Ausbildung

Unternehmen setzen auch in herausfordernden Zeiten auf berufliche Ausbildung

17.000 Ausbildungsstellen sind zum Start des Ausbildungsjahres in Baden-Württemberg noch unbesetzt. Mit seinen Maßnahmen zur Berufsorientierung und Ausbildungsförderung versucht das Land Betriebe und junge Menschen noch besser zusammenzubringen.

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Ausbilderin mit Lehrling
Symbolbild

Zum Start des neuen Ausbildungsjahres am 1. September betonte Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut die guten beruflichen Perspektiven, die eine Ausbildung eröffnen: „Allen neuen Auszubildenden wünsche ich viel Erfolg und Freude bei ihrer Ausbildung. Mit ihrer Entscheidung haben sie eine hervorragende Grundlage für ihre berufliche Zukunft gelegt. Nach einem erfolgreichen Abschluss stehen ihnen als qualifizierte Fachkräfte zahlreiche Wege offen.“ Rund drei Viertel der Absolventinnen und Absolventen werden nach Abschluss der Ausbildung von ihrem Betrieb übernommen.

Den ausbildenden Unternehmen dankte die Ministerin für ihr großes Engagement: „Gerade in wirtschaftlich schwierigen Phasen übernehmen Ausbildungsbetriebe Verantwortung. Die berufliche Ausbildung ist eine Investition in die Zukunft des eigenen Unternehmens und zugleich ein zentraler Baustein für die Sicherung des Fachkräftenachwuchses. Wer heute ausbildet, sichert sich die Fachkräfte von morgen.“

17.000 Ausbildungsstellen unbesetzt

Nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit kommen derzeit rechnerisch 81 Bewerberinnen und Bewerber auf 100 gemeldete Stellen. Gleichzeitig haben noch nicht alle Ausbildungsinteressierten einen Ausbildungsplatz gefunden. Über 17.000 Ausbildungsstellen sind derzeit in Baden-Württemberg unbesetzt. Ihnen standen rund 11.000 unversorgte Bewerberinnen und Bewerber gegenüber. Hoffmeister-Kraut appelliert deshalb an Betriebe und Ausbildungssuchende: „Auch nach dem offiziellen Start des Ausbildungsjahres können noch Ausbildungsverträge abgeschlossen werden. Ich ermutige die jungen Menschen, ihre Suche fortzusetzen, und die Betriebe, auch Bewerberinnen und Bewerbern eine Chance zu geben, deren Potenzial sich vielleicht nicht auf den ersten Blick erschließt.“

Eine der zentralen Herausforderungen besteht darin, Betriebe und junge Menschen noch besser zusammenzubringen. Genau hier setzt das Wirtschaftsministerium mit seinen Maßnahmen zur Berufsorientierung und Ausbildungsförderung an. Damit Jugendliche in verschiedene Berufe hineinschnuppern können, gibt es in Baden-Württemberg die Praktikumswochen. Sie sind ein Angebot der Partner des Ausbildungsbündnisses, das von Wirtschaftsministerin Hoffmeister-Kraut angeführt wird. Damit können junge Menschen unkompliziert ein oder mehrere Tagespraktika in verschiedenen Unternehmen absolvieren, um sich ein besseres Bild ihrer beruflichen Zukunft zu machen. Die Praktikumswochen werden in diesem Jahr vom 12. Oktober bis zum 6. November angeboten. Eine Anmeldung für Schülerinnen und Schüler ab der 8. Klasse sowie für Unternehmen ist kostenfrei online möglich.

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