Forst

Programm für die Waldzukunft im Land

Aktuell werden rund 45 Einzelprojekte mit einem jährlichen Finanzvolumen von rund fünf Millionen Euro unter dem Dach der Waldstrategie 2025 umgesetzt. Aktive Waldbewirtschaftung fördert die Multifunktionalität und die Widerstandsfähigkeit der Wälder.

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Veranstaltung Waldstrategie 2024

„Mit unserer Waldstrategie Baden-Württemberg 2050 haben wir einen zentralen, koordinierten Handlungsrahmen, um unsere Wälder angesichts des Klimawandels, des Artenverlustes und wachsender gesellschaftlicher Nutzungsansprüche zukunftsfähig zu steuern. Mit aktiver Waldbewirtschaftung fördern wir die Multifunktionalität und die Widerstandsfähigkeit unserer Wälder. Wir bauen klimaresiliente Laubmischwälder auf und sorgen für den Erhalt der Artenvielfalt im Wald. Gleichzeitig berücksichtigt die Waldstrategie die gesellschaftlichen Bedürfnisse und die soziale Bedeutung der Wälder, die nicht nur Erholung bieten, sondern auch zur Identität und Kultur im Land beitragen“, sagte die Ministerin für Ländlichen Raum, Landwirtschaft und Heimat, Marion Gentges, am 15. Juli 2026 in Hinblick auf den aktuellen Stand der Waldstrategie 2050 des Landes Baden-Württemberg. 

Umfang der Waldstrategie

Aktuell werden rund 45 Einzelprojekte mit einem jährlichen Finanzvolumen von rund fünf Millionen Euro unter dem Dach der Waldstrategie umgesetzt.

Beispiele für bislang erfolgreiche umgesetzte Maßnahmen und Projekte sind:

  • die neuen Waldentwicklungstypen 2024 sind ein waldbaulicher Handlungsleitfaden für alle Waldbesitzarten in Baden-Württemberg, um die Wälder an den Klimawandel anzupassen und sie zu klimaresilienten Mischwäldern zu entwickeln.
  • die Waldnaturschutzkonzeption 2030 ist ein Handlungsleitfaden für alle Waldbewirtschafter, damit sie Maßnahmen für den Erhalt und die Förderung der Biodiversität in ihren Wäldern besser in ihre Waldwirtschaft integrieren können.
  • der diesjährige Themenschwerpunkt „Wald und Wasser“ stellt forstwirtschaftliche Maßnahmen zum Wasserrückhalt im Wald für die Akteure zusammen, die dazu beitragen die Widerstandfähigkeit unserer Wälder im Kern zu erhöhen.
  • verschiedene Digitalisierungsprojekte, wie zum Beispiel das Waldportal BW als digitales Forstamt und die integrierte mobile App „WaldExpert“ sollen den Austausch mit den Behörden für private und kommunale Waldbesitzer vereinfachen und erleichtern. Im Projekt PRIMA-Wald werden Waldschäden mithilfe von Satelliten- und Drohnendaten erfasst und mittels KI analysiert und im Projekt DIANA werden neue innovative Ansätze zur Bildung von Gemeinschaftswäldern entwickelt.
  • die aktuelle Kampagne „#Unser Holz Gut fürs Klima – gut für Dich“ informiert Bürgerinnen und Bürger über die Beiträge von Wald und Holz zum Klimaschutz. 

In den Jahren 2027/2028 soll das Thema Privatwald schwerpunktmäßig in den Mittelpunkt der Waldstrategie 2050 gerückt werden.

Zu den bewährten und wichtigen Austauschformaten der Waldstrategie 2050 gehören unter anderem das alle zwei Jahre stattfindende Forum Waldzukunft und die Regionalen Waldgespräche. Als Herzstück der Waldstrategie bieten sie eine Plattform für Beteiligung, Information und Austausch. In den vergangenen vier Jahren konnten bei 20 Regionalen Waldgesprächen über 1.200 Personen unter anderem aus den Bereichen Forst- und Holzwirtschaft, Waldbesitz, Naturschutz, Jagd und Tourismus erreicht werden.

Online-Plattform zum Waldzustand

Auf der frei zugänglichen Online-Plattform deadtrees.earth können der Geodaten zum Waldzustand frei und anwenderfreundlich analysiert und visualisiert werden.

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