Justiz

Examensfeier 2026 zum Zweiten juristischen Staatsexamen

Nachdem sie das Zweite juristische Staatsexamen erfolgreich bestanden haben, können 433 junge Juristinnen und Juristen nun ins Berufsleben starten. Die Nichtbestehensquote betrug gut elf Prozent.

Berechne Lesezeit
  • Teilen
von links nach rechts: Präsidentin des Landesjustizprüfungsamts Sintje Leßner, Lukas Wörner, Dr. Fabian Haller, Paul Schwarz, stellvertretende Leiterin des Landesjustizprüfungsamtes Dr. Cornelia Iffland
von links nach rechts: Präsidentin des Landesjustizprüfungsamts Sintje Leßner, Lukas Wörner, Dr. Fabian Haller, Paul Schwarz, stellvertretende Leiterin des Landesjustizprüfungsamtes Dr. Cornelia Iffland

Das Zweite juristische Staatsexamen ist ein wichtiger Meilenstein für angehende Juristinnen und Juristen. Nach monatelanger Vorbereitung und intensiver Prüfung haben 433 junge Juristinnen und Juristen in Baden-Württemberg ihr Examen erfolgreich bestanden. Die Präsidentin des Landesjustizprüfungsamts Sintje Leßner hat Glückwünsche des Ministers der Justiz und für Migration Moritz Oppelt überbracht und den Absolventinnen und Absolventen zum bestandenen Zweiten juristischen Staatsexamen gratuliert.

Die Präsidentin des Landesjustizprüfungsamts Sintje Leßner hat am 22. Mai 2026 im Hegel-Saal der Stuttgarter Liederhalle den Absolventinnen und Absolventen zum bestandenen Zweiten juristischen Staatsexamen gratuliert. Die Präsidentin sagte: „Sie haben eine ausgesprochen fordernde Ausbildung und ein in hohem Maße anspruchsvolles Examen erfolgreich absolviert.“

Juristinnen und Juristen auch im KI-Zeitalter nicht entbehrlich

Präsidentin Leßner ermutigte interessierte Absolventinnen und Absolventen, sich bei der Justiz zu bewerben. Die voranschreitende Digitalisierung sowie der Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) werden die Arbeitswelt zwar verändern, den Menschen aber nicht überflüssig machen. „Wir werden immer verantwortungsbewusste Juristinnen und Juristen brauchen“, sagte Leßner.

Gefahren für den Rechtsstaat

In Ihrer Festansprache richtete Präsidentin Leßner den Blick aber auch auf die Gefahren für den Rechtsstaat und nahm dabei Bezug auf die Ergebnisse der Landtagswahl. Sie appellierte an die Anwesenden, den „Rechtsstaat mit Zuversicht und Verstand zu verteidigen, zu gestalten und weiterzuentwickeln.“

433 erfolgreiche Absolventinnen und Absolventen

Insgesamt 433 Juristinnen und Juristen, die in den vergangenen Wochen zur mündlichen Prüfung des Zweiten juristischen Staatsexamens in Baden-Württemberg angetreten sind, haben die Prüfung erfolgreich bestanden und können nun als Volljuristinnen und -juristen in das Berufsleben starten.

Die drei besten Absolventen zeichnete Präsidentin Leßner mit einer Ehrenurkunde und einem Präsent aus. Das beste Examensergebnis erzielte Herr Dr. Fabian Haller (Stammdienststelle Landgericht Stuttgart, 13,78 Punkte). Mit ebenfalls hervorragenden Ergebnissen schlossen der Zweitbeste Herr Paul Schwarz (Stammdienststelle Landgericht Offenburg, 12,93 Punkte) und der Drittbeste Herr Lukas Wörner (Stammdienststelle Landgericht Karlsruhe, 12,65 Punkte) ab.

