„Mit ihrer Arbeit leisten Gärtner einen wichtigen Beitrag für das soziale Miteinander, die Artenvielfalt und die Gestaltung unserer Heimat. Zugleich ist das Gärtnerhandwerk eine Zukunftsbranche. Gärtner kämpfen mit Fachwissen und neuen Ideen gegen den Klimawandel und leisten im klassischen Garten- und Obstbau einen Beitrag zur Versorgung mit hochwertigen Lebensmitteln. Über 100 Gärtnermeisterinnen und Gärtnermeister legen ab heute los, unsere Heimat noch attraktiver zu machen. Damit bringen sie neues Wissen und neue Ideen mit in die Branche und gestalten mit ihrem tollen Handwerk sichtbar die Zukunft“, sagte die Ministerin für Ländlichen Raum, Landwirtschaft und Heimat, Marion Gentges am 24.07.2026 anlässlich der Verleihung der Meisterbriefe an die Gärtnermeisterinnen und Gärtnermeister auf der Landesgartenschau in Ellwangen.
In diesem Jahr wurden die Meisterbriefe auf dem Gelände der Landegartenschau in Ellwangen überreicht. Zum wiederholten Mal bietet eine Landesgartenschau ideale Kulisse für die feierliche Übergabe.
Wichtige Fach- und Führungskräfte
„Lehrkräfte der Staatsschule für Gartenbau und der staatlichen Lehr- und Versuchsanstalt Heidelberg haben wieder mit viel Engagement und Professionalität eine neue Generation Gärtnermeister erfolgreich auf die Prüfungen vorbereitet. Diese Fach- und Führungskräfte werden der Branche guttun“, lobte die Ministerin.
Die vielfältig gestaltete Landesgartenschau sei ein vielfältiger Ort an dem man sich die facettenreiche Arbeit der Gärtner bewusst machen kann. Gärtner und Gartenbauer schaffen Orte zum Wohlfühlen, zum generationenübergreifenden Verweilen und zum Erholen. „Gärtner sind unverzichtbare Partner bei unseren Anstrengungen, Städte und Gemeinden an die Folgen des Klimawandels anzupassen. Sie produzieren das Pflanzenmaterial für Dach- und Fassadenbegrünungen, ziehen klimaangepasste Bäume heran, die unseren Straßen künftig Schatten spenden. Ebenso produzieren sie Stauden und Gehölze, dass heimisches Obst und Gemüse erzeugt wird und hochwertige Lebensmittel aus Baden-Württemberg auf unseren Tellern landen. Die Meisterbriefe geben Ihnen die Befähigung für Pflanzen, Kolleginnen und Kollegen sowie für die ganze Branche Verantwortung zu übernehmen“, so die Ministerin.
Außerdem beglückwünschte die Ministerin einige Meister im Gärtnerhandwerk für ihr 25. beziehungsweise 50-jähriges Jubiläum. Sie seien Vorbild und wichtiger Ansprechpartner, auch für Jungmeisterinnen und Jungmeister.
Übergabe von Meisterbriefen an Floristen
„Floristik ist weit mehr als eine schöne Blume. Sie verbindet Handwerk mit Kunst, Tradition mit Innovation und Technik mit Emotion. Die einjährige Meisterfortbildung vereint kreatives Gestalten mit handwerklicher Perfektion, betriebswirtschaftlichem Know-how sowie pädagogischen Kompetenzen. Der Meisterbrief ist zugleich Ansporn, neugierig zu bleiben, neue Techniken auszuprobieren und mit handwerklichem Können Menschen zu begeistern. Angesichts des großen Fachkräftebedarfs in der Branche ist engagierter Nachwuchs wichtiger denn je“, sagte die Staatssekretärin im Ministerium für Ländlichen Raum, Landwirtschaft und Heimat, Sarah Schweizer am 24. Juli 2026 in Bad Cannstatt anlässlich der feierlichen Meisterbriefübergabe der Floristen.
Während der einjährigen Weiterbildung mit einem Umfang von 40 Wochenstunden konnten die insgesamt 16 angehenden Floristmeisterinnen und Floristmeister umfassende Kenntnisse in Unternehmensführung, Mitarbeiterführung und anspruchsvoller floraler Gestaltung erwerben. Die Qualifikation vermittelt die fachlichen und unternehmerischen Kompetenzen, um künftig einen Betrieb erfolgreich zu führen oder junge Menschen auszubilden.
Die Absolventinnen und Absolventen besuchten die Floristmeisterschule Stuttgart-Hohenheim, die seit 2019 Teil der Staatsschule für Gartenbau ist. Als eine der bedeutendsten Weiterbildungseinrichtungen der Grünen Branche in Deutschland zieht sie Bewerberinnen und Bewerber aus dem gesamten Bundesgebiet sowie dem europäischen Ausland an. Jährlich stehen rund bis zu 16 Meisterschulplätze zur Verfügung. Ein besonderes Merkmal des Standorts ist die Möglichkeit, parallel zur Meisterqualifikation den Abschluss als staatlich geprüfter Wirtschafter zu erwerben.
Ein weiterer Höhepunkt der Veranstaltung war die Eröffnung der Ausstellung der Meisterstücke. Im Rahmen einer Vernissage präsentierten die Absolventinnen und Absolventen ihre aufwendig gestalteten floralen Arbeiten, die in monatelanger Detailarbeit entstanden sind. Davon zeigte sich die Staatssekretärin beeindruckt: „Die Werke zeigen eindrucksvoll die gestalterische Vielfalt, Innovationskraft und das hohe handwerkliche Niveau des Floristikmeisterhandwerks. Floristik macht Freude im Tun und Bestaunen“, so Staatssekretärin Schweizer.
















