Forst

Pilze sammeln im Spätsommer

Das Ministerium für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz gibt zum Start der Pilzsaison Tipps zum sicheren Sammeln.

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Steinpilz im Wald
Symbolbild

„Die Pilzsaison ist schon in vollem Gange, der Regen im August hat dafür gesorgt, dass einige Pilz-Delikatessen im Wald bereits gut gedeihen konnten. Feuchtwarme Wetterlagen mögen Pilze besonders gerne und sprießen nach regnerischen Tagen schon jetzt aus dem Waldboden. Mancherorts kommen Sammlerinnen und Sammler dieses Jahr bereits voll auf Ihre Kosten, denn einige Arten sind etwas früher zu finden als sonst, wie zum Beispiel der Trompetenpfifferling. Für eine saftige Pilzpfanne kann man in den Wäldern im Südwesten bereits im Spätsommer Pfifferlinge, Steinpilze und Täublinge finden. Krause Glucken, Schopftintlinge, Große Schmierlinge und Wiesenchampignons sind ebenfalls schon in den heimischen Wäldern zu entdecken. Im Herbst ist dann die Zeit für weitere Pilzsorten wie etwa Schleierlinge oder auch Halimaschpilze“, sagte der Minister für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz, Peter Hauk.

Waldpilze richtig sammeln

Doch Vorsicht: wer nicht sicher ist, ob die gesammelten Exemplare auch essbar sind, sollte sich zum Beispiel an einen Pilzsachverständigen wenden. Oder noch besser: die Pilze erst gar nicht ernten und einfach stehen lassen. Denn ob bekömmlicher Speisepilz oder nicht, jeder Pilz hat seinen Platz und seine Funktion im Ökosystem Wald.

Fundiertes Wissen über die große Vielfalt an Arten, über Verwechslungsgefahren und wie man sicher und korrekt sammelt bieten einige Forstämter an. Es gibt auch Pilzschulen, Verbände, Vereine und Volkshochschulen, die mit geführten Pilzwanderungen und Seminaren Fach- und Praxiswissen vermitteln.

„Wie so oft gilt: die Praxis macht den Unterschied. Um Verwechslungen mit ungenießbaren oder gar giftigen Pilzen zu vermeiden, sollte man sich beim Sammeln auf ein geschultes Auge und eine gewisse Erfahrung verlassen. Dann kann man sich ohne Risiko auf den Pilzgenuss freuen und die lange Pilzsaison genießen“, sagte Minister Hauk.

Ob die Pilze frisch sind, zeige oftmals die Geruchsprobe. „Damit im Wald nicht unverhältnismäßig viel gesammelt wird, sieht das Waldgesetz von Baden-Württemberg vor, dass nur geringe Mengen von Pilzen für den Eigenverbrauch, mitgenommen werden dürfen. Also am besten nur so viel, wie für ein schmackhaftes Pilzgericht benötigt wird“ betonte Minister Hauk. Das helfe zudem Lebensmittelabfälle zu vermeiden, in dem unverbrauchte Pilze nicht zu Hause weggeworfen werden müssen.

Pilzexperten auf der Gartenschau

Passend zum zeitigen Saisonstart findet am 6. und 7. September 2025 auf der Gartenschau Freudenstadt / Baiersbronn am Pavillon der Landesforstverwaltung die Veranstaltung „Wunderwelt der Pilze“ statt. Dort präsentieren die Pilzfreunde Stuttgart e.V., die zweitgrößte pilzkundliche Vereinigung Deutschlands, neben einer Auswahl von Frischpilzen aus dem heimischen Wald exklusive Einblicke in das faszinierende Universum der Pilze.

Pilzfreunde Stuttgart e.V.: Pilzberatung Stuttgart

Deutsche Gesellschaft für Mykologie e.V.: Pilzsachverständige finden

Universitätsklinikum Freiburg: Erste Hilfe bei Vergiftungen

Ministerium für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz: Waldknigge

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Das Bild ist in vier orangefarbene Kacheln unterteilt. Jede Kachel beinhaltet eine Empfehlung zum Umgang mit großer Hitze. Kachel eins: In der Mittagshitze Schatten aufsuchen und große Anstrengungen möglichst meiden. Kachel zwei: Ausreichend trinken, zum Beispiel Wasser oder Saftschorle. Koffein und Alkohol meiden. Kachel drei: Leichte Baumwollkleidung in hellen Farben tragen. Sonnenbrille und Mütze oder Hut aufsetzen. Kachel vier: Auf Menschen achten, die die Empfehlungen nicht selbst umsetzen können und ihnen helfen. Im Zentrum des Bildes ist ein Kreis in dem eine Sonne strahlt. Ein Thermometer zeigt eine Temperatur von 40 Grad Celsius.
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