Unwetterschäden

Neue Förderregeln für Infrastruktur der Kommunen

Berechne Lesezeit
  • Teilen
Minister Hermann steht vor einem Gleis, das vom Unwetter zerstört wurde.

Das Land stellt Geld aus Förderprogrammen bereit, um die vom Unwetter im Juni besonders betroffenen Gemeinden und Landkreise schnell und effektiv beim Wiederaufbau der Verkehrsinfrastruktur zu unterstützen. Dafür gibt es zeitlich befristete Fördergrundlagen.

Das Land stellt Geld aus Förderprogrammen bereit, um die vom Unwetter im Juni besonders betroffenen Gemeinden und Landkreise schnell und effektiv beim Wiederaufbau der Verkehrsinfrastruktur zu unterstützen. Das Verkehrsministerium Baden-Württemberg erlässt dafür zeitlich befristete Fördergrundlagen. Es nutzt dabei das Landesgemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz (LGVFG).

Drei Förderbereiche

Der Erlass soll unbürokratisch und effizient helfen und umfasst alle drei Förderbereiche des LGVFG: kommunaler Straßenbau, Rad- und Fußverkehr sowie den öffentlichen Personennahverkehr. Unterstützt werden Maßnahmen zur Behebung von Hochwasserschäden, welche die Infrastruktur zugleich für zukünftige Unwetterereignisse ertüchtigen. Mit bis zu 75 Prozent sind Maßnahmen ab 100.000 Euro förderfähig, wobei die direkten Investitionskosten zuzüglich der Planungskosten übernommen werden können. Der Erlass wurde am heutigen Freitag an die Regierungspräsidien verschickt, damit die Fachleute dort umgehend die erforderlichen Maßnahmen einleiten können, wenn die Kommunen Hilfe beantragen.

Verkehrsminister Winfried Hermann sagte: „Unser Ziel ist es, dass für die Menschen in den besonders betroffenen Gemeinden und Landkreisen schnell und effektiv eine funktionierende Mobilität wiederhergestellt werden kann. Indem wir für diesen Ausnahmefall die bestehenden Programme flexibel nutzen und priorisieren, können die Kreise, Städte und Gemeinden Schäden mit unserer Hilfe schneller beheben. Unsere Unterstützung soll helfen, wichtige Verkehrswege schnell instandzusetzen und gleichzeitig besser auf künftige Unwetter vorzubereiten. Es ist entscheidend, dass die Hilfe ohne lange Wege bei den betroffenen Kommunen ankommt. Die Landesförderung mit ihren Prozessen für Straßen, Brücken und andere Wege kennen die Kommunen sehr gut.“

Schnelle und pragmatische Hilfe leisten

Steffen Jäger, Präsident des Gemeindetags Baden-Württemberg, betonte: „Das schwere Unwetter nach Fronleichnam hat in vielen baden-württembergischen Kommunen teure Infrastrukturschäden verursacht. In einer solchen Situation muss es darum gehen, schnelle und pragmatische Hilfe zu leisten. Das Verkehrsministerium hat dies beherzigt und per Erlass eine einfache Unterstützungsmöglichkeit geschaffen. So können die Wiederherstellung und Optimierung zerstörter und beschädigter Verkehrsinfrastruktur – in einem schlanken Genehmigungsverfahren – gezielt gefördert werden. Gerade dass dies mit einem Fördersatz von 75 Prozent ermöglicht wird, ist ein wichtiges Signal für die betroffenen Kommunen.“

Dr. Susanne Nusser, stellvertretende Hauptgeschäftsführerin des Städtetags Baden-Württemberg, ergänzte: „Für die hochwassergeschädigten Städte und Gemeinden ist nun rasche Hilfe angezeigt. Das Verkehrsministerium zeigt, wie das gehen kann: im Erlassweg, ohne ein aufwendiges und zeitintensives Gesetzgebungsverfahren, pragmatisch und unkompliziert. Und mit einer deutlichen Erhöhung der Förderquote für die Hochwasserschäden kann die Beseitigung der massiven Schäden an der öffentlichen Verkehrsinfrastruktur mit den damit verbundenen Auswirkungen auf die Bürgerinnen und Bürger unverzüglich starten.“

