Schule

Siegerinnen und Sieger von „Jugend debattiert“ gekürt

Beim baden-württembergischen Landesfinale von „Jugend debattiert“ wurden in zwei Altersgruppen die Siegerinnen und Sieger gekürt. Die Erstplatzierten beider Gruppen haben sich für das Bundesfinale im Juni in Berlin qualifiziert.

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Landessieger von „Jugend debattiert“ stehen fest (Bild: Kultusministerium Baden-Württemberg)

Beim baden-württembergischen Landesfinale des Wettbewerbs „Jugend debattiert“ haben Schülerinnen und Schüler eindrucksvoll gezeigt, wie differenziert, reflektiert und überzeugend junge Menschen gesellschaftliche Fragen diskutieren. Im Großen Saal des Stuttgarter Rathauses sind die besten acht Nachwuchsdebattierenden des Landes gegeneinander angetreten.

Landtagspräsidentin Muhterem Aras betonte die Bedeutung des Wettbewerbs für die politische Bildung: „Wer sich bei Jugend debattiert mit aktuellen gesellschaftlichen Fragen auseinandersetzt, lernt, unterschiedliche Perspektiven zu verstehen, eine Haltung zu entwickeln und diese auch gleichzeitig kritisch zu reflektieren. So entsteht die Grundlage, um im Sinne des Gemeinwohls Verantwortung zu übernehmen und sich aktiv in unsere Demokratie einzubringen.“

Kultusministerin Theresa Schopper unterstrich: „Jugend debattiert macht deutlich, wie wertvoll Debattieren für die Sprach- und Demokratieförderung ist. Der Wettbewerb stärkt nicht nur die Ausdrucksfähigkeit der Schülerinnen und Schüler, sondern auch ihre Persönlichkeit. Die Finalistinnen und Finalisten haben mich mit ihrer großen inhaltlichen Tiefe und rhetorischen Souveränität sehr beeindruckt.“

Wettbewerbe in zwei Altersgruppen

In der Altersgruppe 1 (Klassen 8 bis 9) setzten sich die Finalistinnen und Finalisten mit der Frage auseinander, ob Schülerinnen und Schüler zu Beginn des Schultages ihr Smartphone abgeben sollen. Die Jury unter Vorsitz von Marcel Hinderer kürte Helene Simon aufgrund ihrer ausgeprägten Sachkenntnis zur Siegerin.

In der Altersgruppe 2 (Klassen 10 bis 13) wurde darüber debattiert, ob der Besuch eines Kindergartens für Kinder ab drei Jahren verpflichtend sein sollte. Hier überzeugte Katharina Heinen die Jury, ebenfalls unter Vorsitz von Marcel Hinderer, mit ihrer hohen Sachkenntnis und herausragenden Gesprächsfähigkeit und sicherte sich den ersten Platz.

Gemeinsam mit den Zweitplatzierten – Alice Lucarelli vom Neuen Gymnasium Leibniz Stuttgart (Altersgruppe 1) und Bjarne Börger vom Wildermuth-Gymnasium Tübingen (Altersgruppe 2) – vertreten die beiden Erstplatzierten Baden-Württemberg beim Bundesfinale am 12. und 13. Juni in Berlin.

Das Landesfinale bildet den Höhepunkt eines mehrstufigen Wettbewerbs, an dem im laufenden Schuljahr rund 20.000 Schülerinnen und Schüler aus 190 Schulen in Baden-Württemberg teilgenommen haben.

Die Siegerinnen und Sieger

Die Finalistinnen und Finalisten im Landeswettbewerb „Jugend debattiert“ in Baden-Württemberg 2026 sind:

Debatte Altersgruppe 1 (Klassen 8 bis 10)

  1. Platz: Helene Simon, Ostalb-Gymnasium, Bopfingen
  2. Platz: Alice Lucarelli, Neues Gymnasium Leibniz, Stuttgart
  3. Platz: Letizia Mack, Katholische Freie Mädchenschule St. Hildegard, Ulm
  4. Platz: Hanna Nuber, Eugen-Bolz-Gymnasium, Rottenburg am Neckar

Debatte Altersgruppe 2 (Klassen 10 bis 12)

  1. Platz: Katharina Heinen, Fritz-Erler-Schule, Pforzheim
  2. Platz: Bjarne Börger, Wildermuth-Gymnasium, Tübingen
  3. Platz: Taha Falahati, Goethe-Gymnasium, Freiburg im Breisgau
  4. Platz: Constantin Künst, Hans-Multscher-Gymnasium, Leutkirch

Jugend debattiert

„Jugend debattiert“ ist eine Initiative des Bundespräsidenten und steht unter seiner Schirmherrschaft. Partner sind unter anderem die Hertie-Stiftung, die Heinz Nixdorf Stiftung, das Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend sowie die Kultusministerkonferenz.

In Baden-Württemberg wird das Programm zusätzlich von der Akademie für Innovative Bildung und Management Heilbronn-Franken gGmbH unterstützt.

Ziel von „Jugend debattiert“ ist es, Schülerinnen und Schüler aller Schularten ab Klasse 5 durch Debattentraining in ihrer sprachlichen, politischen und persönlichen Entwicklung zu fördern. Eine Debatte dauert 24 Minuten und wird von vier Teilnehmenden geführt – wer Pro oder Contra vertritt, wird erst kurz vor Beginn ausgelost.

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