Flurneuordnung

Flurneuordnung macht die Landschaft klimaresilient

Ministerin Marion Gentges hat sich vor Ort bei den Flurneuordnungsverfahren Schrozberg-Spielbach 2 und Rot am See-Brettheim (Wald) informiert.

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Flurneuordnung Schrozberg
Flurneuordnung Schrozberg

„Die Kreativität und Flexibilität, mit der die Flurneuordnungsverwaltung sich den Bedürfnissen unserer ländlichen Gemeinden annimmt, ist beeindruckend. Mit der Flurneuordnung verfügen wir über ein wirkungsvolles und zukunftsgerichtetes Instrument. Die Flurneuordnung vereinfacht nicht nur die Flächenbewirtschaftung, sondern sorgt auch für eine zeitgemäße Infrastruktur und gibt Antworten auf den Klimawandel. Flurneuordnung bedeutet Zukunft für den Ländlichen Raum“, sagte die Ministerin für Ländlichen Raum, Landwirtschaft und Heimat, Marion Gentges, am 9. Oktober 2026 anlässlich der Besichtigung der Flurneuordnungsverfahren Schrozberg-Spielbach 2 und Rot am See-Brettheim (Wald).

Verfahren Schrozberg-Spielbach 2

Das Flurneuordnungsgebiet des Verfahrens Schrozberg-Spielbach 2 wurde in den 1970er Jahren im Rahmen einer ersten Flurbereinigung neu strukturiert mit dem Ziel, die Produktions- und Arbeitsbedingungen für die Landwirtschaft zu verbessern. Vor allem das Wegenetz wurde in diesem Zusammenhang für den Einsatz von Maschinen geschaffen. Diese Strukturen sind mittlerweile veraltet.

In dem jetzt laufenden zweiten Verfahren geht es vorrangig um zwei Aspekte: Einmal um die notwendigen ökologischen Ausgleichsleistungen und den ökologischen Mehrwert.

Diese werden auf der Grundlage eines naturschutzfachlichen Konzepts erbracht. Die Verbesserung der Biotopvernetzung und die Schaffung von zusätzlichen ökologischen Strukturen sind bedeutende Verfahrensziele. Der zweite Schwerpunkt der Flurneuordnung Schrozberg-Spielbach 2 liegt insbesondere auf der Modernisierung und Optimierung des Wegenetzes an die heutigen und zukünftigen Bedürfnisse der Landwirtschaft auf einer Fläche von über 1.500 Hektar.

Nachdem die Teilnehmergemeinschaft des Flurneuordnungsverfahrens im Frühjahr Fördermittel in Höhe von rund 1,4 Millionen Euro für den Ausbau erhielt, konnte sich die Ministerin vor Ort nun selbst ein Bild von der Umsetzung der Maßnahmen und deren Bedeutung für das Gebiet machen. „Die Flurneuordnung ermöglicht eine zukunftsfähige Infrastruktur im Ländlichen Raum. Ein intaktes Wegenetz dient neben der Land- und Forstwirtschaft auch dem Freizeitverkehr. Zugleich werden im Zuge des Verfahrens wichtige Maßnahmen zur Stärkung der Artenvielfalt und zur Anpassung an den Klimawandel vorgenommen. Flurneuordnung handelt mit Weitblick und ist abhängig von dem Engagement der Beteiligten vor Ort. Auf diesem Weg möchte ich Sie weiter ermutigen“, so Ministerin Gentges.

Verfahren Rot am See–Brettheim (Wald)

Im Waldverfahren Rot am See-Brettheim (Wald) geht es zum einen um Maßnahmen zur Strukturverbesserung für die Forstwirtschaft. Das Waldwegenetz soll tragfähig ausgebaut und soweit nötig verdichtet werden, so dass die Erschließung der Wälder rechtssicher geregelt und praktikabel ist. Dies dient einer bodenschonenden und umweltverträglichen Waldbewirtschaftung sowie der Mobilisierung von Holzreserven. Ausreichende Holzlagerkapazitäten sollen die Vermarktung erleichtern. Ein gut konzipiertes und intaktes Wegenetz und marktgerechte Holzpoltermöglichkeiten begünstigen zudem den Aufbau klimastabiler Wälder.

Weiter wird in diesem Verfahren ein besonderes Augenmerk auf das Thema Wassermanagement im Zusammenhang mit Klimafolgenanpassungen gelegt.

Durch rund 70 Maßnahmen wurde die dezentrale Wasserrückhaltung, die zur Minderung der Folgen von Starkregenereignissen sowie zur Wasserpufferung in Trockenzeiten dient, im gesamten Verfahrensgebiet optimiert.

Insgesamt wird durch die Neuordnung sowohl ein gesellschaftlicher und ökologischer Mehrwert erzielt sowie ebenso eine Steigerung der Resilienz im Bezug auf ein sich veränderndes Klima erreicht.

Insgesamt wird das Verfahren mit einer Summe von rund 1,4 Millionen Euro gefördert. „Wetterextreme wie die diesjährige Trockenheit werden uns unter Anbetracht des Klimawandels in Zukunft noch öfter beschäftigen. Umso entscheidender ist es, unsere Infrastruktur schon heute für die kommenden Generationen fit zu machen. Die Rückhaltung von Wasser in der Fläche stärkt die Artenvielfalt, schafft Rezensionsflächen und trägt bei Starkregenereignissen zum Schutz unserer Infrastruktur bei. Flurneuordnung denkt nach vorne und löst Probleme auf clevere Weise“, so Ministerin Gentges.

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