Heimatvertriebene

75. Jahrestag der Charta der deutschen Heimatvertriebenen

Zum 75. Jahrestag der Unterzeichnung der Charta der deutschen Heimatvertriebenen hat Innenminister Thomas Strobl an den Einsatz der Heimatvertriebenen für die Verständigung und gemeinsame Aussöhnung mit den europäischen Nachbarn erinnert.

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Gedenkstätte der Heimatvertriebenen in Bad Cannstatt.

Am 5. August 2025 jährt sich zum 75. Mal der Tag, an dem die deutschen Heimatvertriebenen in Stuttgart die Charta der deutschen Heimatvertriebenen unterzeichnet haben. Der stellvertretende Ministerpräsident, Innenminister und Landesbeauftragte für Vertriebene und Spätaussiedler Thomas Strobl erinnert an diesen historischen Tag:

„Mit der Charta der deutschen Heimatvertriebenen wurde vor 75 Jahren in Stuttgart deutsche Geschichte geschrieben. Die Charta war und ist für die weitere Entwicklung unseres ganzen Landes von großer Bedeutung. Die Heimatvertriebenen haben damit Wege zu einem konstruktiven Miteinander aufgezeigt – innerstaatlich und auch im Verhältnis zu unseren europäischen Nachbarn. Die Heimatvertriebenen hatten die Entschlossenheit und Weitsicht, radikalen Forderungen zu entsagen. Mit Mut und Tatkraft verbanden sie ihre berechtigten Wünsche nach einer gerechteren Lastenverteilung und einer besseren Eingliederung in die deutsche Gesellschaft mit der Zusage, sich beim Wiederaufbau Deutschlands und Europas in Frieden und Freiheit voll und ganz einzubringen. Diese Zusage haben die Heimatvertriebenen vorbildlich erfüllt. Wir verdanken den Heimatvertriebenen kulturell, wirtschaftlich und politisch sehr viel. Ohne ihre kulturellen Beiträge wäre das Land ärmer, ohne ihre fleißige Arbeitsleistung hätten wir nicht diesen Wohlstand und ohne ihre klare Haltung bei der seinerzeitigen Volksabstimmung gäbe es das Land Baden-Württemberg gar nicht: Sie waren mehr als das Zünglein an der Waage.

Mit dem ausdrücklich erklärten Verzicht auf Rache und Vergeltung haben die Heimatvertriebenen ihrem Willen Ausdruck verliehen, aus dem Kreislauf der Gewalt, von Krieg und Vertreibung auszusteigen. Damit war der Weg der Verständigung und der gemeinsamen Aussöhnung mit unseren europäischen Nachbarn geebnet. Die Ausrichtung auf ein Europa, ‚in dem die Völker ohne Furcht und Zwang leben können‘ war zur damaligen Zeit geradezu visionär.“

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