Elektromobilität

Startschuss für Lkw-Ladenetz

Das Land baut ein regionales Lkw-Ladenetz auf. Damit soll der steigenden Zahl von Elektro-Lkw auch das Laden unterwegs zu den Rastzeiten der Lkw-Fahrer ermöglicht werden.

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Ministerin Razavi überreicht den Förderbescheid.
Übergabe des Förderbescheids

Das Land Baden-Württemberg baut ein regionales Lkw-Ladenetz auf, um der steigenden Zahl von Elektro-Lkw auch das Laden unterwegs zu den Rastzeiten der Lkw-Fahrer zu ermöglichen. In den kommenden Jahren sollen an 14 Standorten im Südwesten 66 neue Ladepunkte entstehen. Dies gab Verkehrsministerium Nicole Razavi am 28. Juli 2026 bekannt. Das Konsortium aus LichtBlick eMobility und Regioladen+ erhält dafür Fördermittel des Landes  in Höhe von 4,6 Millionen Euro.

„Elektrische Lkw stehen serienreif zur Verfügung. Damit sie im Interesse unserer Fahrzeugindustrie, der Güterverkehrswirtschaft und des Klimaschutzes genutzt werden können, braucht es ein öffentliches Ladenetz. Es ergänzt das Laden auf dem Betriebshof, indem auch unterwegs und am Zielort des Lkw geladen werden kann“, sagte Verkehrsministerin Razavi anlässlich der Übergabe des Förderbescheids in Stuttgart.  

Ein Basisladenetz an öffentlicher Lkw-Ladeinfrastruktur

Im Herbst 2025 hatte das Ministerium den Förderaufruf BASE BW veröffentlicht. Der Fokus dieses Programms liegt dabei auf dem regionalen Straßennetz. „Das Land schafft damit Ladeinfrastruktur entlang von Bundes-, Landes- und Kreisstraßen - ergänzend zu Lademöglichkeiten auf den Betriebshöfen der Speditionen.  Gleichzeitig wird der Ladeinfrastrukturausbau des Bundes entlang der Bundesautobahnen ergänzt“, so Razavi.

Nun ist der Startschuss der Förderung erfolgt: Ein Konsortium aus Lichtblick eMobility und Regioladen+ hat das beste und preisgünstigste Konzept vorgelegt. Es baut in den kommenden Jahren 66 Ladepunkte an 14 Standorten und erhält dafür entsprechende Fördermittel des Landes. Baden-Württembergs Verkehrsministerin Nicole Razavi übergab den Förderbescheid am Dienstag in Stuttgart. Im Rahmen der Übergabe gab es auch eine Präsentation der mobilen Ladesäule und des E-Lkw in der Praxis.

Förderaufruf und Umsetzung

Im Rahmen des Förderaufrufs traten Unternehmen in einem wettbewerblichen Verfahren an. Durchgesetzt haben sich die besten Ideen und Projektkonzepte. Der Zusammenschluss aus LichtBlick und Regioladen+ ermöglicht die Umsetzung des Vorhabens und den Aufbau an den 14 Standorten. Mit 4,6 Millionen Euro Zuschuss bleibt das Konsortium deutlich unter den maximal vorgesehenen Fördermitteln von 6,8 Millionen Euro. Die Aufgaben des Konsortiums sind dabei klar definiert: LichtBlick eMobility übernimmt die Vorfinanzierung und den kommerziellen Betrieb, Regioladen+ den technischen Betrieb. Die Ladeparks entstehen innerhalb von 14 Suchräumen. Die Unternehmen planen innerhalb dieser Suchräume bereits mit konkreten Grundstücken, diese müssen aber noch erworben oder gepachtet werden. Zudem muss ein Netzanschluss sichergestellt werden.

Austausch mit Akteuren im Land

Das Kompetenznetz Lkw-Laden BW wurde zu Beginn des Jahres 2025 ins Leben gerufen und bündelt die Kompetenz unterschiedlicher Akteure aus Baden-Württemberg. Der Förderaufruf wurde durch eine intensive Rückkopplung innerhalb des Kompetenznetzes und mit Unternehmen, Verbänden und der Landesagenturen KEA-BW und e-Mobil BW in Baden-Württemberg ausgestaltet. Spedition und Logistik sind weiterhin auf Unterstützung bei der Elektrifizierung ihrer Flotten und dem Ladeinfrastrukturaufbau angewiesen.

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