Energieeffizienz

Fachtagung „Energieeffizienz in Wohngebäuden“

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Ein Arbeiter montiert eine Styroporplatte zur Wärmedämmung an eine Fassade.

In Baden-Württemberg benötigen Wohngebäude rund ein Viertel des gesamten Endenergieverbrauchs für die Raumwärme und zur Warmwasseraufbereitung. Um die Klimaschutzziele zu erreichen, muss deshalb insbesondere im Gebäudesektor angesetzt werden.

„Erfolgreicher Klimaschutz hängt wesentlich davon ab, wie effizient Energie genutzt wird. Im Gebäudebereich gibt es in diesem Punkt jede Menge Potenzial“, sagte Amtschef Helmfried Meinel bei seiner Begrüßung zur Fachtagung „Energieeffizienz in Wohngebäuden“ in Stuttgart.

Aktuell sei der Gebäudebestand für etwa 35 Prozent des Energieverbrauchs in Deutschland verantwortlich, erläuterte Meinel. In Baden-Württemberg benötigten Wohngebäude rund ein Viertel des gesamten Endenergieverbrauchs für die Raumwärme und zur Warmwasseraufbereitung. „Um unsere Klimaschutzziele zu erreichen, müssen wir deshalb insbesondere im Gebäudesektor ansetzen“, betonte der Ministerialdirektor. „Energetisch hochwertiges Bauen und Sanieren gehören zu den wesentlichen Bausteinen einer zukunftsfähigen Energiepolitik. Dabei reicht es bei weitem nicht aus, auf Anreize durch Förderprogramme zu setzen. Vielmehr bedarf es auch ordnungspolitischer Maßnahmen.“

Gebäudesektor zukunftssicher ausrichten

Mit einem ambitionierten Gebäudeenergiegesetz hätten wir die Chance, den Gebäudesektor zukunftssicher auszurichten, so Helmfried Meinel weiter. „Dieses Gesetz muss den Klimaschutz an die erste Stelle setzen und den Standard für Wohngebäude auf das Niveau eines KfW-Effizienzhauses 55 setzen. Darüber hinaus müssen dringend steuerliche Abschreibungen für Investitionen zur energetischen Sanierung ermöglicht werden. Leider lassen entsprechende Signale der Bundesregierung noch immer auf sich warten.“

Um dem Ziel eines klimaneutralen Gebäudebestands bis zum Jahr 2050 näher zu kommen, müsse das Augenmerk verstärkt auf Wohnquartiere gerichtet werden, machte der Amtschef im baden-württembergischen Umweltministerium deutlich. „Mit einem energetischen Quartiersansatz lassen sich die verschiedenen Gebäude- und Energieversorgungsstrukturen, Eigentümerkonstellationen und Sozialstrukturen aufgreifen und intelligente Lösungen mit hervorragenden Ergebnissen bei der Energieeffizienz erreichen“, ist Meinel überzeugt. Dadurch könne die Energieeffizienz unserer Städte deutlich verbessert und der Klimaschutz gestärkt werden.

Umweltministerium: Energieeffizienz

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