Sanierung Opernhaus

Expertenanhörung zur Sanierung der Stuttgarter Oper vorgeschlagen

Das Land und die Stadt Stuttgart schlagen eine ergebnisoffene Prüfung im Rahmen einer Expertenanhörung für das Projekt „Sanierung und Erneuerung der Württembergischen Staatstheater“ vor.

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Das Opernhaus in Stuttgart (Foto: © dpa)

In einem Spitzengespräch zwischen Stadt und Land haben sich Ministerpräsident Cem Özdemir und Stuttgarts Oberbürgermeister Dr. Frank Nopper gemeinsam mit Kunstministerin Petra Olschowski und dem Ersten Bürgermeister Dr. Fabian Mayer am 14. September 2026 darauf verständigt, auf kritische Stimmen aus Teilen des Landtags einzugehen. Sie schlagen deshalb eine ergebnisoffene Prüfung im Rahmen einer Expertenanhörung für das Projekt „Sanierung und Erneuerung der Württembergischen Staatstheater“ vor. Alle am Gespräch Beteiligten betonen, dass sie sich ausdrücklich und unmissverständlich zur gemeinsamen Verantwortung für eine moderne, zukunfts- und arbeitsfähige Spielstätte bekennen.

Zentral sei, dass sich alle Projektbeteiligten wie bisher weiterhin verlässlich hinter dem Projekt versammeln und die Basis für eine überzeugende, tragfähige, gemeinsame Entscheidung über die Sanierung und Erneuerung für die hoch angesehenen Württembergischen Staatstheater entwickeln. Denn ein Projekt dieser Dimension sei nur mit dem geeinten Rückhalt aller beteiligten politischen Akteure zu stemmen.

Weitere Schritte

Folgende weiteren Schritte werden vorgeschlagen:

  • Das Gesamtprojekt wird im Rahmen einer Expertenanhörung aus heutiger Perspektive bewertet. Dabei sollen alle vorhandenen Fakten nochmals zusammengeführt und auch die Frage „Sanierung und/oder Interim beziehungsweise Neubau“ einbezogen werden.
  • Die Expertenanhörung soll so weit möglich parallel zu den laufenden Planungs- und Verfahrensschritten erfolgen. Land und Stadt sind sich einig, dass die Neubewertung nicht zu einer maßgeblichen Verzögerung des Projekts führen darf. Die notwendigen Arbeiten an der bestehenden Planung und alle Maßnahmen zur Sicherung des Spielbetriebs werden deshalb so weit wie möglich fortgeführt.
  • Die bisherige Planung beruht auf parlamentarischen Beschlüssen und Mehrheiten in den Entscheidungsgremien, einer breiten Beteiligung der Öffentlichkeit – unter anderem durch ein Bürgerforum – sowie intensiven fachlichen Untersuchungen unterschiedlicher Varianten, Standorte und Sanierungsoptionen. Diese umfangreichen Vorarbeiten bleiben Grundlage des weiteren Vorgehens.
  • Unabhängig vom Ergebnis der Prüfung haben für Land und Stadt der Erhalt des künstlerischen Profils und des international herausragenden Niveaus der Württembergischen Staatstheater höchste Priorität. Ebenso muss sichergestellt sein, dass der Betrieb von Oper, Ballett und Schauspiel in den kommenden Jahren verlässlich weiterlaufen kann.

Stimmen von Land und Stadt Stuttgart

Das konkrete Format, die Beteiligten und der zeitliche Ablauf der Expertenanhörung sollen unter enger Beteiligung der Projektgesellschaft kurzfristig zwischen Land, Stadt und den Württembergischen Staatstheatern abgestimmt werden. Die für den laufenden Betrieb und die weiterhin notwendigen Instandhaltungsmaßnahmen erforderlichen Aufwendungen werden von Land und Stadt wie bisher in gemeinsamer Verantwortung getragen.

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