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Ortseingang von Gingen an der Fils wird sicherer und moderner

Am nördlichen Ortseingang von Gingen an der Fils beginnt der Umbau der L 1214. Ziel ist mehr Sicherheit sowie eine höhere Aufenthaltsqualität.

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Bauarbeiter erneuern den Fahrbahnbelag auf einer Straße (Bild: © dpa).
Symbolbild

Nach der Verkehrsverlagerung durch die neue B 10 wird der Straßenraum in Gingen an der Fils neu aufgeteilt: Am nördlichen Ortseingang beginnt der Umbau der L 1214. Ziel ist mehr Sicherheit, bessere Bedingungen für den Rad- und Fußverkehr sowie eine höhere Aufenthaltsqualität.

Verkehrsberuhigung und bessere Wege

Das Regierungspräsidium Stuttgart und die Gemeinde Gingen an der Fils gestalten den nördlichen Ortseingang der L 1214 (Hindenburgstraße) gemeinsam neu. Die zentrale Maßnahme ist eine begrünte Mittelinsel, die die Verkehrssicherheit am Ortseingang verbessert. Gleichzeitig wird die Fahrbahn von bisher 8,50 Metern auf 6,50 Meter reduziert. Dadurch entsteht Platz für neue Längsparkplätze, Grünflächen sowie durchgehende Gehwege auf beiden Seiten der Straße. Nicht mehr benötigte Straßenelemente wie die bisherige Linksabbiegerspur, ein Fahrbahnteiler sowie eine Querungshilfe im Bereich der Tankstelle werden zurückgebaut. Auch die Zufahrt zu einem landwirtschaftlichen Geh- und Radweg wird neu geordnet. Zusätzlich wird die Fahrbahndecke erneuert, Schadstellen werden beseitigt und der bestehende Entwässerungskanal saniert. Piktogramme machen künftig auf den Radverkehr aufmerksam, denn die Hindenburgstraße ist Teil des RadNetzes Baden-Württemberg.

Verkehrsministerin Nicole Razavi betonte: „Die Entlastung durch die B 10 gibt uns die Chance, Gingen an der Fils aktiv weiterzuentwickeln. Diese Chance nutzen wir: Wir investieren gezielt in bessere und sicherere Wege, mehr Übersicht und ein Umfeld, das den Alltag für die Bürgerinnen und Bürger spürbar erleichtert. So wird aus einer früher stark belasteten Straße ein Stück Lebensqualität für den Ort. Wir arbeiten mit Hochdruck daran, dass auch die Ortsdurchfahrten von Kuchen und Geislingen so schnell wie möglich vom Durchgangsverkehr befreit werden.“

Gertrud Bühler, Leiterin der Abteilung für Wirtschaft und Infrastruktur im Regierungspräsidium Stuttgart, sagte: „Mit dem Umbau des Ortseingangs schaffen wir mehr Sicherheit für alle Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer. Die Neugestaltung zeigt, wie sich Straßenräume nach einer Verkehrsentlastung sinnvoll an die Bedürfnisse der Menschen vor Ort anpassen lassen. Gemeinsam mit der Gemeinde investieren wir in eine moderne und zukunftsfähige Infrastruktur, die den Fuß- und Radverkehr stärkt und die Aufenthaltsqualität im Ort verbessert.“

Bürgermeister Marius Hick erklärte: „Mit der Eröffnung der Ortsumfahrung im Jahr 2018 wurde die Gemeinde in die Städtebauförderung aufgenommen. Seitdem wurden im Sanierungsgebiet Ortsmitte/B10alt über 20 private Einzelmaßnahmen gefördert und eine innerörtliche Platzgestaltung umgesetzt. Die Freude ist groß, dass durch die erneute Aufstockung der Sanierungsmittel nun der erste Teilabschnitt für den Rückbau und die Gestaltung der Ortsdurchfahrt beginnen kann. Damit entfaltet eine intensive Bürgerbeteiligung eine sichtbare und nachhaltige Wirkung. Mit der Baumaßnahme erhält Gingen nicht nur einen schönen und sicheren Ortseingang für alle Verkehrsteilnehmer, sondern es wird durch neue Baumquartiere und Grüninseln auch das Kleinklima und die Lebensqualität, insbesondere der Anlieger, verbessert.“

Vollsperrung während der Bauzeit

Für die Bauarbeiten wird die Hindenburgstraße zwischen dem Ortseingang aus Richtung Süßen und der Kreuzung Hintere Gasse vollständig gesperrt. Die Tankstelle und die landwirtschaftlichen Grundstücke erreichen Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer über eine provisorische Umfahrung (PDF).

Der übrige Verkehr wird innerorts über die Brückenstraße, die Brunnenstraße und die Bahnhofstraße umgeleitet (PDF). Die Bauarbeiten sollen bis zum 30. September 2027 abgeschlossen sein.

Aktuelle Informationen über Straßenbaustellen im Land können Interessierte auf der Internetseite der Straßenverkehrszentrale des Landes Baden-Württembergabrufen. VerkehrsInfo BW gibt es auch als App (kostenlos und ohne Werbung).

Ortsumfahrung und Baumaßnamen Giengen an der Fils

Seit 2018 führt die B 10 nicht mehr durch Gingen an der Fils. Die Ortsumfahrung hat die Gemeinde deutlich vom Durchgangsverkehr entlastet. Die frühere Bundesstraße wurde zur Landesstraße abgestuft. Dadurch eröffnen sich neue Möglichkeiten, den Straßenraum im Ort neu zu gestalten und stärker an den Bedürfnissen der Bürgerinnen und Bürger auszurichten.

In der Gemeinde Gingen an der Fils werden derzeit zwei Maßnahmen im Bereich Städtebau gefördert:

  • Die Maßnahmen „Buchsteiner Areal“ wurde im Jahr 2025 zur Vorbereitung im Landessanierungsprogramm aufgenommen. Im Programmjahr 2026 erfolgte die Aufstockung der zugesagten Fördermittel auf insgesamt 820.000 Euro.

  • Die Maßnahme „Ortsmitte/B 10“ wurde im Jahr 2018 ebenfalls im Landessanierungsprogramm aufgenommen. Auch diese Maßnahme erhielt im Jahr 2026 eine Aufstockung um 800.000 Euro auf insgesamt 2,6 Millionen Euro.

Darüber hinaus gibt es in Gingen an der Fils aktuell zwei Maßnahmen, die nach dem Landesgemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz (LGVFG) gefördert werden:

  • Ersatzneubau der Brücke Unterer Steg: Aufnahme in das Förderprogramm LGVFG-Programmbereich KStB (kommunaler Straßenbau) im Jahr 2025

  • Ersatzneubau der Brücke Oberer Steg: Aufnahme in das Förderprogramm LGVFG-Programmbereich RuF (Rad- und Fußverkehr) im Jahr 2026

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