Förderung

Innovations- und Transferzentrum für Drohnen und Drohnenabwehr

Mit rund 300.000 Euro fördert das Land die Vorarbeiten für das „Innovations- und Transferzentrum für Drohnen und Drohnenabwehr – IZEDD“. Dies soll unter anderem die technologische Souveränität und die industrielle Resilienz stärken.

Berechne Lesezeit
  • Teilen
Bescheidübergabe am 7. Oktober 2026
Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut (Mitte) bei der Bescheidübergabe

Das Ministerium für Wirtschaft, Handwerk und Tourismus finanziert die Initialphase des Vorhabens „Innovations- und Transferzentrum für Drohnen und Drohnenabwehr – IZEDD“ mit rund 300.000 Euro. Die Konzipierung des Projekts wird von einem Wissenschafts-Konsortium bis Ende 2026 umgesetzt.

Drohnen- und Drohnenabwehrtechnologien aus Baden-Württemberg

Vor dem aktuellen Hintergrund einer hochdynamischen Entwicklung bei Drohnen und Drohnenverbünden mit steigender Bedrohungslage, hohem Handlungsdruck und kurzen Innovationszyklen ist der Aufbau eines entsprechenden Kompetenz-Zentrums von strategischer Bedeutung.

Das geförderte Konsortium verfolgt einen ganzheitlichen End-to-End-Ansatz, bei dem das Produktsystem Drohne von der technologie- und anwendungsnahen Entwicklung über modulare Baukästen, skalierbare Produktions- und Lieferkettenkonzepte bis hin zu Erprobung, Demonstration, Transfer und Ausbildung gedacht wird.

Dazu sagte Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut: „Die Entwicklung, Verbreitung und Anwendung eigener Drohnenkompetenzen sowie eine entsprechende Abwehr dafür im militärischen und zivilen Einsatz sind dringend notwendig. Die aktuelle Kriegsführung inklusive der dafür notwendigen Aufklärung, sowie unterschiedlichste kriminelle Handlungen setzen massiv auf den Einsatz unterschiedlicher Drohnen, bei denen wir technologisch die Nase vorn haben müssen.“

Vorteile für viele Wirtschaftszweige

Das Vorhaben bildet daher einen essentiellen Nukleus zur Errichtung eines nachhaltigen und zukunftsgerichteten Transfer-, Entwicklungs- und Umsetzungshubs, von dem viele Wirtschaftszweige in Baden-Württemberg profitieren können.

Zudem kann das geplante Vorhaben eine gewichtige Fähigkeitslücke schließen, da Baden-Württemberg bisher über keine landeseigene Initiative zu dieser Thematik verfügt. Dies wiederum kann perspektivisch einen großen Mehrwert für Wertschöpfung, Arbeitsplätze und Innovationen im Land haben.

Bei erfolgreichem Aufbau des geplanten Innovations- und Transferzentrums für Drohnen und Drohnenabwehr treibt dieses Vorhaben den Hochlauf der Sicherheits- und Verteidigungsbranche voran. Es bietet Mehrwerte bei der Entwicklung innovativer, kompetenter und benötigter Produkte im Verteidigungsbereich, was letztlich auch auf die Gesamtverteidigungs- und Abschreckungsfähigkeit Deutschlands einzahlt.

Wichtige Vorarbeiten umsetzen

Das mit zirka 300.000 Euro geförderte Vorhaben verfolgt über eine Laufzeit von gut fünf Monaten die Umsetzung der Initialphase des eigentlichen Zentrums. Dabei sollen wichtige Vorarbeiten wie die Erarbeitung von Governance-, Transfer- und Vergabemodellen, die Konzeption und Ausarbeitung von modularen Baukästen für Drohnen und Drohnenabwehr, sowie der Aufbau und die Koordination des Industrie- und Anwendernetzwerks umgesetzt werden.

