Europa

Deutsch-Französischer Tag 2026

Anlässlich des Deutsch-Französischen Tags 2026 war Staatssekretär Volker Schebesta zu Gast am Hans-Furler-Gymnasium in Oberkirch. Die Schule gehört zu den 17 Abibac-Gymnasien im Land.

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Die deutsche und französische Flagge
Symbolbild

Der Staatssekretär im Kultusministerium, Volker Schebesta, sowie weitere Gäste aus Politik, Verwaltung und Schulen haben anlässlich des Deutsch-Französischen Tags das Hans-Furler-Gymnasium in Oberkirch besucht.

Deutschland und Frankreich arbeiten seit vielen Jahren grenzüberschreitend zusammen, auch und gerade in der Bildung. In Erinnerung an die Unterzeichnung des Elysée-Vertrags vor 63 Jahren feiern Schulen diesseits und jenseits des Rheins in zeitlicher Nähe zum 22. Januar den Deutsch-Französischen Tag. Die zentrale Veranstaltung des Kultusministeriums und seiner Partnereinrichtung im Elsass, der Académie de Strasbourg, fand in diesem Jahr am Hans-Furler-Gymnasium (HFG) in Oberkirch statt.

17 Abibac-Gymnasien im Land

Das HFG gehört zu den 17 Abibac-Gymnasien im Land, an denen die Schülerinnen und Schüler sowohl das deutsche Abitur als auch das französische Baccalauréat machen können. „Keine Region in Frankreich hat wie das Elsass, kein Bundesland in Deutschland hat wie Baden-Württemberg so viele Abibac-Gymnasien“, sagt Staatssekretär Volker Schebesta. Diese „doppelte Hochschulreife“ wird sowohl in Deutschland als auch in Frankreich als Hochschulzugang anerkannt. In den Abibac-Zügen werden zwei Sachfächer in französischer Sprache unterrichtet, darunter Geschichte, außerdem wahlweise Geografie oder Gemeinschaftskunde. „Das Abibac und die bilingualen Schulen im Land stehen beispielhaft für die Förderung unserer Beziehungen mit unserem französischen Nachbarland“, sagt Schebesta.

Auch im Hinblick auf Mobilitäten ist das Oberkircher Gymnasium in regem Austausch mit Frankreich. Neben anderen Projekten der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit wurde auch die langjährige Schulpartnerschaft mit dem Collège Les Cigognes in Gerstheim vorgestellt, bei der sich Schülerinnen und Schüler aus den beiden Schulen im Eurodistrikt Straßburg-Ortenau regelmäßig an Wochenenden treffen.

Außerdem stellt das HFG zwei deutsch-französische Schülerbotschafterinnen und -botschafter. Innerhalb dieses deutsch-französischen Netzwerks begegnen und engagieren sich aktuell rund 100 Schülerinnen und Schüler aus beiden Ländern, um gemeinsam für die deutsch-französische Verständigung zu werben und um die deutsch-französische Freundschaft mit Leben zu füllen. Staatssekretär Schebesta sagt: „Seit 2022 unterstützen beide Schulbehörden diesseits und jenseits des Rheins Jugendliche, die sich an ihren Schulen aktiv für die deutsch-französische Freundschaft einsetzen – ein Projekt, das frankreich- und deutschlandweit einzigartig ist.“ Bei der Feier am HFG stellte er sich auf dem Podium den Fragen der Schülerbotschafterinnen und -botschafter. Diese drehten sich um die deutsch-französische Zusammenarbeit, das Bildungssystem und die Europäische Union sowie die Aufgaben eines Staatssekretärs.

Land fördert deutsch-französische Freundschaft

Die Förderung der deutsch-französischen Freundschaft ist dem Kultusministerium ein wichtiges Anliegen. „Fremdsprachen sind der Schlüssel zur Welt und gerade Französisch ist hier als unsere Partnersprache zentral“, sagt Schebesta. Seit 2017/18 gibt es das mit französischen Partnern entwickelte Partnerschaftsprojekt „DELF scolaire intégré“; jährlich erwerben mittlerweile mehr als 5.000 baden-württembergische Schülerinnen und Schüler das weltweit lebenslang gültige DELF-Diplom im Rahmen des regulären Französischunterrichts. „Ein weiterer Baustein, mit dem der Bezug zur französischen Sprache gestärkt und die deutsch-französische Freundschaft gefördert wird“, sagt der Staatssekretär. Ein weiterer Standort der besonderen Französischförderung ist in Baden-Württemberg das Deutsch-Französische Gymnasium Freiburg, das einen Verbund mit den Deutsch-Französischen Gymnasien Saarbrücken, Buc, Hamburg und Straßburg bildet und die Schülerinnen und Schüler zum Deutsch-Französischen Abitur führt.

Die grenzüberschreitende Zusammenarbeit von Schulen am Oberrhein wird auf baden-württembergischer Seite vom Regierungspräsidium Freiburg koordiniert. Interessierten Lehrkräften, Schülerinnen und Schülern steht ein vielfältiges Angebot von gemeinsamen Fortbildungen, Schulprojekten und Austauschprogrammen zur Verfügung.

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