Straßenbau

500 Millionen Euro für Straßenerhalt im Land

Das Land investiert im Jahr 2026 so viel wie noch nie in den Erhalt von Straßen und Brücken. Insgesamt fließen voraussichtlich rund 500 Millionen Euro in laufende und neue Maßnahmen.

Berechne Lesezeit
  • Teilen
Straßenbaustelle an der B31 im Schwarzwald (Bild: © dpa).
Symbolbild

Das Land investiert 2026 so viel wie noch nie in den Erhalt von Straßen und Brücken. Mehr als 310 weitere Projekte können starten. Insgesamt fließen voraussichtlich rund 500 Millionen Euro in laufende und neue Maßnahmen.

Verkehrsminister Winfried Hermann erklärte zur Vorstellung des Sanierungsprogramms 2026: „Wir investieren sehr viel in den Erhalt unserer Infrastruktur. Das ist dringlich und wichtig, weil viele Bauwerke alt sind, stark belastet wurden und wir ihre Substanz sichern müssen. Wir setzen die Mittel gezielt dort ein, wo es objektiv zuerst notwendig ist. Auch nach 15 Jahren Sanierungsoffensive bleibt Erhalt vor Aus- und Neubau unsere Handlungsmaxime im Straßenbau. Eine funktionierende Infrastruktur ist für unsere Gesellschaft unabdingbar und stärkt den Wirtschaftsstandort in Baden-Württemberg.“

Saniert und erhalten werden vor allem schadhafte Brücken, Fahrbahnen, Stütz- und Lärmschutzwände sowie Radwege. Hinzu kommen Hang- und Felssicherungen.

Steigender Sanierungsbedarf

„In den kommenden Jahren müssen wir deutlich mehr Bauwerke und Straßen sanieren. Viele kommen aufgrund ihres Alters und weil sie über Jahrzehnte weit über die erwarten Maße belastet wurden in die Sanierungsphase. Mehr Verkehr und vor allem viele und schwerere Lastwagen haben ihre Spuren und Risse hinterlassen. Das ist eine gewaltige Aufgabe. Wir nutzen dafür auch Mittel aus dem Sondervermögen. So können wir wichtige Projekte vor allem im Landesstraßennetz starten“, sagte der Minister.

Für Bundesstraßen werden in diesem Jahr voraussichtlich rund 254 Millionen Euro eingesetzt. In den Erhalt der Landesstraßen fließen nach aktuellem Stand rund 236 Millionen Euro. In beiden Bereichen werden auch Mittel aus dem Sondervermögen genutzt.

Sanierungsprogramm 2026

Das Sanierungsprogramm 2026 umfasst vor allem Projekte zur Erhaltung von Bauwerken und zur Erneuerung von Fahrbahndecken.

Landesweit ist geplant, dass dieses Jahr

  • 14 Brücken ersatzweise neu gebaut, verstärkt oder saniert
  • mehr als 180 Bauwerke instandgesetzt
  • Fahrbahndecken auf knapp 450 Kilometern erneuert werden

Bereits 2025 fast 400 Millionen Euro für Sanierung

2025 wurden rund 213 Millionen Euro in Bundesstraßen investiert. Dabei wurden rund 145 Kilometer Fahrbahnen und mehr als 80 Bauwerke saniert.

In den Erhalt der Landesstraßen flossen rund 170 Millionen Euro. Damit wurden gut 200 Kilometer Fahrbahnen und mehr als 90 Bauwerke erneuert.

Das Sanierungsprogramm 2026 steht sinnbildlich für die Schwerpunktsetzung des Ministeriums für Verkehr auf Erhaltung der bestehenden Infrastruktur. Die Investitionen sichern die Qualität der Straßen und sorgen für einen verlässlichen Verkehr im Land.

Hintergrundinformationen

Brücken im Land

  • Rund 7.300 Brücken an Bundes- und Landesstraßen

  • Etwa jede zehnte Brücke altersbedingt sanierungsbedürftig

  • Maßnahmen: sanieren, verstärken oder neu bauen

Brückenerhaltungsprogramm

Zustand der Fahrbahnen

Erhaltungsmanagement

  • Grundlage für Planung und Umsetzung von Sanierungen

  • Bundesstraßen: rund 667 Kilometer bis 2028

  • Landesstraßen: rund 739 Kilometer bis 2029

Sondervermögen

Das Sondervermögen Infrastruktur und Klimaneutralität ist ein Sondervermögen des Bundes. Baden-Württemberg erhält gemäß Königsteiner Schlüssel bis einschließlich 2036 insgesamt 13,1 Milliarden Euro für Investitionen. Davon gehen insgesamt 8,75 Milliarden Euro an die Kommunen, für das Land bleiben mehr als vier Milliarden Euro. Hiervon sind 700 Millionen Euro für Investitionen in Straßen und Brücken im Landesstraßennetz (insbesondere Sanierung) vorgesehen. In den nächsten zehn Jahren besteht für das Landesstraßennetz unter fachlichen Gesichtspunkten ein Sanierungs- beziehungsweise Erhaltungsmittelbedarf, der über die in diesem Zeitraum voraussichtlich zur Verfügung stehenden Haushaltsmittel (einschließlich des Sondervermögens) hinausgehen wird.

Weitere Meldungen

Drohnen Wald Aufnahme
Biotechnologie

Mikroorganismen für nach­haltige Produktionsprozesse

Finanzstaatssekretärin Andrea Lindlohr (rechts) mit Oberfinanzpräsident Bernd Kraft (links) während der Vorstellung der Bilanz der Steuerverwaltung 2025
Steuern

Bilanz der Steuerverwaltung 2025

Bio-Musterregion Freiburg
Weinbau

Weinbauland Baden-Württemberg stärken

Gewächshaus
Landwirtschaft

Obst- und Gemüsebau im Klimawandel

Eine Hand tippt auf einer Tastatur.
Cybersicherheit

Bedrohungslage im Cyberraum verschärft sich weiter

Startbildschirm der Warn-App NINA.
Bevölkerungsschutz

Bundesweiter Warntag am 10. September 2026

Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut
Delegationsreise

Land stärkt Kooperation mit Polen

Ausbilderin mit Lehrling
Ausbildung

Unternehmen setzen auf berufliche Ausbildung

Ein Prüfstandshandwerker begutachtet am Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt ein Raketen-Triebwerk
Finanzen

Land investiert in Raumfahrt­standort Baden-Württemberg

Ein Mitarbeiter der Porsche AG montiert im Porsche-Stammwerk in Stuttgart-Zuffenhausen einen Porsche 718 Cayman.
Automobilwirtschaft

Klares Bekenntnis zu Audi-Werk in Neckarsulm gefordert

Übergabe Tanklöschfahrzeuge Waldbrand
Feuerwehr

Sechs neue Tanklöschfahrzeuge zur Waldbrandbekämpfung

Menschen besteigen ein Flugzeug. Vor dem Fahrzeug der Bundespolizei stehen auf dem Vorfeld am Flughafen Leipzig/Halle.
Migration

Ein Straftäter aus dem Land nach Afghanistan abgeschoben

Logo und Schriftzug der „Agentur für Arbeit“ an einem Gebäude.
Arbeitsmarkt

Sommerpause prägt den Arbeitsmarkt

Bio-Musterregion Bodensee
Landwirtschaft

Der Bodenseeapfel ist weit mehr als ein gesundes Lebensmittel

Icon eines Fahrrads. Darüber der Text "Mein Bike, mein Weg, mein Vorteil mit JobBike BW.
JobBike

40.000 JobBikes für Landesbeschäftigte