Landwirtschaft

Mehr Förderung bei Nestentfernungen von Asiatischer Hornisse

Mit zusätzlichen Anreizen für die Nestentfernung und weiterem geschulten Personal will das Land die Ausbreitung der Asiatischen Hornisse verhindern.

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Nest der Asiatischen Hornisse
Nest der Asiatischen Hornisse

„Die Asiatische Hornisse ist eine invasive Art, die für die Imkerei, den Obst- und Weinbau zunehmend zur Gefahr wird. Die  weitere Verbreitung müssen wir deshalb so weit wie möglich eindämmen. Entscheidend dafür ist die konsequente und möglichst frühzeitige Entfernung ihrer Nester. Deshalb passen wir die Förderpauschale für die Nestentfernung an und weiten die Förderung jetzt auch auf die Sekundärnester aus“, sagte die Staatssekretärin im Ministerium für Ländlichen Raum, Landwirtschaft und Heimat, Sarah Schweizer, am 6. August 2026.

Die Asiatische Hornisse bezieht in den nächsten Wochen die sogenannten Sekundärnester, die in der Regel schlechter erreichbar sind als die Primärnester, welche oft bis August vorgefunden werden. Die Sekundärnester hängen meist in den Baumkronen und sind schwerer zu entdecken als die Primärnester. Umso wichtiger sei es, auch im Herbst den Anreiz für die Nestentfernung hoch zu halten. Das Ministerium für Ländlichen Raum, Landwirtschaft und Heimat unterstützt über ein Projekt des Landesverbands Badischer Imker e.V. die Entnahme von Nestern der Asiatischen Hornisse.

Förderung wird ab September erhöht

Bis einschließlich August wird die Entfernung von Nestern der Asiatischen Hornisse mit 60 Euro je entferntem Nest bezuschusst. Ab September wird die Pauschale auf 200 Euro je entferntem Sekundärnester erhöht. Diese Erhöhung soll vor allem Anreize setzen, auch die schwer zugänglichen Sekundärnester zu entfernen, welche verstärkt ab September auffindbar sind.

Ziel des Projektes ist, über ein Monitoring zu erfahren, ob durch die Nestentfernungen die Fortpflanzung und Ausbreitung dieser invasiven Art effektiv reduziert werden kann.

Weitere Nestentferner sollen ausgebildet werden

Die Bezuschussung der Entnahme von Nestern richtet sich an qualifizierte und bei der Landesanstalt für Bienenkunde der Universität Hohenheim registrierte Nestentferner oder Schädlingsbekämpfer. Eine Rechnung darf dem Auftraggeber bei Inanspruchnahme der Förderung nicht gestellt werden. Der Auftraggeber sollte daher mit dem Nestentferner vorab klären, ob dieser an der Förderung teilnimmt und die Nestentnahme somit kostenfrei ist.

„Der Kampf gegen diese invasive Art kann nur gemeinsam mit unseren Imkerinnen und Imkern, qualifizierten Nestentfernern und einer aufmerksamen Bevölkerung gelingen. Dabei arbeiten wir eng und vertrauensvoll mit den Imkerverbänden im Land zusammen. Durch die Förderung der Nestentfernung und die Schulung von weiteren Experten leisten wir einen wichtigen Beitrag, um die negativen Auswirkungen auf unsere Landwirtschaft, Imkerei und Bevölkerung zu minimieren. Ich danke allen Beteiligten für ihr großes Engagement im Kampf gegen die invasive Asiatische Hornisse“, so Staatssekretärin Schweizer.

Asiatische Hornisse

Die Landesanstalt für Bienenkunde der Universität Hohenheim koordiniert seit März 2024 im Auftrag der Naturschutz- und Landwirtschaftsverwaltung Aufgaben im Zusammenhang mit der Asiatischen Hornisse. Einzeltiere oder Nester können über die Meldeplattform Asiatische Hornisse der Naturschutzverwaltung gemeldet werden.

Imkerinnen und Imker können bei Verdacht auf Schädigung ihrer Bienen durch die Asiatische Hornisse den Bienengesundheitsdienst (PDF) (CVUA Freiburg oder Aulendorf) einschalten.

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