Oliver Hildenbrand, Minister für Soziales, Arbeit und Gesundheit, sagte am 30. Juni 2026 anlässlich der Veröffentlichung der neuesten Arbeitsmarktzahlen in Stuttgart: „Der leichte Rückgang der Arbeitslosigkeit in Baden-Württemberg ist ein positives Signal, reicht aber noch nicht für eine Entwarnung. Die wirtschaftliche Lage im Land bleibt angespannt. Deshalb kommt es jetzt darauf an, gezielt gegenzusteuern. Wir müssen Beschäftigung sichern, Fachkräfte gewinnen und Menschen schneller wieder in Arbeit bringen. Dazu soll auch die am 1. Juli in Kraft tretende neue Grundsicherung beitragen. Entscheidend wird sein, dass Vermittlung, passgenaue Qualifizierung, Weiterbildung und individuelle Förderung konsequent zusammengedacht werden. Dass die Jugendarbeitslosigkeit im Land zuletzt leicht gesunken ist, ist ein gutes Zeichen. Hier dürfen wir nicht nachlassen. Jeder junge Mensch braucht eine echte Perspektive, am besten durch eine Ausbildung. Übergänge von der Schule in den Beruf müssen wir weiter stärken und Brüche vermeiden. Angesichts der strukturellen Veränderungen auf dem Arbeitsmarkt vom demografischen Wandel bis zur Transformation der Wirtschaft ist unser Ziel klar: Wir wollen Baden-Württemberg als starken Beschäftigungsstandort sichern und gute Arbeit für alle ermöglichen.“
Zahlen, Daten, Fakten
Die Arbeitslosenquote in Baden-Württemberg liegt im Juni 2026 bei 4,6 Prozent und damit auf dem Niveau des Vormonats. Die gesamte Zahl der Arbeitslosen in Baden-Württemberg sinkt um 1.761 Personen beziehungsweise 0,6 Prozent zum Vormonat auf jetzt insgesamt 296.058 Arbeitslose. Im Juni 2025 lag die Arbeitslosenquote in Baden-Württemberg bei 4,5 Prozent und es gab 6.751 Arbeitslose beziehungsweise 2,3 Prozent weniger.
Im Juni 2026 ist die Zahl der gemeldeten offenen Stellen bei der Bundesagentur für Arbeit leicht auf 74.312 gestiegen. Gegenüber dem Vormonat waren dies 1.290 beziehungsweise 1,8 Prozent ausgeschriebene Stellen mehr. Im Vorjahresvergleich waren 1.456 (minus 1,9 Prozent) Stellen weniger ausgeschrieben.
Die Zahl der arbeitslosen Jugendlichen unter 25 Jahren liegt im Juni 2026 bei 24.799. Im Vergleich zum Mai 2026 ist die Jugendarbeitslosigkeit um 672 Personen beziehungsweise minus 2,6 Prozent gesunken. Im Vergleich zum Vorjahresmonat liegt die Jugendarbeitslosigkeit derzeit um 5,0 Prozent höher. Die aktuelle Jugendarbeitslosenquote im Juni 2026 sinkt um 0,1 Prozentpunkte zum Vormonat auf aktuell 3,6 Prozent. Im Juni 2025 lag sie noch bei 3,4 Prozent und im Juni 2019 sogar noch bei 2,2 Prozent.
















