gemittelten Lkw-Belastung auf Teststrecke. Die Testphase ist für Frühjahr 2021 bis Frühjahr 2024 vorgesehen.

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