Landwirtschaft

Zusätzliche 70.000 Euro zur Bekämpfung von Asiatischer Hornisse

Mit einer Mittelaufstockung in Höhe von 70.000 Euro zur Entnahme von Nestern setzt das Land weiter alles daran die Asiatische Hornisse zurückzudrängen. Die invasive Art stellt für die Imkerei sowie den Obst- und Weinbau eine erhebliche Gefahr dar.

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Asiatische Hornisse
Asiatische Hornisse

„Ich freue mich, dass das vom Ministerium für Ländlichen Raum, Landwirtschaft und Heimat geförderte Projekt zur Entnahme von Nestern der Asiatischen Hornisse in Baden-Württemberg so gut angenommen wird. Stand Oktober 2026 wurden bereits mehr Nestentfernungen registriert als im gesamten letzten Jahr. Das macht die rasante Ausbreitung deutlich, zeigt aber auch, dass die Entdeckung und Entfernung der Nester immer besser funktioniert. Das ist das Ergebnis der guten Aufklärungsarbeit unserer Imkerinnen und Imker, aber auch das Verdienst vieler aufmerksamer Bürgerinnen und Bürger, die zuverlässig die entdeckten Nester melden. Um die aktive Bekämpfung weiter zu unterstützen, stocken wir die Mittel für die Sekundärnestentfernung nun nochmal um zusätzliche 70.000 Euro auf. So kann die Förderung von 200 Euro je entferntem Sekundärnest bis in den Spätherbst ausgezahlt werden. Damit unterstützen wir unsere Imker dabei, die Ausbreitung der Asiatischen Hornisse in Baden-Württemberg so weit wie möglich einzudämmen “, sagte die Staatssekretärin im Ministerium für Ländlichen Raum, Landwirtschaft und Heimat, Sarah Schweizer.

Im Rahmen des Projekts erfolgt ein Monitoring und eine Bewertung, ob durch die Nestentfernungen die Fortpflanzung und Ausbreitung dieser invasiven Art effektiv reduziert werden kann. „Deshalb ist es nun wichtig, dass wir weiter Daten von entfernten Nestern sammeln, um so die Wirksamkeit dieser Maßnahme beurteilen zu können. Insbesondere auch als Basis für die Entwicklung einer längerfristigen Strategie für den Umgang mit dieser invasiven Art“, so die Staatssekretärin.

Bereits über 1.650 Nestentfernungen in 2026

Die Asiatische Hornisse ist eine invasive Art, die für die Imkerei, den Obst- und Weinbau eine erhebliche Gefahr darstellt. Die weitere Verbreitung soll deshalb so weit wie möglich eingedämmt werden. Entscheidend dafür ist die konsequente und möglichst frühzeitige Erkennung und Entfernung ihrer Nester. Mit einem Maßnahmepaket aus intensiver Öffentlichkeitsarbeit – auch durch die Landesanstalt für Bienenkunde (LAB) an der Universität Hohenheim und die beiden Landesimkerverbände in Baden und Württemberg – sowie die Förderung zur Nestentfernung wurden in diesem Jahr bereits über 1.650 Nestentfernungen registriert.

Die Bezuschussung der Entnahme von Nestern richtet sich an qualifizierte und bei der Landesanstalt für Bienenkunde der Universität Hohenheim registrierte Nestentferner oder Schädlingsbekämpfer. Eine Rechnung darf dem Auftraggeber bei Inanspruchnahme der Förderung nicht ausgestellt werden. Der Auftraggeber sollte mit dem Nestentferner vorab klären, ob dieser an der Förderung teilnimmt und die Nestentnahme somit kostenfrei ist.

„Bei der Bekämpfung der Ausbreitung der Asiatischen Hornisse arbeiten wir eng mit den Imkerverbänden in Baden-Württemberg zusammen. Durch die Förderung der Nestentfernung und die Schulung von Nestentfernern sowie Multiplikatoren in den Imkervereinen leisten wir einen wichtigen Beitrag, um die negativen Auswirkungen auf unsere Landwirtschaft, die Imkerei und Bevölkerung zu minimieren. Ich danke allen Beteiligten für ihre Einsatzbereitschaft und ihr großes Engagement“, so Staatssekretärin Sarah Schweizer.

Sichtungen melden

Bitte melden Sie gesichtete Nester über die Meldeplattform Asiatische Hornisse der Naturschutzverwaltung. Die Landesanstalt für Bienenkunde der Universität Hohenheim koordiniert seit März 2024 im Auftrag der Naturschutz- und Landwirtschaftsverwaltung Aufgaben im Zusammenhang mit der Asiatischen Hornisse. Nach Einstellung Ihrer Meldung erhalten Sie von der Landesanstalt eine Rückmeldung, ob es sich um ein Nest der Asiatischen Hornisse handelt. Bei einer Verifizierung erhalten Sie eine Liste der aktuell ausgebildeten Nestentferner sowie Schädlingsbekämpfer, welche Sie derzeit kostenlos beauftragen können. Bitte sprechen Sie diese Möglichkeit mit dem jeweiligen Nestentferner ab.

Informationen für Imker

Imkerinnen und Imker aufgepasst: Bitte schicken Sie Honigbienenvölker mit Verdacht auf Schädigung durch die Asiatische Hornisse an den Bienengesundheitsdienst (PDF) CVUA Freiburg oder STUA Aulendorf. Im Sommer und im Herbst, wenn alle Tätigkeiten an den Bienen abgeschlossen sind, ist es wichtig, die Bienenvölker im Blick zu behalten und zu beobachten, ob die Asiatische Hornisse am Bienenstand auftritt. Ist dies der Fall, sollten schleunigst Schutzmaßnahmen wie Schutzgitter und Maulkörbe an die Bienenbeuten angebracht werden.

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