Vermögen und Bau

Patenschaft für Kronenkranich in der Wilhelma

Finanzstaatssekretärin Gisela Splett übernimmt die Patenschaft für einen Kronenkranich in der Wilhelma. Seit 2024 unterstützt die Wilhelma ein Schutzprojekt für den Grauhals-Kronenkranich in Burundi.

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Gisela Splett mit Patenschaftsurkunde
Wilhelma-Direktor Dr. Thomas Kölpin (rechts) überreicht Finanzstaatssekretärin Gisela Splett (links) ihre Patenschaftsurkunde.

Der Kronenkranich ist das Zootier des Jahres 2026. Finanzstaatssekretärin Gisela Splett hat dies zum Anlass genommen, die Patenschaft für einen Kronenkranich in der Wilhelma zu übernehmen.

Kronenkranich spielt wichtige Rolle im Ökosystem

Staatssekretärin Gisela Splett sagte: „In vielen afrikanischen Ländern, unter anderem in unserem Partnerland Burundi, ist der Kronenkranich mehr als nur ein Vogel: Er hat einen Platz in der Kultur und spielt eine wichtige Rolle im Ökosystem. Ich freue mich, dass die Wilhelma ein Projekt zum Schutz des Kronenkranichs in Burundi unterstützt. Mit meiner Patenschaft für das Tier in der Wilhelma möchte ich die Aufmerksamkeit auf diese schönen Vögel lenken – und auch auf die Artenschutzbemühungen in ihrer afrikanischen Heimat.“

Wilhelma Direktor Dr. Thomas Kölpin betonte: „Wir danken Frau Staatssekretärin Splett für dieses Zeichen der Unterstützung und der Verbundenheit mit der Wilhelma. Patenschaften helfen uns dabei, den Zoologisch-Botanischen Garten kontinuierlich weiterzuentwickeln. Besonders freuen wir uns, dass wir in diesem Fall noch zusätzliche Aufmerksamkeit auf die Kampagne ‚Zootier des Jahres‘ lenken, welche dieses Jahr dem Kronenkranich gewidmet ist.“

Kronenkraniche gehören zu den beeindruckendsten Vögeln des afrikanischen Kontinents. Man unterscheidet zwischen zwei Arten: Bei der in der Wilhelma gehaltenen Art handelt es sich um den Westafrikanischen Kronenkranich, der in Westafrika und der Sahelzone verbreitet ist. Der Grauhals-Kronenkranich ist im östlichen und südlichen Afrika zu Hause. Charakteristisches Merkmal beider Arten ist ihre gelbe Federkrone. Durch Lebensraumverlust, die Zerstörung von Feuchtgebieten und menschliche Eingriffe in ihre natürlichen Lebensräume sind Kronenkraniche zunehmend gefährdet. Auch der verstärkte Einsatz von Chemikalien in der Landwirtschaft, die Kollision mit Stromleitungen, der illegale internationale Wildtierhandel und die direkte Bejagung durch den Menschen tragen dazu bei, dass die Bestände in vielen Regionen Afrikas seit Jahren zurückgehen. So nahm die Zahl der Kronenkraniche etwa in Ostafrika in den vergangenen 40 Jahren um 80 Prozent ab. Die Wilhelma unterstützt daher seit 2024 über den Artenschutz-Euro ein Schutzprojekt für den Grauhals-Kronenkranich in Burundi.

Zootier des Jahres

Das „Zootier des Jahres“ ist eine von der Zoologischen Gesellschaft für Arten- und Populationsschutz (ZGAP) initiierte Kampagne, die seit über zehn Jahren zusammen mit dem Verband der Zoologischen Gärten e. V. (VdZ), der Deutschen Tierpark-Gesellschaft e. V. (DTG) und der Gemeinschaft der Zooförderer e. V. (GdZ) durchgeführt wird. Sie dient dazu, Aufmerksamkeit für bedrohte, aber wenig bekannte Tierarten zu schaffen. Außerdem werden Mittel generiert, um Schutzprojekte in den natürlichen Lebensräumen des Zootiers des Jahrs zu unterstützen. Die Spendengelder der diesjährigen Kampagne fließen in ausgewählte Schutzprojekte für Kronenkraniche in Kenia, Tansania und Burundi, wo Konzepte zum Erhalt der Lebensräume und zur langfristigen Sicherung der Populationen umgesetzt werden. Der Auftakt des Kampagnenjahrs erfolgt immer in einem anderen teilnehmenden Zoo: Im Vorjahr wurde in der Wilhelma das Gürteltier als Zootier des Jahres 2025 bekanntgegeben. Der Kronenkranich als aktuelles Zootier des Jahres wurde am 21. Januar 2026 im Zoo Dresden vorgestellt.

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