Viele erfreuliche Examensnoten

Auch insgesamt sind die Ergebnisse in dieser Examenskampagne erfreulich. Die hervorragende Notenstufe „gut“ erreichten 14 Kandidatinnen und Kandidaten (2,87 Prozent). Die Note „vollbefriedigend“ erzielten 80 Teilnehmerinnen und Teilnehmer, was einem Anteil von 16,39 Prozent entspricht. 186 Absolventinnen und Absolventen (38,11 Prozent) schlossen mit der Note „befriedigend“ ab, ein „ausreichend“ erzielten 153 Teilnehmerinnen und Teilnehmer (31,35 Prozent). Die Nichtbestehensquote betrug 11,27 Prozent.

Weitere Meldungen

Kultusminister Jung (Mitte) mit Grundschulkindern. Der Minister schüttelt einem Jungen die Hand.
Schule

Jung besucht Grundschule Stockach

Justizminister Moritz Oppelt (rechts) auf der Justizministerkonferenz
Justiz

Reform der Politikerbeleidigung gefordert

von links nach rechts: Prof. Dr. Dr. h.c. Hans-Georg Kräusslich, Präsident der Heidelberger Akademie der Wissenschaften; Prof. Dr. Irena Kogan, Mannheimer Zentrum für Europäische Sozialforschung; Prof. Dr. Largus Angenent, Mathematisch-Naturwissenschaftliche Fakultät der Universität Tübingen; Wissenschaftsministerin Petra Olschowski und Prof. Dr. Robert Zeiser, Medizinische Fakultät der Universität Freiburg
Forschung

Landesforschungspreise 2026 verliehen

Landgericht Ulm
Justiz

Richterin aus Baden-Württemberg zur Bundesrichterin gewählt

Wasser läuft aus einem Wasserhahn in ein Glas.
Bodenverunreinigungen

1,2 Millionen Euro für PFAS-Forschung

Innenminister Manuel Hagel (Mitte) besucht das Reutlinger Umspannwerk, in dem es in der Nacht gebrannt hatte.
Stromausfall

Ermittlungen nach Brand in Reutlinger Umspannwerk

Bevölkerungsschutztag 2026
Bevölkerungsschutz

Land richtet bundesweiten Bevölkerungsschutztag aus

Abgebildet ist das Logo zum Förderprogramm "Inklusionstaler". In einem Kreis finden sich viele kleine Punkte in allen Farben. Auf halber Höhe steht rechts der Schriftzug "Inklusionstaler" in weiß auf blauem Grund.
Menschen mit Behinderung

Land fördert Teilhabe von Menschen mit Behinderungen

IW JUNIOR Landeswettbewerb - Dorfgemeinschaftsladen
Start-up BW

Zwei Schülerfirmen beim Landeswettbewerb ausgezeichnet

Der neue Vorstand des 21. Landeselternbeirats; von links: Jörg Vettermann und Susanne Balzer (beide stellvertretende Vorsitzende), Stephanie Wieland (stellvertretende Kassenwartin), Vanessa Scholz (Vorsitzende), Friedhelm Biene (Kassenwart), Chrissy Bach (Schriftführerin) und Georg Beier (stv. Vorsitzender).
Schule

Neuer Vorstand des Landeselternbeirats gewählt

Ein Neubaugebiet von Weissach
Grundsteuer

Baden-württembergisches Grundsteuermodell bestätigt

Von links nach rechts: Staatssekretär im Ministerium der Justiz und für Migration Siegfried Lorek, Minister der Justiz und für Migration Moritz Oppelt, Ministerialdirektorin Gerda Windey
Justiz

Gerda Windey ist neue Ministerialdirektorin

SEK Baden-Württemberg
Polizei

50 Jahre Spezialeinsatz­kommando Baden-Württemberg

Ein Ausbilder erklärt in einem Techniklabor jugendlichen Auszubildenden etwas.
Ausbildung

13 Millionen Euro für überbetriebliche Berufsausbildung

Von links nach rechts: Amtschef des Ministeriums der Justiz und für Migration Elmar Steinbacher, Leiterin der JVA Mannheim Annette Hügle, Ministerin der Justiz und für Migration Marion Gentges und Leiter der Abteilung Justizvollzug Martin Finckh
Justiz

Neue Leiterin der Justizvollzugsanstalt Mannheim