Städtebau

Lebendige und zukunftsfähige Ortsmitte in Oberried

Berechne Lesezeit
  • Teilen
Häuser in Stuttgart werden von der Morgensonne beschienen. (Bild: picture alliance/Sebastian Gollnow/dpa)

Die städtebauliche Erneuerungsmaßnahme „Ortsmitte Oberried“ in Oberried wurde mit Fördermitteln des Landes in Höhe von rund 2,3 Millionen Euro erfolgreich abgeschlossen. Mit Hilfe der Städtebauförderung wurde die Ortsmitte in Oberried lebendig und zukunftsfähig gestaltet.

Die städtebauliche Erneuerungsmaßnahme „Ortsmitte Oberried“ in Oberried (Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald) wurde erfolgreich abgeschlossen. Mit insgesamt rund 2,3 Millionen Euro Finanzhilfen – darunter 730.000 Euro vom Bund – hat das Ministerium für Landesentwicklung und Wohnen die Sanierung gefördert. „In Oberried ist beispielhaft zu sehen, wie es mit Hilfe der Städtebauförderung gelingen kann, ein Ortszentrum lebendig und zukunftsfähig umzugestalten. Es wurde zu einem Ort der Begegnung für die Bürgerinnen und Bürger, wo sie gerne wohnen und sich aufhalten“, erklärte Ministerin Nicole Razavi anlässlich des Abschlusses dieser Sanierung.

Die städtebaulichen Förderangebote seien flexibel einsetzbar, sodass gut auf immer wieder neue Herausforderungen reagiert werden könne. „Wir unterstützen damit die Kommunen dabei, Quartiere aufzuwerten, Brachflächen neu zu nutzen, Wohnraum zu schaffen und Maßnahmen zum Klimaschutz umzusetzen. Zudem löst jeder Fördereuro bis zu acht weitere Euro an Folgeinvestitionen aus, was nachhaltig auch Beschäftigungsimpulse im regionalen Baugewerbe erzeugt“, so die Ministerin.

Neugestaltung der Ortsmitte

Der Schwerpunkt der städtebaulichen Erneuerungsmaßnahme lag darin, die funktionalen Mängel bei den Gemeinbedarfseinrichtungen zu beheben und das Ursulinenareal mit einem Mehrgenerationenprojekt neuzuordnen. Die auf dem Areal stehenden Gebäude wurden abgebrochen. Eine bürgerschaftliche Wohnbaugenossenschaft konnte dort zwei Wohngebäude mit Mietwohnungen errichten. Die Gemeinde baute weitere zehn Sozialwohnungen sowie eine gesonderte Wohngemeinschafts- und Tagespflegeeinrichtung neu. Mit Hilfe der Städtebauförderung konnte die öffentliche Freifläche zwischen den Gebäuden der Wohnbaugenossenschaft, dem Mehrgenerationenprojekt und dem Bach Brugga erstmals gestaltet werden. Der Platz ist ein beliebter Treffpunkt geworden. Zudem wurde eine Verbindung zu den örtlichen Wanderwegen und eine Öffnung des Baches Brugga zur Ortsmitte angelegt. Die öffentliche Grünfläche mit Fitnessgeräten wird von Jung und Alt zur sportlichen Betätigung genutzt. So entstand aus einem ehemaligen stillgelegten Kinderheim ein neues Mehrgenerationenquartier.

Der bestehende Spielplatz Klostergarten wurde umfassend mit modernen Spielgeräten – überwiegend aus Holz – ausgestattet und so umgestaltet, dass es einen eigenen Bereich für kleinste Kinder gibt und der Spielplatz inzwischen sehr beliebt ist. Die Kinder entschieden in einem Wettbewerb selbst, welche Spielgeräte installiert wurden. Die Goldberghalle wurde zu Beginn der Sanierungsmaßnahme umfassend erneuert.

Denkmalgeschützte Klosterscheune wird Treffpunkt

Aus ergänzenden Mitteln des Zukunftsinvestitionsprogramms wurde die denkmalgeschützte Klosterscheune erworben, umfassend erneuert und als attraktives Dorfgemeinschaftshaus den Bürgerinnen und Bürgern und den örtlichen Vereinen zur Nutzung bereitgestellt. Sämtliche Räume sind barrierefrei erreichbar und es wurde eine neue öffentliche Toilettenanlage integriert. Im Dachgeschoss befindet sich nun der Bürgersaal und im Erdgeschoss finden verschiedene Veranstaltungen und Märkte statt und es wird von Vereinen genutzt. Aufgrund der wachsenden Zahl an Kindern war es erforderlich, den Kindergarten St. Michael durch den Anbau eines weiteren Gruppenraums zu erweitern sowie das Gebäude energetisch aufzuwerten.

Auch einige private Eigentümer haben die Chance genutzt, ihre Gebäude zu modernisieren.

Weitere Meldungen

Ein Startläufer einer 4x100m-Staffel hält einen Staffelstab in der Hand.
Sport

Landesfinale von „Jugend trainiert“

Gruppenbild der Preisträger des Schülermedienpreises 2026
Medienbildung

Schülermedienpreis 2026 verliehen

Eine Krankenpflegerin schiebt ein Krankenbett durch einen Flur.
Gesundheitssystem

Hildenbrand kritisiert Umsetzung der GKV-Reform

Portrait Dr. Simon Veser Amtsleiter Finanzamt Ludwigsburg
Verwaltung

Neuer Leiter des Finanzamts Ludwigsburg

Ein Landwirt betankt sein Gespann mit Gülle um diese anschließend auf einem Feld auszubringen. (Foto: © dpa)
Landwirtschaft

Gentges fordert Aufstockung des Hilfspakets für Düngerpreise

Ein Thermometer zeigt fast 36 Grad Celsius an.
Gesundheitsschutz

Gesundheitsminister richtet Hitze-Taskforce ein

Rauchverbotsschild (Foto: © dpa)
Gesundheit

Schülerinnen und Schüler sagen Nein zu Tabak und Nikotin

Kisten mit Gemüse und Obst.
Ernährung

Ernährungsbildung junger Erwachsener stärken

Abschlussveranstaltung zum Projekt "Nachhaltige Schulverpflegung" am 07.07.2026
Ernährung

Nachhaltige Schulverpflegung prägt Bewusstsein

Forschende im Forschungszentrum M3 des Universitätsklinikums Tübingen
Hochschulen

Schnellbau-Initiative bringt zusätzlichen Investitionsschub

Übergabe des Förderbescheids durch Staatssekretär Thomas Dörflinger (zweiter von rechts)
Wirtschaft

Rund 400.000 Euro für Digitalisierung im Handwerk

Symbolbild: Eine Frau sitzt an einem Dorfbrunnen. (Foto: © dpa)
Baukultur

Land fördert kommunale Gestaltungsbeiräte

Symbolbild zur Künstlichen Intelligenz mit einem Prozessor und dem Schriftzug "AI Artificial Intelligence Technology"
EU-Donauraumstrategie

Europäische KI-Netzwerke stärken Witschaft

Die frisch gekürte Badische Weinkönigin Rosa Kost (Mitte) steht mit den beiden ebenfalls frisch gekürten Badischen Weinprinzessinnen Tina Müller (links) und Viktoria Benz (rechts) auf der Bühne.
Weinbau

Rosa Kost ist neue Badische Weinkönigin

Kur- und Heilwald
Forst

Handbuch für Kur- und Heilwälder veröffentlicht