Energie

Finanzielle Lösung für Geothermie-Schäden in Böblingen rückt näher

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Ein Gutachter steht in Leonberg vor Erdwärmesonden die aus einem Bohrloch ragen. (Foto: © dpa)

Nach den verheerenden Gebäudeschäden durch fehlerhafte Geothermiebohrungen in Böblingen in den Jahren 2006 bis 2008 will das Land zugunsten der schuldlos Geschädigten auf finanzielle Ansprüche in Millionenhöhe verzichten. Dadurch wird die Auszahlung der fünf Millionen Euro Versicherungssumme an die Geschädigten möglich.

Nach den verheerenden Gebäudeschäden durch fehlerhafte Geothermiebohrungen in Böblingen in den Jahren 2006 bis 2008 will das Land zugunsten der schuldlos Geschädigten auf finanzielle Ansprüche in Millionenhöhe verzichten. Eine entsprechende Absichtserklärung hat heute der Böblinger Landrat Roland Bernhard für das Land unterzeichnet. Der Weg für den so genannten Rangrücktritt soll über einen Nachtragshaushalt freigemacht werden, über den der Landtag zu entscheiden hat. 

Umweltminister Franz Untersteller zeigte sich erleichtert nach der Unterzeichnung der Absichtserklärung: „Der Landtag bekommt einen Vorschlag von uns für eine staatshaushaltsgesetzliche Regelung, die uns erlaubt, auf unsere Forderungen gegenüber der Versicherung zu verzichten. Damit wird dann die Auszahlung der fünf Millionen Euro Versicherungssumme an die Geschädigten möglich.“

Die Regelung, führte Untersteller aus, gelte nur für das Schadensgebiet Nord, wo die Erdhebungen nach der erfolgreichen Sanierung der schadhaften Erdwärmesonden weitgehend zum Stillstand gekommen sind. Für die weiteren Schadensgebiete im Süden müsse zunächst abgewartet werden, ob die vor einigen Wochen abgeschlossene Sanierung der Sonden erfolgreich gewesen sei und der Schadensprozess gestoppt werden konnte. „Ich hoffe, dass wir die Bestätigung bis Ende des Jahres bekommen werden“, sagte Untersteller. Erst dann könne eine Kostenschätzung der Schäden erfolgen und das weitere Vorgehen besprochen werden.

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