Digitalisierung

Land fördert Digitalisierung der mittelständischen Wirtschaft

Eine Mitarbeiterin demonstriert im 3D-Druck-Applikationszentrum des Maschinenbauers Trumpf in Ditzingen die Bedienung einer 3D-Druck-Maschine per Tablet. (Foto: © dpa)

Das Wirtschaftsministerium fördert Digitalisierungsvorhaben mittelständischer Unternehmen mit vier Millionen Euro. Dadurch werden neue Projekte des Technologie- und Wissenstransfers vorangebracht.

Mit vier Millionen Euro aus Mitteln der Digitalisierungsstrategie der Landesregierung digital@bw will das Wirtschaftsministerium neue Projekte des Technologie- und Wissenstransfers aus der wirtschaftsnahen Forschung fördern, mit deren Hilfe mittelständische Unternehmen Digitalisierungsvorhaben voranbringen sollen.

„Mit den Projekten wollen wir insbesondere kleine und mittlere Unternehmen dabei unterstützen, ihr Wissen über intelligente, digital vernetzte Systeme sowie digitale Arbeits- und Geschäftsprozesse oder Geschäftsmodelle zu stärken. Die Projekte machen Erkenntnisse der wirtschaftsnahen Forschung im Bereich Digitalisierung möglichst effizient sichtbar und nutzbar, damit die für Baden-Württemberg wichtigen mittelständischen Unternehmen insbesondere aus Industrie, Handwerk und Dienstleistungswirtschaft durch neue innovative Produkte und Verfahren von diesen Ergebnissen direkt profitieren können“, teilte Wirtschaftsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut mit.

Landesweiter Wettbewerb

Die Förderung ist das Ergebnis eines vom Wirtschaftsministerium durchgeführten Wettbewerbs zur Entwicklung und Erprobung innovativer Veranstaltungsformate für den Technologie- und Wissenstransfer. Diese sollten aufzeigen, wie neue Anwendungsbereiche erschlossen und neue Geschäftsmodelle skizziert werden könnten. Gefragt waren dabei auch internetbasierte Transferansätze oder auch innovative Verfahren zur Vernetzung von Forschungseinrichtungen und Unternehmen. Aus insgesamt 55 eingereichten Projektskizzen von Forschungs- und Transfereinrichtungen, Wirtschaftsorganisationen, Beruflichen Bildungseinrichtungen, Cluster-Initiativen und landesweiten Netzwerken aus Baden-Württemberg wurden 15 Projekte ausgewählt, die nun einen Förderantrag einreichen können.

Digitalisierungswissen branchenspezifisch stärken

Die ausgewählten Projekte befassen sich mit verschiedensten Aspekten der Digitalisierung der Wirtschaft und zielen auf unterschiedliche Branchen. Neben dem Transfer von Digitalisierungswissen für Handwerksbetriebe, Industrieunternehmen oder die Baubranche stehen auch die Entwicklung von Demonstratoren für die Digitalisierung von Laboren, Smart-Home-Lösungen, die Förderung der IT-Sicherheit oder die Gestaltung von Smart Services und digitalen Geschäftsmodellen im Fokus. Ebenfalls ausgewählt wurde ein Vorhaben zur Entwicklung und Erprobung einer betrieblichen Qualifizierungsmaßnahme, die kleine und mittlere Unternehmen dazu befähigen soll, ihre eigene Digitalisierungsstrategie umzusetzen.

digital@bw

Die Digitalisierung ist ein zentraler Arbeitsschwerpunkt der Landesregierung: Rund eine Milliarde Euro werden in dieser Legislaturperiode in die Digitalisierung investiert, rund die Hälfte davon in den Ausbau der digitalen Infrastruktur. Erstmals werden alle Vorhaben auch unter dem Dach des Digitalisierungsministeriums koordiniert und gebündelt. Mit „digital@bw“ wurde im Sommer 2017 die erste, landesweite und ressortübergreifende Digitalisierungsstrategie vorgestellt. In den kommenden zwei Jahren werden dazu rund 70 ganz konkrete Projekte mit einem Volumen von 265 Millionen Euro umgesetzt, um Baden-Württemberg als Leitregion des Digitalen Wandels in Europa zu verankern.

Schwerpunkte von „digital@bw“ sind die Bereiche Intelligente Mobilität der Zukunft, digitale Start-Ups, Wirtschaft 4.0, Bildung und Weiterbildung in Zeiten der Digitalisierung, digitale Gesundheitsanwendungen sowie digitale Zukunftskommunen und Verwaltung 4.0. Dazu kommen die Querschnittsbereiche Forschung, Entwicklung und Innovation, Nachhaltigkeit und Energiewende, Datensicherheit, Datenschutz und Verbraucherschutz.

Ausgewählte Projekte des Technologie- und Wissenstransfers (PDF)

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