Kinderschutz

Aktionstage Kinder- und Jugendschutz gehen in zweite Runde

Städte, Gemeinden, Landkreise und die Zivilgesellschaft sind erneut aufgerufen, mit Veranstaltungen und Aktivitäten ein starkes Zeichen für den Kinderschutz in Baden-Württemberg zu setzen. Das Land fördert Projekte mit bis zu 2.000 Euro.

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Vier Jugendliche sitzen auf einer Freitreppe und betrachten etwas auf dem Smartphone
Symbolbild

Nach dem großen Erfolg der ersten landesweiten Aktionstage Kinder- und Jugendschutz mit mehr als 220 Aktionen im Jahr 2025 geht die Initiative in die zweite Runde. Vom 1. September 2026 bis zum 30. September 2027 sind Städte, Gemeinden, Landkreise sowie Vereine, Verbände, Initiativen und Kirchen in Baden-Württemberg erneut aufgerufen (PDF), mit eigenen Aktionen und Veranstaltungen ein Zeichen für den Schutz von Kindern und Jugendlichen zu setzen. Das Ministerium für Soziales, Arbeit und Gesundheit unterstützt die lokalen Aktivitäten. Über das Förderprogramm „Aktionstaler 2.0“ können kommunale und zivilgesellschaftliche Akteurinnen und Akteure bei der Allianz für Beteiligung einen Sachkostenzuschuss von bis zu 2.000 Euro beantragen.

Kinder- und Jugendschutz sichtbar und erlebbar machen

Kinder und Jugendliche haben ein Recht auf ein gewaltfreies Aufwachsen. Kinder- und Jugendschutz geht uns alle an. Die große Resonanz auf die ersten Aktionstage hat gezeigt, wie engagiert und vielfältig sich Kommunen und Zivilgesellschaft für dieses Ziel einsetzen. Daran wollen wir anknüpfen. Ich lade alle ein, sich an den zweiten Aktionstagen zu beteiligen und den Kinder- und Jugendschutz vor Ort sichtbar und erlebbar zu machen“, sagte Sozialminister Oliver Hildenbrand am 1. September 2026.

Die zweite Auflage der Aktionstage setzt besondere Schwerpunkte auf digitalisierte und mediatisierte Gewalt, auf Kinder und Jugendliche mit einem erhöhten Risiko Gewalt zu erfahren sowie auf Präventionsangebote, bei denen Jugendliche andere Jugendliche auf Augenhöhe informieren und stärken (Peer-to-Peer-Ansätze), insbesondere im Bereich der sexualisierten Gewalt.

Unterstützung für Aktionen vor Ort

Damit möglichst viele gute Ideen umgesetzt werden können, bietet das Land neben der finanziellen Förderung auch Informationen, Praxisbeispiele und Materialien für die Öffentlichkeitsarbeit an. Eine zentrale Aktionsseite Aktionstage Kinder- und Jugendschutz 2026/27 bündelt die Veranstaltungen und Aktivitäten der teilnehmenden Akteurinnen und Akteure und macht das Engagement landesweit sichtbar. Das Sozialministerium ruft alle Beteiligten dazu auf, ihre Aktionen dort zu melden. Für Interessierte findet am 24. September 2026 eine digitale Informationsveranstaltung statt.

Teil des Masterplans Kinderschutz

Die Aktionstage sind Teil der Umsetzung des Masterplans Kinderschutz, den das Land im Juli 2025 veröffentlicht hat. Die Strategie umfasst 52 Maßnahmen und wurde in einem intensiven Beteiligungsprozess gemeinsam mit Fachleuten aus Wissenschaft und Verwaltung sowie kommunalen und zivilgesellschaftlichen Akteurinnen und Akteuren entwickelt.

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