Kunst und Kultur

Marcus Grube bleibt Intendant der Württembergischen Landesbühne

Marcus Maria Grube bleibt Intendant der Württembergischen Landesbühne Esslingen. Sein Vertrag wird um weitere drei Jahre bis zum Ende der Spielzeit 2031/2032 verlängert.

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Marcus Maria Grube, Intendant der Württembergischen Landesbühne Esslingen (WLB)
Marcus Grube

Marcus Maria Grube bleibt Intendant der Württembergischen Landesbühne Esslingen (WLB). Der Vorstand hat in seiner Sitzung beschlossen, seinen Vertrag um weitere drei Jahre bis zum Ende der Spielzeit 2031/2032 zu verlängern. Marcus Grube führte das Haus von 2019 bis 2024 gemeinsam mit Friedrich Schirmer. Seit September 2024 ist Marcus Grube alleiniger Intendant der Landesbühne.

Kunststaatssekretär Arne Braun sagte: „Der Theatermacher Marcus Grube treibt die Landesbühne mit Erfahrung, Mut und Leidenschaft voran. Mit der Vertragsverlängerung verbinden wir Kontinuität und Verlässlichkeit mit der dem Theater eigenen kreativen Innovationskraft – beste Voraussetzung für die anstehende Sanierung. Marcus Grube und sein Team bringen regionale, historische und aktuelle Themen auf die Bühne, anspruchsvolle Inszenierungen und unterhaltsame Formate, Ergebnis: ein glückliches Publikum. Besonders stark ist das Kinder- und Jugendtheater, das junge Menschen begeistert und zugleich viele Erwachsene anspricht.“

Oberbürgermeister Matthias Klopfer, Vorstandsvorsitzender der WLB, sagte: „Die Stadt Esslingen schätzt Herrn Grube und seine Arbeit sehr – bereits in der kurzen Zeit seiner alleinigen Intendanz hat er seine Kompetenz unter Beweis gestellt. Ich freue mich deswegen, dass er weiterhin als Intendant der Württembergischen Landesbühne Esslingen tätig sein wird. Seine Erfahrung ist vor allem angesichts der anstehenden Sanierung des Zuschauersaals extrem wichtig. Marcus Grube kennt die Stadt sowie die Wünsche der Zuschauerinnen und Zuschauer ganz genau. Er kennt die Anforderungen des Theaters an eine solche Sanierung und weiß, welche Abläufe im Haus berücksichtigt werden müssen. Und er bringt die Lust am Gestalten mit, die nötig ist, damit die WLB auch in Zukunft ein lebendiger Teil der Stadtgesellschaft bleibt.“

Marcus Grube sagte: „Ich bin dankbar für das Vertrauen und freue mich sehr über diese Vertragsverlängerung. Sie gibt unserer Landesbühne in kulturpolitisch herausfordernden Zeiten die nötige Kontinuität – für das gesamte Haus, das wunderbare Ensemble und für das Publikum vor Ort und im Land. Diese Entscheidung schafft außerdem Planungssicherheit für den herausfordernden anstehenden Umbau des Schauspielhauses und die damit verbundene Interimsphase. Sie ist eine gute Grundlage und ein schönes Signal für die Arbeit des ganzen Teams. Wir können den eingeschlagenen Weg konsequent fortsetzen.“

Marcus Maria Grube

Marcus Grube, der 1973 in Erlangen geboren wurde, studierte zunächst Evangelische Theologie an den Universitäten Hamburg, München und Erlangen. Anschließend erfolgte ein Studium an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Stuttgart, Fachrichtung Schauspiel. Unter der Intendanz von Friedrich Schirmer war Grube Regieassistent und Regisseur am Schauspiel der Württembergischen Staatstheater Stuttgart. Von 2005 bis 2014 arbeitete er als Dramaturg am Schauspielhaus Bochum, am Theater Kiel als Chefdramaturg für das Schauspiel und war am Theater Bielefeld tätig. 2014 kam Grube an die Württembergische Landesbühne Esslingen, zunächst als Chefdramaturg. Von September 2019 bis August 2024 wirkte er als Co-Intendant neben Friedrich Schirmer. Seit September 2024 leitet Marcus Grube die Landesbühne als alleiniger Intendant.

Er ist Autor etlicher Bühnenbearbeitungen. Zudem engagiert er sich bei der Entwicklung von kulturpolitischen Strategien. So war er von 2008 bis 2011 Mitglied der Kulturkommission des Landes Schleswig-Holstein. Auch leitete er das Forum „Strategien der Transformation“ im vom Kunstministerium Baden-Württemberg aufgelegten „Dialog 2020. Kulturpolitik für die Zukunft“.

Württembergische Landesbühne Esslingen

Die Württembergische Landesbühne Esslingen ist eine von drei Landesbühnen in Baden-Württemberg. Sie ermöglicht ein vielfältiges und hochwertiges Angebot von Kunst und Kultur außerhalb der Metropolen. Mit einer eigenen Sparte des Kinder- und Jugendtheaters rundet sie ihr theaterpädagogisches Angebot ab und leistet so bedeutende kulturelle Basisarbeit im ganzen Land. Wegen ihrer besonderen Aufgabenstellung werden die drei Landesbühnen mit rund 70 Prozent, in Bezug auf sämtliche Förderungen aus öffentlicher Hand, vom Land finanziert. Die verbleibenden 30 Prozent werden von kommunaler Seite aufgebracht.

Sanierung des Schauspielhauses

Die Stadt Esslingen plant in den Jahren 2028 und 2029 eine umfassende Sanierung des Schauspielhauses (Strohstraße 1). Der Zuschauersaal und weitere zentrale Bereiche werden instandgesetzt und modernisiert. Für mindestens einer Spielzeit bedarf es einer Interimsspielstätte. Die Vorbereitungen der Sanierung, die Planungen für das Interimsquartier und die Wiedereröffnung werden von Herrn Grube als Intendant kontinuierlich betreut.

Württembergische Landesbühne Esslingen

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