Streuobst

Streuobstwiesen schützen und genießen

Mit einem Apfel von unseren heimischen Streuobstwiesen schützen Sie Kulturerbe und wertvollen Lebensraum zugleich.

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Apfelbäume stehen auf einer Streuobstwiese (Foto: dpa)

„Der Apfel ist die beliebteste Obstsorte in Deutschland. Er kann auf vielfältige Art verarbeitet werden und trägt wichtige Nährstoffe mit sich. Zugleich prägen Apfelbäume die heimischen Streuobstwiesen und bereichern unsere Kulturlandschaft. Es lohnt sich, nach Äpfeln aus Baden-Württemberg zu greifen. Mit jedem Apfel aus der Heimat tragen Sie zur regionalen Wertschöpfung bei und leisten einen wichtigen Beitrag zur Stärkung der Artenvielfalt. Jede Streuobstwiese trägt dazu bei, dass unsere Landschaft lebendig bleibt. Wer Äpfel von heimischen Streuobstbeständen isst oder verarbeitet, schont die Umwelt und tut auch sich etwas Gutes. Denn durch kurze Transportwege könnten CO₂-Emissionen reduziert und die regionale Vermarktung gestärkt werden“, sagte der Minister für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz, Peter Hauk, anlässlich des Tags des Apfels am 11. Januar.

Baden-Württemberg zählt zu den Ländern mit der größten Streuobstvielfalt. Auf rund 40.000 Hektar wachsen zahlreiche verschiedene Apfel-, aber auch Birnen-, Kirschen- und Pflaumensorten auf traditionell bewirtschafteten Wiesen. Streuobstwiesen speichern CO₂, verbessern das Mikroklima und schützen Böden vor Erosion.

„Mit der Pflege der Bäume sichern unsere Landwirtinnen und Landwirte sowie viele private Stücklesbesitzer wichtige Ökosysteme für die Gesellschaft und kommende Generationen. Diese Flächen sind wertvoller Lebensraum für zahlreiche Tiere und Pflanzen. Gleichzeitig bereichern die regionalen Früchte den Speiseplan für die Verbraucherinnen und Verbraucher“, betonte Minister Hauk.

„Ein großer Dank gebührt heute, am Tag des Apfels, den zahlreichen engagierten und motivierten Streuobstakteuren im Land. Die Pflege und Bewirtschaftung der Streuobstwiesen liefert gleichermaßen wie die vielfältige Verarbeitung der Früchte einen wichtigen Beitrag zum Landschaftserhalt“, betonte der Minister.

Land unterstützt Verwertung von Streuobst und Streuobstprodukten

Das Land unterstützt die Verwertung von Streuobst und Streuobstprodukten und hat getreu dem Motto „schützen durch nützen“ gemeinsam mit zahlreichen Vertretern der Branche, Verbänden und Streuobstinitiativen den Produktbereich Streuobst im Qualitätszeichen Baden-Württemberg (QZBW) entwickelt. „Das Qualitätszeichen Baden-Württemberg steht für hochwertige Produkte aus dem Land. Mit dem Kauf von Produkten mit diesem Qualitätszeichen können Verbraucherinnen und Verbraucher einen wesentlichen Beitrag zum Schutz und Erhalt dieser heimischen Lebensräume leisten. Es lohnt sich darauf zu achten, Äpfel möglichst regional zu beziehen und gezielt nach Obst und Produkten von Streuobstwiesen aus Baden-Württemberg zu greifen“, sagte Minister Peter Hauk.

Das Land unterstützt darüber hinaus die Vermarktung von Produkten aus 100 Prozent Streuobst über die sogenannte Merkblattförderung. Gefördert werden Werbe- und Verkaufsförderungsmaßnahmen, die den Absatz von regionalen Streuobstprodukten verbessern. Die Grundförderung je Initiative liegt bei 500 Euro. Bis 20 Hektar bewirtschafteter Fläche liegt der Fördersatz bei 35 Euro je Hektar. Bei über 20 Hektar bewirtschafteter Fläche liegt der Fördersatz ab dem 21. Hektar bei 20 Euro je Hektar. Die Förderobergrenze pro Antragsteller beträgt 5.000 Euro im Jahr.

Qualitätsprogramme

Produkte, die mit dem Qualitätszeichen Baden-Württemberg (QZBW) oder dem Biozeichen Baden-Württemberg (BIOZBW) gekennzeichnet sind, sind Lebensmittel in geprüfter Qualität und mit nachvollziehbarer Herkunft, die durch ein dreistufiges Kontrollsystem geprüft wurden. Träger des Zeichens ist das Land Baden-Württemberg, vertreten durch das Ministerium für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz. Diese Qualitätsprogramme erfüllen die Anforderungen der EU für staatliche getragene regionale Qualitätsprogramme und sind daher von der EU-Kommission notifiziert.

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