Prof. Dr. Alexis von Komorowski, Hauptgeschäftsführer des Landkreistags Baden-Württemberg, sagte: „Die Hochwasserschäden haben etliche Landkreise schwer getroffen. Nicht zuletzt wurden wichtige Verkehrswege beschädigt und müssen jetzt zügig wieder instandgesetzt werden. Dies können die Kommunen nicht alleine stemmen und sind dafür auf Landesmittel angewiesen. Genau hier setzt das Verkehrsministerium mit seinen Hochwasserhilfen an – ein Musterbeispiel für zügige und unbürokratische Hilfe, entsprechend dem örtlichen Bedarf.“

Weitere Meldungen

Aus den Händen von Justizminister Moritz Oppelt (links( hat Thorsten-Peter Krapp (Mitte) seine Ernennungsurkunde zum neuen Leiter der Staatsanwaltschaft Freiburg – Zweigstelle Lörrach erhalten. Zu den ersten Gratulanten zählte der Leitende Oberstaatsanwalt Dr. Michael Krauß (rechts).
Justiz

Neuer Leiter der Staatsanwalt­schaft Freiburg – Zwst. Lörrach

Eine Hand greift nach einem digitalen Paragrafen
Justiz

Auf dem Weg zur digital vernetzten Justiz der Zukunft

Landkreis Ravensburg
Gemeinsamer Antrag 2026

Ergebnisse des Flächenüber­wachungssystems einsehbar

Salbei-Glatthafer-Wiese auf einer Böschung im Frühsommer (Foto: © Dr. Tillmann Stottele)
Arten- und Klimaschutz

Wettbewerb „Straßenoasen“ geht in die nächste Runde

Vier Menschen stehen lächeld da und tragen Fahrradhelme.
Radverkehr

Sieger der STADTRADELN-Derbys stehen fest

Abgestellte Lastwagen stehen auf einer Autobahnraststätte. (Foto: © dpa)
Verkehr

Weitere Erleichterungen für Lkw-Transporte wegen Niedrigwassers

Links: Prof. Dr. Andreas Gundelwein, rechts: Dr. Jens Bortloff
Kunst und Kultur

TECHNOSEUM erhält neue Doppelspitze

LKWs stehen auf einem Parkplatz. (Bild: © picture alliance/Patrick Seeger/dpa)
Verkehr

Land erleichtert Lkw-Transporte wegen Niedrigwassers

von links nach rechts: Landespolizeidirektor Carsten Höfler, Polizeipräsident des Polizeipräsidiums Offenburg Andreas Bjedov und Staatssekretär Reiner Moser
Polizei

Neuer Polizeipräsident beim Polizeipräsidium Offenburg

Polizeistreife bei Verkehrsunfall
Verkehrssicherheit

Halbjahresbilanz der Verkehrsunfallentwicklung

Neuer begrünter Mittelstreifen auf einem Teilstück der Straße „Waldsteige“ in Mosbach
Flächenmanagement

Mosbach erhält Prämie für Maßnahme „Waldsteige“

Portrait Mathias Brecht Finanzamt Heidelberg
Verwaltung

Neuer Leiter des Finanzamts Heidelberg

Müllmann bringt Müll weg. (Foto: dpa)
Abfall- und Kreislaufwirtschaft

Positive Entwicklungen bei Abfallbilanz 2025

Bauarbeiter erneuern den Fahrbahnbelag auf einer Straße.
Fahrbahndeckenerneuerung

B 35 zwischen Bruchsal und Graben-Neudorf wird saniert

Blühstreifen statt Straßenbegrenzungsgrün
Naturschutz

Land erfasst 25.000 Hektar Straßenbegleitgrün