Übergeordnetes Ziel des zu errichtenden Innovations- und Transferzentrums ist es, die technologische Souveränität, die industrielle Resilienz sowie die sicherheits- und verteidigungsrelevanten Fähigkeiten des Landes im Bereich unbemannter Systeme signifikant zu stärken. Dafür soll in Karlsruhe mit den beteiligten Forschungseinrichtungen ein zentraler Transfer-, Entwicklungs- und Umsetzungshub für das Innovationsökosystem Drohne und Drohnenabwehr etabliert werden. Dabei wird die systematische Vernetzung, Integration und Überführung bestehender Kompetenzen in anwendungsfähige, industrielle und skalierbare Lösungen fokussiert.

Die Projektpartner sind das Fraunhofer-Institut für Optronik, Systemtechnik und Bildauswertung IOSB in Karlsruhe, das Fraunhofer-Institut für Chemische Technologie ICT in Pfinztal, sowie das wbk Institut für Produktionstechnik des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT).

Weitere Meldungen

Der Gemeinschaftsstand auf der Frankfurter Buchmesse
Kultur- und Kreativwirtschaft

Landesstand auf der Frankfurter Buchmesse

Logo von Start up BW
Start-up BW

Gründerwasen 2026 in Stuttgart

Euro-Banknoten und -Münzen
Haushalt

Haushaltsentwurf für 2027 verabschiedet

Key Visual Wirtschaftsgipfel Afrika
Wirtschaft

Fünfter Wirtschaftsgipfel Afrika in Stuttgart

Logo er Frauenwirtschaftstage 2026
Gleichstellung

22. Frauenwirtschaftstage eröffnet

Symbolbild zur Künstlichen Intelligenz mit einem Prozessor und dem Schriftzug "AI Artificial Intelligence Technology"
Hochschulen

Technologische Souveränität bei Künstlicher Intelligenz stärken

Skulpturen von Homer (links) und Aristoteles stehen vor dem Haupteingang des Kollegiengebäude I (KG1) der Universität Freiburg während Menschen dazwischen hindurchgehen.
Forschung

Universität Freiburg erhält Exzellenztitel

Wirtschaftsmedaille des Landes Baden-Württemberg für besondere berufliche oder unternehmerische Leistungen, die der baden-württembergischen Wirtschaft dienen.
Auszeichnung

Wirtschaftsmedaille für BeneVit-Gründer Kaspar Pfister

Symbolbild: Eine Studentin liegt bei schönem Wetter auf einer Wiese und liest ein Buch. (Bild: Mohssen Assanimoghaddam / dpa)
Weiterbildung

Zehn Jahre Fachstelle für Grundbildung und Alphabetisierung

Bei der Paneldiskussion „Wie viel Industriepolitik braucht Europa?“ in der Landesvertretung Baden-Württemberg hat sich die Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut (links) mit Anna Cavazzini, Estelle Göger, Freya Lemcke und Daniele Pontarollo ausgetauscht.
Industrie

Bessere Rahmenbedingungen für die Wirtschaft gefordert

Eine Apothekerin verkauft rezeptpflichtige Medikamente.
Wirtschaft

GKV-Reform darf Pharmastandort nicht schwächen

Ein Mann hält ein Ringbuch mit Bauplänen, mit dem Zeigefinger deutet er auf ein Baufeld
Flächenmanagement

Land fördert 27 Maßnahmen zur Flächengewinnung durch Innenentwicklung

Logo von Start up BW
Start-up BW

Land bringt Start-up-Ökosystem zusammen

Logo und Schriftzug der „Agentur für Arbeit“ an einem Gebäude.
Arbeitsmarkt

Arbeitsmarkt bleibt unter Druck

von links nach rechts: Thomas Uhl von der Justizvollzugsanstalt Ravensburg, Amtschefin des Ministeriums der Justiz und für Migration Gerda Windey, Kevin Brennecke von der Justizvollzugsanstalt Heimsheim
Justiz

108 neue Vollzugsanwärter